Re: so ganz nebenbei durchgestzt hat sich die neue Rechtschreibung nicht überall


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Geschrieben von Markus U. am 17. April 2008 22:21:45:

Als Antwort auf: Re: so ganz nebenbei durchgestzt hat sich die neue Rechtschreibung nicht überall geschrieben von Manfred aus Wien am 17. April 2008 17:42:33:

>Sie ist allerdings auch etwas misslungen und schon zweimal nachjustiert worden. Jetzt schreibt man z.B. wieder "aufwendig" statt "aufwändig". Mich nerven aber auch das getrennt Schreiben bei einigen zusammen gesprochenen Wörtern wie "spazierengehen" (jetzt "spazieren gehen") und "kennenlernen" (jetzt "kennen lernen").
>Das q würd ich nicht abschaffen, sondern für den ch-Laut verwenden. Da wäre dann auch die Vokalquantität besser sichtbar: baqq (Bach) und buq (Buch). Wenn man dann noch statt ck einfach kk schriebe, wäre der buqctabe c frei, um das "sch" zu creiben. Dann wäre wieder, wie vor der Abschaffung des langen s, sichtbar, ob in einem Wort "sch" zu lesen ist (rücen) oder s-ch (mäusqen). Ebenso könnte man entweder auf v oder w ferzichten. Es gibt noqq fil zu reformiren, pakken vir's ann! ;)

Hi Manfred!

Deinen Vorschlag, das "harte ch" durch q zu ersetzen, finde ich sehr interessant. Die Ersetzung des "ck" durch "kk" habe ich inn meinem privaten Schriftgebrauch bereits eingeführt, allerdings nur, wenn ein echter Vokal folgt (z. B. "Sokken"; wenn ich nicht barfuß sein kann, bin ich wenigstens sokkenlos), nicht hingegen, wenn ein Konsonant folgt (barfuß = mit nackten Füßen) oder am Wortende (Frauen steht ein langer Rock am besten zu barfuß). "sch" und "tsch" sollte man hingegen besser nach tschechischem Vorbild durch ein s bzw. c mit einem Haken drüber ersetzen (ich weiß freilich nicht, wie ich das mit meiner Tastatur hinkriegen soll). Die Unterscheiung zwischen v und w ist dagegen sinnvoll und sollte beibehalten werden.
Für meine Schriftsätze und alle anderen Schreiben mit "offiziellem" Charakter richte ich mich nach der alten Rechtschreibung, wie ich sie vor mehr als dreißig Jahren in der Grundschule gelernt habe. Über die "Rechtschreibreform", die sich als Schlechtschreib- Deform herausgestellt hat, ist leider nicht demokratisch abgestimmt worden, was auch einer der Gründe ist, weshalb ich sie nicht akzeptiere; auch ging ihr keine Diskussion voraus; vielmehr erfolgte die Einführung wegen zu erwartenden Widerstandes der Bevölkerung "handstreichartig". Das einzige Bundesland, in welchem eine Volksabstimmung stattfand, war Schleswig- Holstein, und als die dortige Bevölkerung dort mit überwältigender Mehrheit für die Beibehaltung der bewährten alten Rechtschreibung votierte, wurde die neue Schreibweise nach einer Schamfrist von etwa einem Jahre durch obrigkeitlichen Beschluß eingeführt.

Barfuß,
Markus U.





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