Re: Das Drama um "ß" - "ss"


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Geschrieben von Markus U. am 17. April 2008 22:27:07:

Als Antwort auf: Re: Das Drama um "ß" - "ss" geschrieben von Manfred aus Wien am 17. April 2008 17:20:12:

>Die Verwendung des scharfen ß gründet auf dem deutschen orthografischen Prinzip, dass ein Vokal, dem nur ein Konsonant folgt, lang zu sprechen ist, einer, dem zwei Konsonanten folgen, hingegen kurz (Ausnahmen sind einige häufige kurze Wörter wie an, in, am, im usw. und das Wort Trost, dessen Vokal lang ist, obwohl ihm st folgt). Ein einzelnes s zwischen zwei Vokalen ist wiederum stimmhaft zu sprechen, z.B.:
>Rasen - langes a, stimmhaftes s
>Straße - langes a, stimmloses s
>Gasse - kurzes a, stimmloses s
>Aus obigem Grund überflüssig wären hingegen das Dehnungs-h, Doppelvokale und das ie (außer vielleicht im Wort Biest, wo wir wiederum st nach einem lang gesprochenen i finden), da die Vokallänge durch das Vorhandensein nur eines Konsonanten hinreichend markiert ist. Vielleicht fallen diese Redundanzen ja der nächsten Rechtschreibreform zum Opfer, ebenso wie die barocke Unsitte der Großschreibung von Substantiven. ;)

Hi Manfred,

die Großschreibung von Substantiven ist keineswegs eine barokke Unsitte; wenn alles klein geschrieben würde, wären manche Sätze nicht mehr ohne weiteres verständlich, wie z. B. dieser: "er hat in moskau liebe genossen".

Barfuß,
Markus U.





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