Andreas S. geht gerne barfuß einkaufen
(zusammengefasst aus Forumbeiträgen seit Frühherbst 1999)

[1999] Hallo, heute hab ich wieder einmal einen Barfußtag genossen und wieder auf Reaktionen der anderen Leute geachtet. In einem Elektrofachhandel wurde ich gleich von den zwei Verkäufern beäugt. Ich bin dann gleich zum Gegenangriff übergegangen und habe mich bei der Verkäuferin nach Minidiscs erkundigt. Sie war gleich ganz hilfsbereit und fragte mich ob sie mir noch etwas zeigen könne.
Ich wette, dass ich mit Schuhen nicht so freundlich behandelt worden wäre. Wahrscheinlich symbolisiert das Barfußlaufen eine Natürlichkeit, die den anderen Menschen zeigt, dass man auch nur ein normaler Mensch und offen für alles andere ist. Mit Kleidung ( hier die Schuhe ), trägt jeder einen Schutzpanzer, der etwas darstellt. Da ja bekanntlich Kleider Leute machen, interpretiert jeder die Kleidung anderer unterschiedlich. Ohne Kleider sind dann plötzlich alle gleich. Mir ist es am FKK-Strand aufgefallen. Wenn man als letzter kommt und alle anderen schon nackt sind, geht man vorbehaltlos an diese Menschen heran. Wenn sie aber beginnen sich wieder anzuziehen, werden sie in den Augen des Betrachters zu sehr individuellen Einzelwesen.
Doch zurück zu meinem heutigen Tag. Im Sonderpostenmarkt wurde ich merkwürdigerweise gar nicht beachtet. Nur eine Person, die die ganze Zeit am Eingang hockte, schielte aus den Augenwinkeln nach meinen Füßen. Im Netto - Markt blätterte ich in mehreren Zeitschriften und beobachtete aus den Augenwinkeln, dass sich die Dame an der Kasse den Hals verrenkte um einen Blick auf meine nackten Füße zu werfen. Im Extra - Markt wurde ich nur von einer Frau intensiv beobachtet. Auch als ich den Markt verließ, um ins Auto zu steigen, merkte ich, wie sie mich im Rückspiegel musterte.
Zum Abschluss des Tages sonnte ich mich noch eine halbe Stunde am Weserufer. Als ich mich ins Auto setzte und losfuhr, kam mir doch tatsächlich ein barfüßiges Mädchen entgegen. Verzweifelt versuchte ich zu wenden, denn ich wollte Sie auf ihre Barfüßigkeit ansprechen und sie auf diese Forum hinweisen. Doch es sollte nicht sein. Nach ein paar Sekunden hatte ich sie aus den Augen verloren.
Das war in kürze der heutige Erlebnisbericht. Morgen werde ich zur Abwechslung barfuß durch Bremen marschieren ...
Hallo, wie angekündigt fuhr ich am 22.09. nach Bremen, um dort ein paar Besorgungen zu machen. Obwohl es ziemlich bewölkt war, ließ ich meine Schuhe im Auto. (So kommt man nicht in Versuchung, sie doch unterwegs wieder anzuziehen).
Als ich aus dem Parkhaus trat, wurde ich natürlich gleich von ein paar Passanten aus den Augenwinkeln gemustert. Wahrscheinlich konnten sie es nicht fassen, dass man bei bewölktem Himmel und einer Temperatur von 18° Celsius barfuß läuft.
Auf dem Weg ins nächste Kaufhaus kam ich an einen Friseursalon vorbei. Der Friseur hatte keine Kundschaft und schaute aus dem Fenster. Ich bemerkte, dass er mir nachsah, als ich vorbei ging. Ich drehte kurzentschlossen um und ging in den Friseursalon (ich brauchte noch Shampoo). Damit hatte der Friseur wohl nicht gerechnet. Ich verwickelte ihn gleich in ein Gespräch über eine bestimmte Shampoosorte). Daraufhin taute mein Gegenüber sichtlich auf. Wir unterhielte uns noch ein paar Minuten und er überhäufte mich mit Gratisproben. Ich muss wohl einen guten Eindruck auf ihn gemacht haben.
Nachdem ich den Salon verlassen hatte, machte mir meine Barfüßigkeit überhaupt nichts aus. Im Gegenteil. Ich war doppelt motiviert. Ich machte in Ruhe meine Runden, ohne, wie vorher immer, mich nach allen Seiten umzudrehen, ob irgendwo irgendwelche Bekannten auftauchen würden. Selbstbewusst marschierte ich durch die Lloyd - Passage ( eine überdachte Einkaufspassage mit vielen Gelegenheiten zu draußen sitzen ). Natürlich waren alle Stühle der Kneipen und Bistros besetzt und eine Hundertschaft erstaunter Bremer musterte mich als ich vorüberschritt. In der nächsten Straße, der Sögestraße musterten mich ebenfalls alle Leute, die draußen in den Cafés saßen.
Ich drehte den Spieß um, und fragte ein junge Frau, ob sie mich wohl auf einem der Bronzeschweine (Wahrzeichen und Treffpunkt in der Sögestraße) fotografieren würde. Also setzte ich mich auf eines der Schweine und ließ mich fotografieren, wohl wissend, dass mich ca. 100 Augenpaare beobachteten. Nach dem Photoshooting ging ich triumphierend weiter. Mir kamen drei alte Damen entgegen. Als ich vorbei war, drehte sich eine der Damen um und sagte zu ihren Begleiterinnen: "Habt ihr gesehen ? Der trägt ja Ringe an den Zehen". Ich grinste mir einen und ging mit gestärktem Selbstbewusstsein zurück zu meinem Auto. Wieder ein erfolgreicher Tag für alle die, die barfuß laufen. ...
Hallo, es gab im Forum kritische Anmerkungen zu der schönen Seestadt Bremerhaven.
Ich bin der Meinung, dass man in Bremerhaven (Columbus - Center) sehr gut barfuß seine Einkäufe tätigen kann.
Ich überquere des öfteren im Jahr die Weser, um mal wieder ohne Schuhe zu shoppen.
Hallo Lorenz, Du kannst Dich wirklich glücklich schätzen, einen "Barfuß - Arbeitsplatz" inne zu haben. In der metallverarbeitenden Industrie muss man schon Abstriche machen. Das einzige Zugeständnis an die Arbeitssicherheit war von mir das Tragen von Espendrilles anstatt der Sicherheitsschuhe.
Aber ich kann Dir versichern, dass nach Feierabend nur noch barfuß gelaufen wird.
Mein nächstes Ziel ist es, barfuß meine Weihnachtseinkäufe zu machen. ...
Am letzten Freitag fuhr ich nach Oldenburg zu Media - Markt. Ich hatte mir fest vorgenommen diesen auch barfuß zu betreten, denn die Temperaturen hatten sich an diesem Tag bei ca. 14° C eingependelt. Als ich dann aber auf dem Parkplatz die dick vermummten Leute aus den Autos steigen sah, verließ mich doch der Mut. Selbst als ich mit Zehensandalen den Laden betrat wurde ich noch angestarrt wie ein weißer Elefant.
In dieser Jahreszeit muss man wohl mit Parka und Stiefeln herumlaufen, weil es der Kalender vorschreibt.
Doch ich ließ mich nicht entmutigen und betrat einen benachbarten Sonderpostenmarkt barfuß. (Meine Sandalen hatte ich mittlerweile im Auto deponiert). Es war schon ein tolles Gefühl, über die immer noch warmen Steine des Parkplatzes zu laufen und mit einem Gefühl von Freiheit den Laden zu betreten. Man fühlt sich gleich wie daheim, wenn man barfuß herumlaufen kann.
Erst beim Verlassen des Ladens bekam ich mit, wie eine Frau ihrem Mann zuflüsterte: "Schau mal, der ist ja barfuß". Ich habe mich köstlich amüsiert und hoffe, dass auch noch der November ein paar Tage für Barfußläufer übrig hat. Gruß und Fuß Andreas S.

[2000] Gestern ging ich los, um noch ein paar Dinge für den Urlaub einzukaufen. Der Weg führte mich auch in eine Apotheke, um noch ein bestimmtes Medikament zu besorgen. Natürlich wurde ich bei meinem Gang durch die Fußgängerzone ausgiebig beäugt. Aber das kennt man ja. In der Apotheke wanderten natürlich auch gleich die Blicke nach unten. Eine freundliche Apothekerin händigte mir mein Medikament aus, legte es in eine Tüte, um anschließend noch augenzwinkernd ein paar andere Sachen kostenlos beizulegen. Erst zu Hause habe ich dann gesehen was es war. Eine Probe Fußbalsam und eine kleine Tube Melkfett. Ich war hocherfreut, weil so was ein Barfüßer gut gebrauchen, wie es ja schon ausgiebig im Forum diskutiert wurde. Soviel Toleranz wünscht man sich natürlich immer von seinen Mitbürgern. ...
Hallo Berliner, es ist doch erstaunlich, dass sogar "Großstädter" Probleme mit dem Barfußlaufen haben. Ich dachte immer, dass es dort am einfachsten ist, weil man eben nicht den Kollegen über den Weg läuft.
Ich komme aus einer norddeutschen Kleinstadt (30000 Einwohner) und dort läuft man alle zwei Minuten Bekannten oder Arbeitskollegen über den Weg. Ich muss dazu sagen, dass ich bis jetzt ein einziges mal barfuß durch unsere Fuzo marschiert bin und mir ziemlich unsicher war. Umgebracht hat's mich aber nicht. Bis auf die Ausnahme "Innenstadt", bin ich ansonsten überall barfuß unterwegs.
Zum Einkaufsbummel suche ich die nächstgrößeren Städte heim. Vielleicht auch mal Berlin. (Da kennt mich nur einer). ...
Barfußüberzahl bei Schlecker. Habe heute auf der Heimfahrt von Bremen in Berne ( einem kleinen Dorf an der Weser ) bei Schlecker gestoppt, um noch ein paar Pakete "Krönung light" für 6,45 DM zu bunkern. Als ich den Laden betrat war weit und breit kein Kunde, geschweige denn eine Verkäuferin zu sehen. Doch plötzlich rauschte ein barfüßiges Mädel ums Regal. Sie war genauso erstaunt wie ich und wir mussten beide grinsen. 100% Barfußkundschaft kommt schon recht selten vor. ...
Bin heute recht auffallend ( Hawaiihemd, Schlaghose, Spitzbart, lange Haare und natürlich barfuß ) zum Friseur gelatscht. Als ich den Salon betrat, war eine Friseuse gerade mal wieder am fegen.
Sie: "Du bist ja barfuß"
Ich:" Warum nicht. Ist doch Sommer"
Sie, gedankenversunken: "Ja, warum eigentlich nicht"
Es war gerade Mittagzeit und der Salon voll mit Bankangestellten, Verkäufern usw. Ich fiel natürlich sofort auf. Aber da muss man eben mit durch. 20 Minuten später hätte meine Friseur besser zu einem Sparkassenangestellten gepasst. Im Eifer des Gefechts hatte mir die Friseuse 6 statt 1,5 cm von meiner Matte abgeschnitten.
Als ich mich dann in voller Lebensgröße bei Kaufhof im Spiegel sah, fühlte ich, dass mein Image irgendwie einen Knacks bekommen hatte.
Gruß und Fuß Andreas S

[2001] Hallo, ich habe mir so meine Gedanken gemacht, seit wann ich mich fürs Barfußlaufen interessiere.
Es begann bei mir in der Schule in den frühen 80ern. Ein Mädchen begann barfuß zur Schule zu kommen und plötzlich machten es ihr andere nach. Meistens blieben es dann die Mädchen, die barfuß kamen. Die Jungs trauten sich höchstens nach dem Schwimmunterricht barfuß in die Schule. Wenn man schon mal barfuß war ...
Vor dieser Zeit habe ich eigentlich nie einen Gedanken darüber verschwendet, barfuß zu sein. Doch plötzlich fand ich auch daran gefallen, barfuß zu laufen. Vielleicht geht es vielen Leuten ebenso. Sie verschwenden erst gar keinen Gedanken (wahrscheinlich bedingt durch ihre Erziehung) daran barfuß zu laufen, bis sie einen sehen, der es tut.
Ich bin gestern zum ersten mal wieder barfuß einkaufen gegangen und die Verkäuferinnen in meinem Stammgeschäft fanden schon nichts besonderes mehr daran, mich barfuß zu sehen. Sie schauten nicht mehr entgeistert und verloren auch kein Wort darüber. Nur ein paar Damen in der Schlange an der Kasse schienen ihren Augen nicht zu trauen und sahen zweimal hin. Anschließend bin ich noch auf einen Sprung zum Walmart, um in diesem Jahr die Barfußreglements in dieser Kette verschärft haben, aber konnte schon wie im letzten Jahr auch dort unbehelligt einkaufen.
Gruß und Fuß Andreas S.

Wal Mart ist amerikanisch! Barfuß ist in Amerika noch immer identisch mit "extrem arm" und barfuß ist laut einigen psychologischen Büchern ein Ausdruck von Nacktheit.
Für einen Ami heißt das: "Wer barfuß ist, ist eigentlich nackig, oder wäre es am liebsten". Klar, dass man keine Barfußgänger und -gängerinnen im WalMart haben will.
Übrigens: In Frankreich (zumindest im Departement "Moselle" (Autonummer hinten 57) darf man auch nicht barfuß in Supermärkte.
Stefan S.

Ich glaube zwar auch nicht, dass man bei WalMart auf barfüßige Kunden besonders erpicht ist, aber die Hauptsache ist doch wohl bei allen Kunden (auch den beschuhten), dass diese die Waren, die sie in den Einkaufswagen legen, ohne Aufhebens bezahlen!
Das ist bei mir stets der Fall, und deshalb habe ich bei WalMart nie Probleme, wenn ich dort barfuß einkaufe, und das mache ich seit ein paar Monaten regelmäßig!
Gerade bei WalMart macht mir der barfüßige Wocheneinkauf (zumeist samstags um die Mittagszeit) besonders viel Vergnügen, denn ich bin bisher noch nie angesprochen worden und auf dem weitläufigen Areal garantieren die unterschiedlichen Bodentemperaturen immer wieder ein recht angenehmes Barfußgefühl.
Herzliche Barfußgrüße, Markus U.

Hallo Leute, am Dienstag bin ich barfuß zum Wal-Mart nach Bremen gefahren, um mir eine neue Spiegelreflexkamera zu kaufen. ( Die Kameras sind dort wirklich supergünstig).
Ich hatte erst so meine Bedenken, weil man ja vom Wal-Mart immer die tollsten Sachen bezüglich des Barfußlaufens hört. Ohne Probleme bin ich am Türsteher vorbeigekommen und auch im Laden selbst hat mich keiner der Verkäufer anders behandelt als die anderen Kunden. Der Verkäufer in der Fotoabteilung war äußerst nett und hilfsbereit, obwohl er total im Stress war und pausenlos die Telefone klingelten. Als ich ihm sagte, dass ich Zeit hätte und auch noch warten könne, entgegnete er mir, dass bei ihm der Kunde an erster Stelle kommt, was ich auch sehr positiv fand. Ich kann nur sagen, dass ich mit dem Service und vor allem den Preisen sehr zufrieden war.
In Bremen ging ich dann noch ein wenig shoppen und war wieder der Exot in der z.T. noch auf sibirischer Kälte eingestellten Gesellschaft. In einem Surfshop sagte dann ein Verkäufer zu mir:" Na, Du bist auch schon voll auf Sommer eingestellt, was ?" Das hat mich dann doch fast umgehauen, weil ich es in dem Laden am wenigsten erwartet hätte. Das Leben steckt voller Überraschungen ;-)
PS. in der letzte Woche besuchte mich ein Freund und sagte mir ganz verschämt, dass eine Bekannte mich barfuß bei Wal-Mart gesehen hätte und er ihr das nicht glauben konnte. Er sagte ihr dann, dass sie sich wohl getäuscht habe. Ich entgegnete nur, dass sie sich nicht getäuscht habe und ich in den letzten Woche nur noch zur Arbeit Schuhe trage. Damit war für ihn das Thema gegessen. ...
Mut zum Barfußlaufen wächst ständig
Halli, Hallo, in den letzten tagen war ich in meiner Freizeit nur barfuß unterwegs. Nicht nur dort, wo ich wenig Bekannte treffe, sondern auch da, wo ich zwangsläufig Bekannte und Kollegen treffen muss. Und so kam es dann auch.
Erster Tag: Barfuß bei Walmart, diverse Kollegen von weitem gegrüßt. Schauten zwar etwas verwirrt, sagten aber nichts. Genauso lief es den den darauffolgenden Tagen ab. Barfuß bei OBI. Ein Kind sieht mich in der Gartenabteilung und plärrt: "Der hat ja keine Schuhe und Socken an".
Den Eltern ist dies ziemlich peinlich und suchen mit dem kleinen Schreihals das Weite. Ich schlendere noch ein bisschen durch den Gartenbereich, wo zu dieser Zeit alle Pflanzen gegossen wurden und ich natürlich entsprechende Abdrücke auf dem Boden zurücklasse, was bei den anderen Kunden erstaunen auslöst.
Einen Tag später treffe ich meinen Vorgesetzten. Auch erschaut etwas komisch, sagt aber nichts.
Wie ihr seht, ist alles halb so schlimm und macht Mut zu mehr. Durch diese Erfahrungen habe ich noch mehr Mut zum Barfußlaufen bekommen. ...
An Barfüßigkeit gewöhnt
Hallo, vor Monaten schauten die meisten, die mich öfter sehen, wenn ich barfuß unterwegs war ganz verdutzt. Jetzt schauen sie blöd, wenn ich einmal Schuhe trage, wie heute morgen an der Tankstelle. Der Blick des Kassierers ging zuerst zu meinen Füßen als ich den Kassenraum betrat und das Erstaunen stand ihm ins Gesicht geschrieben, als er mich zur Abwechslung mal in Schuhen sah.
Wie man sieht, gewöhnt sich der Mensch an alles.
Andreas S.

Genau meine Rede. Ich bewege mich mittlerweile so selbstverständlich barfüßig durchs Leben, als hätte ich nie etwas anderes getan.
Das schwerste ist wohl die erste Zeit, wenn man selbst noch am Zweifeln ist. Wenn man sich dann irgendwann aber völlig unbekümmert in seiner gewohnten Umgebung, wo die meisten Menschen einen kennen, bewegen kann, dann ist es das einfachste von der Welt, auch den Schritt in unbekannte Gefilde zu machen.
Es ist etwas wunderschönes, sein Leben barfüßig zu verbringen und nicht zu überlegen, bei welchen Gelegenheiten man es kann und wann nicht.
Liebe Grüße und derzeit nasse Sohlen
Deine Katja

Hallo, gestern habe ich mich in den Wagen gesetzt, um in Bremen einige Besorgungen zu machen. Als ich losfuhr schien noch die Sonne. Aber je mehr ich mich Bremen näherte, desto bewölkter wurde es. Als ich aus dem Parkhaus kam, regnete es in Strömen und es war nur noch 15°C "warm".
So viele Blicke habe ich in meiner "Barfußkarriere" noch nie wahrgenommen. Fast jeder, der mich sah tippte seinen Nachbarn an, mit den Worten "der ist barfuß". Vor allem Teenies um die 15 waren sehr erstaunt über meine Barfüßigkeit. Das Wort "barfuß" hat den Vorteil, dass man es auch wahrnimmt, wenn man es kaum verstanden hat. Eben durch das scharfe "s".
Soviel "s" habe ich noch nie hinter meinen Rücken gehört. Man muss auch dazu sagen, dass ich fast der einzige war, der auch ohne Jacke rumlief. Gerade die Touristen scheinen das norddeutsche Schmuddelwetter nicht gewohnt zu sein und wickeln sich beim ersten Regen gleich in Regenjacke und dicke Pullover.
Mir machte es einen Heidenspaß durch die großen Pfützen zu laufen, ohne auf Schuhe achten zu müssen. Auch der Schotter in der Obernstraße (sie wird jetzt komplett saniert) machte meinen Füßen nichts aus. Die Leute schauten immer ganz verwundert, wenn ich die Baustellen durchquerte und ohne zu zögern auf den Schotter trat.
Wie schon einmal erwähnt, sieht man auch mit den Füßen
Meine Frau viel abends aus allen Wolken und wollte es mir zuerst nicht glauben, dass ich barfuß in Bremen einkaufen war, obwohl sie ansonsten auch begeistert barfuß läuft. Aber die Umstände waren ihr doch wohl zu extrem.
Gruß und Fuß
Andreas S.

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