[Olafs barfüßige Vorliebe] [Olaf befürchtet, dass Füße vom Barfußwandern unsensibel werden]

Olafs barfüßige Vorliebe
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumberichten ab Winter 1998/99)

Ich möchte jetzt auch mal über eines meiner ersten Barfuß - Erlebnisse berichten.
Als ich in der 5. Klasse war (Ende der Siebziger), hatten wir einen sehr heißen Sommer. Eines Tages war es so unerträglich heiß, dass ein Mädchen mitten in der Unterrichtsstunde die Schuhe auszog und barfuß dasaß, um dem Unterricht zu folgen. Es dauerte nicht lange bis sich das herumgesprochen hatte und schließlich alle 36 Mitschüler ebenso taten und sich von der überflüssigen Fußbekleidung freimachten. Von da an lief die ganze Klasse den ganzen Tag barfuß durch die Schule.
Dieses Erlebnis war damals sehr aufregend für mich und war sicher ein Schlüsselerlebnis zu meiner Vorliebe von da an. So ging es wohl vielen, da auch in den folgenden Jahren in der Klasse ein recht lockeres Verhältnis im Umgang mit nackten Füßen entstand. Im Sommer hatte eigentlich keiner in der Klasse noch Socken an. Ganz barfuß kam aber kaum jemand, da es vielen wohl auch von zuhause aus verboten wurde. Einige Mädchen machten jedoch auch barfuß Schulsport.
Die barfüßige Vorliebe hat sich bei mir bis heute gehalten. Zuhause laufe ich immer ganzjährig barfuß - Hausschuhe gibt es bei mir nicht. Im Sommer trage ich seit Jahren von Mai bis Oktober keine Strümpfe mehr - allerdings immer noch Birkenstocks oder Tevas - immer ohne Socken.
Aber nach einem längeren Barfuß - Trip finde ich auch meine Zehenstegsandalen wieder sehr angenehm. ...
Da ich nicht zu den Hardlinern unter Euch gehöre, waren die letzten 5 Monate barfußmäßig Ausfallmonate. Aber jetzt geht es ja wieder los. Am Karfreitag war ich im Kölner Zoo und bin zumindest den ganzen Tag ohne Socken in Tevas rumgelaufen. Und ich muss sagen, dass ich doch eine Menge Leute beiderlei Geschlechts gesehen habe, die auch ohne Strümpfe in allen Arten von Sandalen gingen. Von daher kann man sicher sagen, dass es schon viele Menschen gibt, die sich darauf freuen, nach dem Winter ihre Füße befreien zu können. Gestern dann war ich dann ebenso Sandalen tragend in Amsterdam unterwegs und auch da war eine große Zahl von Menschen (bestimmt jeder dritte oder vierte) ohne Socken unterwegs, obwohl es seit Mittag aus Kübeln goss und es nicht wärmer als 16 Grad wurde. Aber die Holländer sind ja generell lockerer (laut Klischee jedenfalls). ...
So, ich werde jetzt auch mal nach draußen gehen und die frühmorgendliche österliche Luft mit meinen nackten Füßen testen und einen kleinen Spaziergang durch das Randgebiet des bergischen Landes machen. Meine Tevas nehme ich aber mit! ...
Mit einem Wink von meinen Zehen grüßt Euch alle Olaf

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Olaf befürchtet, dass seine Füße vom Barfußwandern unsensibel werden
(und Georg und Lorenz widersprechen)
(aus verschiedenen Forumbeiträgen im Frühjahr 1999)

Wie ich schon früher mal geschrieben habe, halte ich es nicht für verbohrt, wenn man nicht so sehr auf das totale Barfußlaufen steht, sondern Sandalen vorzieht. Ich trage so oft es nur geht von April bis September Sandalen ohne Strümpfe, aber ganz barfuß laufe ich nur selten.
Besonders barfuß wandern wie Lorenz und Georg das ja mit Begeisterung praktizieren, ist mir auf Dauer einfach zu unangenehm und anstrengend. Klar gewöhnen sich die Füße auch nach einiger Zeit an unwegsames Gelände, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass sie dadurch auch unsensibler werden und mir das Barfußlaufen dann auch nicht mehr so viel Spaß macht, wenn ich unter den Füßen doch nicht viel mehr spüre als mit einer Schuhsohle drunter.
Da finde ich dann Tevas oder Birkenstocks praktischer. Sie lassen genug Luft an die Füße und ich muss nicht auf jeden Stein auf dem Boden achten sondern kann mir auch andere Dinge im Wald ansehen. Außerdem bildet sich dann keine so dicke Hornhaut, so dass ich das Barfußlaufen zuhause (immer, auch im Winter) und den barfüßigen Weg zum Bäcker oder durch die Fußgängerzone (im Sommer) mehr genießen kann.
Von daher wäre auch eine kilometerlange Barfußwanderung nicht unbedingt mein Ding - mit Tevas bin ich dagegen stundenlang in der Natur unterwegs, so bin ich zum Beispiel ganz Rügen letzten Sommer bei nicht allzu sommerlichen Temperaturen (13 - 15 Grad) in Tevas ohne Socken abgelaufen und es war total klasse. Es war bequemer als alle dicken Wanderschuhe zusammen und es hätte auch ruhig noch kühler sein können, es hätte mir nichts ausgemacht. Ich denke, das war auch gesünder für die Füße, als wenn ich den ganzen Tag barfuß herumgelaufen wäre.
Olaf aus dem Bergischen Land

Hallo Olaf,
[Wie ich schon früher mal geschrieben habe, halte ich es nicht für verbohrt, wenn man nicht so sehr auf das totale Barfußlaufen steht, sondern Sandalen vorzieht.]
Jeder muss selbst entdecken, wie er sich am wohlsten fühlt! Verbohrt sind allenfalls diejenigen, die meinen, jeder müsste es ihnen auf Biegen und Brechen gleichtun. Das Barfußlaufen propagiere ich auf dem Web, um denjenigen Mut zu machen, die wollen, aber sich nicht trauen. Und Eltern möchte ich etwas darin irremachen, dass sie ihre Kinder zu perfekten Schuhträgern erziehen.
[Besonders barfuß wandern wie Lorenz und Georg das ja mit Begeisterung praktizieren, ist mir auf Dauer einfach zu unangenehm und anstrengend.]
Da bin ich ganz flexibel: auf Wegen mit scharfkantigen Steinen weiß ich gute Schuhe auch zu schätzen, aber auf Naturboden ermüden meine Füße weniger rasch, wenn ich barfuß bin. Und so ist es mir am liebsten!
[gewöhnen sich Füße an unwegsames Gelände, aber Erfahrung gemacht, dass sie unsensibler werden und mir das Barfußlaufen nicht mehr so viel Spaß macht, unter den Füßen nicht mehr spüre als mit Schuhsohle drunter.] Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht! Bei mir bewirkt das regelmäßige Barfüßern keine wesentliche Verdickung der Hornhaut, vielmehr bildet die Fußschwarte ein stabiles Bindegewebspolster aus. Und der Fuß wird beweglicher, so dass er sich den Unebenheiten besser anpasst. Das Gefühl der Sohlen geht mir nicht verloren!
[frühmorgendliche österliche Luft mit nackten Füßen testen. Meine Tevas nehme ich aber mit!]
Viel Spaß wünscht Dir Lorenz

Hallo Olaf,
wie ich beim Umhersurfen festgestellt habe, gibt es mehrere Foren bei Parsimony, in denen sich z. B. Freunde von Birkenstocks und Zehenstegsandalen oder von Holzclogs und Kleppern treffen - und das sei ja auch jedem Interessierten gegönnt (Du hast Dich da ja auch verschiedentlich beteiligt).
Hier treffen sich eben diejenigen, die in bestimmten Situationen oder auch in allen Lebenslagen auf jegliches Material zwischen den Nervenenden in den Fußsohlen und dem Untergrund verzichten. Und es sind erfreulich viele !
[barfuß wandern wie Lorenz und Georg ist mir auf Dauer einfach zu unangenehm und anstrengend ... gewöhnen sich Füße an unwegsames Gelände, aber Erfahrung gemacht, dass sie unsensibler werden und mir das Barfußlaufen nicht mehr so viel Spaß macht, unter den Füßen nicht mehr spüre als mit Schuhsohle drunter]
Diese Ansicht und auch die Erfahrung teile ich nicht !! Der richtig angesprochene Gewöhnungsprozess sorgt dafür, dass ich gegenüber Unebenheiten und Hindernissen aller Art weniger empfindlich reagiere - aber keineswegs zu irgendwelchem Abstumpfen meiner Empfindungen.
Übrigens finde ich, dass es auch gelegentlich mal weh tun darf - nicht weil ich ein heimlicher Masochist bin, sondern weil dies sachlogisch schlicht dazugehört (z. B. nimmt jeder Sportler auch gelegentlichen Muskelkater in Kauf).
[ Außerdem bildet sich dann keine so dicke Hornhaut, so dass ich das Barfußlaufen zuhause (immer, auch im Winter) und den barfüßigen Weg zum Bäcker oder durch die Fußgängerzone (im Sommer) mehr genießen kann.] Ich hatte anfangs auch Bedenken wegen der Hornhaut - aber ich weiß längst, dass diese Art von Hornhaut nur durch Fehlbelastungen in Schuhen entsteht. Meine "Horn" - haut an den Fußballen ist nicht "dick", sondern kräftige und leidlich flexible Fußsohle (auch dank Eincremens vor und nach Barfußwanderungen) und wird bei längerem Gehen auch auf ganz natürliche Weise abgetragen. Da ich sie obendrein als Schutz vor denkbaren Verletzungen brauche, ist sie mir überhaupt nicht lästig, sondern sehr willkommen !
[Da finde ich dann Tevas oder Birkenstocks praktischer. Sie lassen genug Luft an die Füße und ich muss nicht auf jeden Stein auf dem Boden achten sondern kann mir auch andere Dinge im Wald ansehen.]
Das Fixiertsein des Blickes auf den Boden ist nur (noch) in bestimmten Fällen so stark, dass ich sonst nicht viel sehe: nämlich, wenn ich in sehr unwegsamem Gelände unterwegs bin - aber da muss ja auch ehrlicherweise festgestellt werden, dass die dort lebenden Pflanzen und Tiere meinen Besuch ohnehin nicht besonders schätzen werden, und da sollte es ohnehin das mindeste sein, dass ich genau hinsehe, worauf ich trete ! Mit Schuhen neigt man doch im Gegenteil dazu, genau diesen Gesichtspunkt nachhaltig unbeachtet zu lassen !
Auf Wegen aller Art (sofern sie nicht so widerlich mit Steinen gespickt sind wie der gerade im Tal der Wupper bei Schloss Burg begangene) kann ich ganz gut mit einem Blick abschätzen, wie viele Schritte ich jetzt gefahrlos in die Landschaft schauen kann, ohne auf den Boden achten zu müssen.
[frühmorgendliche österliche Luft mit nackten Füßen testen. Meine Tevas nehme ich aber mit!]
Viel Spaß dabei ! Georg

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