[Barfuß Autofahren] [Barfuß Autofahren gerade auch im Winter]

Barfuß Autofahren
(Forumbeiträge ab Frühherbst 1999)

barfuss autofahrn. unspektakulaere geschichte, jedoch hab ich mich jetzt solange an den andren beitraegen gustiert, dass ich auch selbst was einbringen moecht:
ich machte im fruehling den fuehrerschein, und hab dann im sommer erst wirklich autofahrn gelernt, als ich viele kurze strecken fahren musste. da ich im sommer sonst gern so offene schlapfen trage, in denen man keinen wirklichen halt hat, zog ich sie beim fahren immer aus und bediente die pedale barfuss. das fuehrte dazu, dass ich im darauffolgenden winter, als ich das erste mal versuchte, mit schuhen zu fahren, ueberhaupt kein gefuehl fuer kupplung usw mehr hatte :)
ich hab noch lange gebraucht, um mit schuhen gscheit fahrn zu koennen, es kommt mir aber immer noch "unnatuerlich" vor, und wenns geht, und im sommer immer, zieh ich die schuhe einfach aus. sonst bin ich eigentlich keine dezidierte barfussgeherin, d. h. in der stadt tu ichs normalerweise nicht, auch nicht im winter; wenns warm ist und ich am land bin (bzw in parks oder sonstwo wo nich soviel asphalt ist) dafuer fast immer. Caren

Hallo! Auch ich bin kein "dezidierter Barfußgeher", aber am Strand oder auf Gras mache ich es gern. Und als ich in Kalifornien war, bin ich auch des öfteren barfuß Auto gefahren.
Wäre schön, noch öfter von Dir zu hören! Ciao, Marco

[im sommer  ... bediente pedale barfuss ... im winter kein gefuehl fuer kupplung usw]
Interessant ! So herum hört man es eher selten ! Ich hatte den Eindruck, dass diese Vorgehensweise früher eher üblich war, inzwischen aber total aus der Mode gekommen ist. Aber da siehst Du: Es ist alles nur eine Frage der Gewohnheit ! Genauso wie sich ein Ureinwohner in Schuhen unwohl fühlt, so fühlen sich die meisten "Kulturmenschen" barfuß unwohl ... Aber Deine Erfahrung beweist: Es geht auch anders herum !
[lange gebraucht, um mit schuhen fahrn zu koennen, kommt mir immer noch "unnatuerlich" vor]
Ja, habe ich mir inzwischen auch angewöhnt - Heizung im Auto aufdrehen und voll nach unten, Fenster runter, wenn´s zu warm wird, und Schuhe weg !
[sonst keine dezidierte barfussgeherin, in stadt tu ichs normalerweise nicht, wenns warm ist fast immer]
Sehe ich ähnlich: Auf harten Untergründern (Teer, Platten, etc) finde ich´s unangenehm. Auf Asphalt laufe ich auch nur dann einigermaßen gerne, wenn´s geregnet hat. Ansonsten lieber auf "Naturböden".
Barfuß in der Stadt finde ich eklig, von wegen dem ganzen Dreck und so. Ansichtssachen, ich weiß. Weiterhin gute Fahrt "ohne" Andi

Ein freundliches Hallo an alle Barfuß Fans! Wie ihr sicher schon bemerkt habt ich bin neu hier!
Ein bisschen zu meiner Person: 20 Jahre alt, männlich, Single, komme aus der nähe von Bremen!
Jetzt aber zurück zu Thema. Da ich mir eine Achillessehnenentzündung eingefangen habe, kann ich es nicht lange in Schuhen aushalten. Also habe ich mich kurzerhand dazu entschieden Barfuß Auto zu fahren! Das war so ein schönes Gefühl! Und die Fußsohlen werden nicht einmal schwarz dabei! Man hat dabei soviel Gefühl für die Pedalen! Und dann werden die Füße auch noch so schön gekühlt von den Pedalen!
Das einzige was dabei stört ist dass man so schnell abrutscht! Und dass man irgendwann stehen bleiben muss!
Mit freundlichem Gruß Maddog

[Achillessehnenentzündung eingefangen ... nicht lange in Schuhen aushalten]
Eine unschöne Art zu seinem Glück gezwungen zu werden...
[Barfuß Auto fahren ... schönes Gefühl ... Füße auch noch gekühlt von Pedalen]
Das dürfte Hardware-Abhängig sein. Bei Dir sind die Pedale wohl einfach nacktes Metall, oder? Die Pedale in meiner Kiste haben so 'nen Gummiüberzug für bessere Haftung, da ist nix mit Kühlung (dafür ist bei mir die Lüftung zuständig).
[was stört ist dass man schnell abrutscht]
Kann ich nicht nachvollziehen. Dürfte wohl aber wieder durch den Hardware-Unterschied bedingt sein.
Barfuß kann man sich aber eigentlich recht schön mit den Zehen am oberen Pedalrand festkrallen, dann rutscht da nicht mehr viel. Viel gefährlicher ist - gerade im Herbst - nasses Laub unter Schuhsohlen. Damit kann man abrutschen wie auf Eis, und man kann es dank der Schuhe auch nur durch explizites Nachgucken entdecken.
Das Hauptargument gegen barfüßiges Autofahren ist ja meist, dass man bei einer Vollbremsung nicht voll reintreten könnte. Wie mir letztens ein etwas chaotisch fahrender "Verkehrspartner" zeigte, gehört das aber auch in den Bereich der Fabel verwiesen (dem Quieken meiner Reifen nach hätte ich auch mit schweren Stiefeln nicht mehr Bremswirkung erzielen können).
Wenn es drauf ankommt, tritt man eh reflexartig in die Eisen und denkt nicht mehr darüber nach ob man sich einen Zeh verbiegen könnte. mfG Rol

Hallo, als begeisterter Barfußläufer ( Sommer ), fahre ich natürlich auch barfuß Auto. Ich habe jetzt ein tolles Zubehör für Barfußfreaks entdeckt. Es ist das "Barefoot- Gaspedal". Es ist im Zubehörhandel für US - Cars erhältlich, hat die Form eines (natürlich) nackten Fußes und wird über dem normalen Gaspedal befestigt.
Es kostet ca. 24,00 DM. Andreas S.

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Barfuß Autofahren gerade auch im Winter
(Forumbeiträge im Herbst 1999)

Barfuß im Winter draußen sein - Die Lösung!
Hallo, leider kommt jetzt auch für die abgehärtetsten unter uns eine schwierige Zeit, der Winter.
Spätestens nach den ersten Frostbeulen resignieren viele unnötig. Dabei ist die Lösung einfach und bequem: Barfuß Autofahren! Natürlich ist das nicht das selbe wie im Sommer, gerade wenn man so eine Juppy- und Bonzenpanzer hat, mit Automatik, Bremsverstärker usw..
Meine Ente gibt aber die Bodenbeschaffenheit noch sehr direkt wieder, barfuß kann man auch viel sensibler kuppeln, bremsen und Gas geben. Gerade auf vereisten Straßen und verschneiten Wanderwegen war das schon häufig entscheidend! Zum Schneeketten aufziehen entscheidet natürlich jeder selber, ob er nicht doch Schuhe anzieht. Ich nehme zwar bei meinen Autowanderungen aus Prinzip keine Schuhe mit, empfehle aber jedem trotzdem, zumindestens Notsandalen nicht zu vergessen! CU Euer Matze

hi Matze, gute Idee, ich hab es gleich probiert und - wie viel zeit man so im Auto sitzt - es ist ein neues Lebensgefühl. eben das Gefühl für gas und Kupplung. ich nehme an, ich spare ´nen Haufen Sprit bei soviel Gefüüüühl!!!!!!!!!!!! fanta, der schwarzfußindianer

Nun, der Ansatz ist im Prinzip nicht schlecht. Gleichwohl empfehle ich für den vollendeten Winter - Genus das barfüßige "am-Fenster-stehen-und-Glühwein-trinken-und-verschneite-Wege-betrachten" um barfüßig und komfortabel jene etwas kühlere Jahreszeit zu überstehen. Gegenüber der Methode "Autowandern" muss man da nicht einmal Sandalen zum Schneekettenaufziehen mit sich führen. Obwohl - zur Sicherheit empfiehlt es sich vielleicht doch, den Schuhschrank zumindest in Sichtweite zu halten, sollte jemand plötzlich das Fenster öffnen. Den Bleifuß grüßt radelnd Kai

Hallo Barfüßer, mein erstes Auto - zur Studentenzeit und vom Munde abgespart - war eine Ente. Ihr Gebläse und die Innentemperaturen zur Winterzeit habe ich nicht in so guter Erinnerung - andere Autos sind da gewiss etwas barfußfreundlicher ... Dass man aber im Winter - zumindest phasenweise - ganz genussvoll barfüßern kann, wurde im letzten Winter im Forum recht ausgiebig beschrieben und kann von jedem in der Jahreszeitenrubrik im "Best of" nachgelesen werden.
Warme Füße wünscht Georg
PS : Kai, Deine Glosse war köstlich !

Hallo Matze, [Barfuß Autofahren] ...macht Spaß, da gebe ich dir uneingeschränkt recht.
[Ente gibt Bodenbeschaffenheit direkt wieder, barfuß kann man sensibler kuppeln, bremsen und Gas geben]
Also, ne Ente bin ich auch mal gefahren, das ist allerdings schon ein paar Jährchen her (leider, war mein schönstes Auto bis jetzt). Allerdings: Wenn ich so daran denke, wie oft ich sie im Winter nur durch Anschieben/ Starthilfe usw. in Gang gebracht habe - oder auch nicht - da habe ich doch ein bisschen Bedenken, ob du die Notsandalen nicht doch zu einem Pflichtbestandteil deines Kofferraums machen solltest... Erzähle doch noch ein bisschen, was du so im Sommer barfuß machst (außerhalb deiner Ente), wohin dich deine winterlichen Barfuß - Fahrten so führen (wie kommst du denn am Ziel ohne Schuhe klar ? - oder steigst du etwa gar nicht aus der Ente aus?)
In welcher Region hat man den die Chance, einem barfüßigen Entenfahrer zu begegnen?
Es grüßt der barfüßige Entenfan Moritz

Im Sommer gehe und fahre ich oft barfuß, z. B. mit meiner Freundin ins Freibad, Stadtbummel oder Picknick. Oft bleiben unsere Schuhe ganz zu hause. Sie hat mich dazu motiviert, im ersten Jahr als ich den Führerschein hatte.
Auch bin ich der Meinung dass Sommerfußbekleidung von Badelatschen - Art ein viel zu großes Sicherheitsrisiko beim Fahren ist (unverantwortliche Fahrweise im Versicherungsjargon). In der deutschen Straßenverkehrsordnung steht auch nirgends dass barfuß am Steuer verboten sei.
Aber jetzt kommt der Hammer: Weil kein 12 - Monate - Barfüßer, fahre ich wieder mit Socken und Schuhen, aber jedes Jahr das gleiche: Das Gefühl auf Schuhsohlen die Pedale zu treten ist total ungewohnt z. B. beim Bremsen. Mangelhaftes Gefühl. Das Problem bleibt jeweils etwa eine Woche, dann sind die Fußsohlen und Gelenke wieder an das Schuhfahren gewohnt.
Haben andere ähnliche Erfahrungen , und Tipps ? (abgesehen vom Vorschlag barfuß weiterzufahren) steveh

Mach Dir keine Gedanken, fahr im Sommer weiter barfuß, im Winter mit Schuhen, nur sei eben in der Zeit wo Du vom einen auf das andere umsteigst extra vorsichtig beim Fahren. Marco

Die Umgewöhnungsphase dürfte normal sein. Meine Erfahrung ist: je schwerer die Schuhe, desto schwieriger der Umstieg. IMHO ist der Umstieg von mit auf ohne Schuhe aber wesentlich unproblematischer.
Da hilft wohl nur während der Umgewöhnungsphase ein wenig vorsichtig zu sein... mfG Rol

Gestern Abend habe ich einen kurzen Barfußspaziergang durch den Schnee absolviert. Dabei nahm ich einen Langlaufweg neben der Straße; da es schon dunkel war, wollte ich nicht weit weg von der Straße in den Wald aber ich wollte auch nicht gesehen werden (jobtechnisch bedingt).
Wie empfohlen hatte ich die Füße vorher eingefettet. Dabei musste ich folgendes feststellen:
Ich empfand es bereits nach 10 Minuten unangenehm und habe gerade mal 20 Minuten durchgehalten. Kneipp empfahl, keine Läufe auf durchfrostetem Schnee zu unternehmen. Kann diese Empfindung daran liegen, dass möglicherweise die Temperatur unter den Gefrierpunkt gefallen war?
Danach musste ich beim barfüßigen Autofahren feststellen, dass durch das Fett die Pedale ganz schön glatt wurden; Abrutschgefahr.
Schließlich habe ich auf spiegelglatter Fahrbahn eine 180-Grad-Drehung vollzogen. Glücklicherweise stand nichts im Weg und konnte das Auto (noch nicht mit ABS ausgestattet) entgegen mehrerer Verkehrsregeln zum Stehen bringen.
Nachdem schon mehrfach hier diskutiert wurde, das es nicht verboten ist, barfuß Auto zu fahren, stellte ich mir aber die Frage, welche Konsequenzen es gehabt hätte, wenn etwas passiert wäre.
Der Unfall war nicht auf das barfuß fahren zurückzuführen, sondern auf die Straßenverhältnisse. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass hier Versicherungen ähnlich wie beim Zigaretten während der Fahrt aufheben grobe Fahrlässigkeiten unterstellen und nicht zahlen würden.
Hat hier jemand schon positive oder negative Erfahrungen gemacht?
Kalte Gr(F)üße aus Thüringen Lothar

Einer meiner regelmäßigen Barfußwanderkameraden hat einmal bei einer Versicherung angefragt. Die Auskunft war, dass noch nie wegen barfüßigen Autofahrens ein Regressanspruch geltend gemacht wurde (aber einige Male schon wegen extremer Plateauschuhe). Allerdings wurde dies für die Zukunft nicht definitiv ausgeschlossen.
Wenn die Versicherung nachweisen könnte, dass die Bremse nicht ordnungsgemäß bedient wurde, wäre ein barfüßiger Unfallfahrer vielleicht ein Anreiz, die Zahlungsverpflichtung abzuwälzen. Also ist doch etwas Vorsicht beim Autofahren mit eingefetteten Füßen am Platze -- ansonsten fühle ich mich barfuß beim Autofahren genauso sicher wie "Age of Harp" beim Bedienen der Konzertharfen mit sieben Pedalen!
Serfuß, Lorenz

Auch ich habe seit meiner Fahrschulzeit Bedenken barfuß Auto zu fahren, was mich allerdings nie daran gehindert hat, es trotzdem zu tun. Mein Fahrlehrer meinte damals, es sei nicht erlaubt.
Meine Meinung dazu ist, dass man erst mal die Schlappen und Plateausohlen aus dem Verkehr ziehen sollte, bevor (wenn) man anfängt, sich über Barfüßer (am Lenkrad) zu mokieren. Ich bin letzten Sommer (erstmalig) von der Polizei angehalten worden und durfte (da ich etwas steif und mit den Füßen unter der Pedalerie versteckt die Routinefragen der Beamten beantwortete), zum "Pusten" aussteigen. Entgegen meinen -zugegeben schlimmen- Befürchtungen ist nichts passiert. Mindestens einem Beamten sind meine bloßen Füße zwar aufgefallen, aber es war überhaupt kein Thema (der Alco - Test sowieso nicht).
In der Hoffnung, dass auch in Zukunft diese Toleranz geübt werde, wünscht Euch weiterhin lustige Füße, Franek

Gegen das Barfußfahren ist nichts einzuwenden, aber Fett auf Schuhsohlen, Fußsohlen oder Pedalen würden die Versicherungen eher nicht akzeptieren... ich würde mir jedenfalls eingefettete Füße vor dem Abfahren gründlich abwischen Schneematsch oder Fett ist gefährlich, egal ob zwischen Pedal und Schuhsohle oder zwischen Pedal und Fußsohle steveh

Wenn die Versicherung meint, dass eingefettete Füße untauglich zum Auto fahren sind (und das sind sie wohl), dann wirst Du wohl zumindest einen Teil blechen müssen. Marco N.

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