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Stephan D. löst Barfußfälle
(Forumbeiträge im Herbst 1999)

Guten Abend, mein Name ist Derrick, Operinspektor Stephan Derrick, Mordkommission.
Ich finde Ihr Verhalten vorbildlich. Barfußlaufen ist gesund, wirkt ausgleichend und stärkt die Fußmuskulatur.
Ich wünschte mir nur, dass nicht nur Sie, die Sie ehrenwerte, rechtschaffene Menschen sind, sich des Barfußlaufens hingeben, sondern auch alle Ganoven. Man könnte diese Menschen dann nicht nur anhand ihrer Finger- sondern darüber hinaus auch anhand ihrer Fußabdrücke dingfest machen.
Ich wünsche Ihnen noch einen guten Abend. Komm Harry, wir gehen! Stephan

Guten Abend. Mein Name ist Derrick. Oberinspektor Stephan Derrick, Mordkommission.
In meinem neuen Beitrag möchte ich Ihnen von den Ermittlungsarbeiten in meinem ersten Barfußfall berichten.
Mein Kollege Harry Klein hat diesen Bericht verfasst:

Derrick und Klein klingeln an einer Wohnungstür, auf der "Frau Müller" steht. Eine Frau öffnet die Tür.
Derrick: "Guten Abend. Mein Name ist Derrick. Oberinspektor Stephan Derrick, Mordkommission. Das ist mein Assistent Harry Klein."
Harry: "Guten Abend."
Frau Müller: "Guten Abend."
Derrick: "Dürfen wir eintreten?"
Frau Müller: "Ja."
Derrick: "Frau Müller, wir müssen Ihnen eine Mitteilung machen. Ihr Mann ist ..."
Frau Müller: "Tot?"
Derrick: "Nein, barfuß."
Frau Müller: "Barfuß?"
Derrick: "Ja, barfuß."
Frau Müller: "Wie denn das?"
Harry: "Ohne Schuhe."
Frau Müller: "Nein, ich meine: wie ist das passiert?"
Derrick: "Harry, sei ruhig."
Harry: "Ja, Stephan."
Derrick: "Wir haben Ihren Mann am Isarufer aufgegriffen. Barfuß."
Harry: "Ja, er war barfuß."
Frau Müller: "Warum erscheint dann die Mordkommission bei mir?"
Harry: "Weil wir zufällig auch am Isarufer waren und Ihren Mann gesehen haben."
Derrick: "Richtig, Harry."
Harry: "Danke, Stephan."
Derrick: "Bitte, Harry."
Frau Müller: "Das ist doch nicht verboten!"
Derrick: "Das nicht. Aber ihr Mann hat uns berichtet, dass sie ihm die Schuhe weggenommen hätten, damit es länger dauert, bis er nach Hause kommt, weil Sie einen Liebhaber hier hätten, mit dem Sie ihn betrügen."
Harry: "Ja, so war seine Aussage."
Derrick: "Sagte ich doch gerade, Harry."
Harry: "Ja, Stephan, ich weiß."
Derrick: "Wenn Du es weißt, warum bestätigst Du es dann noch einmal?"
Harry: "Um Dir recht zu geben, Stephan."
Derrick: "Danke, Harry."
Frau Müller: "Da hat er sie angelogen. Er läuft gerne barfuß, traut sich aber nicht. Also hat er Ihnen diesen Unsinn erzählt."
Plötzlich steht der Mann in der Tür. Er hat alles mit angehört.
Herr Müller: "Ja, ich habe Sie angelogen."
Derrick: "Falsche Aussagen sind strafbar!"
Harry: "Ja, so ist das."
Herr Müller: "Werde ich nun bestraft?"
Derrick: "Ich werden von einer Anzeige absehen, wenn Sie mir versprechen, sich heute Abend im Internet "Hobby? Barfuß!" anzusehen."
Harry: "Ja, gute Homepage."
Derrick: "Ich weiß Harry."
Harry: "Ja, Stephan."
Herr Müller: "Ja, werde ich tun."
Derrick: "Komm Harry, wir gehen."
Harry: "Ja, Stephan."

Klasse Idee! Kommt da noch mehr so Kreatives? Das bringt das Barfuß - Fernsehen ins Barfuß - Forum!
Großes Lob und *grinsnochimmer* Gabi

Derrick: "Guten Tag Gabi, hier ist Derrick, Oberinspektor Stephan Derrick, Mordkommission. Das ist mein Assistent Harry Klein."
Harry: "Guten Tag, Gabi."
Derrick: "Wir haben uns sehr gefreut, dass Ihnen unser erster Barfußfall gefallen hat."
Harry: "Ja, das haben wir."
Derrick: "Sobald wir einen neuen Barfußfall zu lösen haben, wird Harry natürlich alle Dialoge genau aufschreiben und ich werde diesen Beitrag dann ins Forum setzen."
Harry: "Richtig, Stephan."
Derrick: "Danke, Harry."
Harry: "Bitte, Stephan."
Derrick: "Bis in Kürze, Gabi. Komm, wir gehen, Harry."
Harry: "Ja, Stephan."

Mein zweiter Barfußfall
Guten Tag, Mein Name ist Derrick, Oberinspektor Stephan Derrick, Mordkommission. Gerade konnten ich und mein Assistent Harry Klein unseren zweiten Barfußfall erfolgreich abschließen.
Ich habe Harry natürlich die Anweisung gegeben, alles so aufzuschreiben, wie es sich zugetragen hat, um Ihnen die Ermittlungen hier präsentieren zu können:

Morgens. Derrick sitzt schon im Büro. Er hat gerade ein Telefonat beendet. Da kommt Harry zur Tür herein.
Harry: "Guten Morgen, Stephan!"
Derrick: "Guten Morgen, Harry. Harry, Du brauchst Deine Jacke gar nicht erst auszuziehen. Ich habe gerade ein Telefonat vom Chef bekommen. Eine Bank ist überfallen worden und das zuständige Dezernat hat Personalprobleme. Wir sollen einspringen und den Fall übernehmen."
Derrick und Harry fahren zum Tatort. Sie steigen gerade aus, als ein Streifenpolizist auf sie zukommt.
Polizist: "Guten Morgen, Herr Operinspektor. Ein Überfall auf die Bank, Beute 10.000.- DM. Wir haben bereits einen Tatverdächtigen festgenommen."
Harry: "Irgendwelche besonderen Kennzeichen?"
Polizist: "Ja, er ist barfuß."
Derrick: "Harry, er ist barfuß."
Harry: "Dann trägt er also keine Schuhe."
Derrick: "Und auch keine Socken."
Harry: "Wenn er keine Schuhe trägt, ist er barfuß."
Derrick: "Nein Harry, es hätte ja sein können, dass er Socken anhätte, dann wäre er nicht barfuß, auch, wenn er keine Schuhe tragen würde."
Harry: "Stimmt, Stephan."
Derrick: "Ja, Harry."
Derrick: "Bringen Sie den Mann zum Präsidium!"
Polizist: "Ja, Herr Oberinspektor."
Auf dem Präsidium wird der Mann in Derricks Büro gebracht.
Derrick: "Guten Tag. Mein Name ist Derrick, Oberinspektor Stephan Derrick. Das ist mein Assistent Harry Klein."
Harry: "Guten Tag!"
Verdächtiger: "Tag. Ich weiß gar nicht, was ich hier soll! Kann mir mal einer sagen, was eigentlich los ist?"
Derrick: "Nehmen Sie erst mal Platz. Wollen Sie einen Kaffee?"
Verdächtiger: "Ja, gerne, ohne Milch."
Derrick: "Harry, ein Kaffee ohne Milch."
Harry: "Die Milch ist leider alle, kann es auch ein Kaffe mit Zucker sein?"
Derrick: "Harry..."
Harry: "Tut mir leid, Stephan."
Derrick: "Ist schon in Ordnung, Harry."
Harry: "Danke, Stephan."
Derrick: "Bitte, Harry."
Derrick: "Nun packen Sie mal aus."
Verdächtiger: "Also, ich war heute Morgen hinter dem Bankgebäude barfuß unterwegs, weil der Boden dort eine unvergleichliche Struktur hat, die ein ganz eigenes Barfußempfinden ermöglicht. Dort habe ich mich etwa 20 Minuten aufgehalten. Dann kam der Bankdirektor und bat mich zu gehen, weil es sich, wie er sagte, um ein Privatgrundstück handeln würde. Daraufhin verließ ich das Grundstück."
Derrick: "Das hat uns der Bankdirektor auch so gesagt. Ihr Problem ist jedoch: Der Bankräuber hatte genau die gleiche Kleidung an wie Sie."
Harry: "Morgens wird ein Mann hinter dem Bankgebäude gesehen und Nachmittags wird die Bank von einem maskierten Mann, der genauso gekleidet ist wie der Barfüßer am Morgen, ausgeraubt. Wissen Sie, wie ich die Sache sehe: Sie haben morgens die Bank ausgekundschaftet und sind Nachmittags - wenn auch beschuht und maskiert - in die Bank gegangen und haben sie ausgeraubt. Danach haben Sie die Beute versteckt, haben sich Schuhe und Maske entledigt und haben danach wieder den harmlosen Barfußläufer gespielt - bis zu Ihrer Festnahme, die wir einem aufmerksamen Zeugen zu verdanken haben."
Derrick: "Harry, nicht so voreilig!"
Harry: "Aber Stephan, wenn Du mich fragst, die Indizien sind erdrückend!"
Derrick: "Langsam, langsam, Harry..."
Harry: "Na gut, Stephan."
Verdächtiger: "Das ist doch alles Unsinn! Ich habe die Bank nicht ausgeraubt!"
Derrick: "Entschuldigen Sie uns für einen Augenblick! Otto, komm mal bitte rein und pass auf unseren Verdächtigen auf."
Derricks Kollege erscheint und Derrick und Harry verlassen das Zimmer und gehen in den Nebenraum.
Derrick: "Harry, er war's nicht."
Harry: "Aber Stephan?"
Derrick: "Er war es nicht, Harry!"
Harry: "Wie kommst Du darauf?"
Derrick: "Menschenkenntnis, Harry, Menschenkenntnis. Barfußläufer sind keine schlechte Menschen. Sie sind naturverbunden und tolerant. Zugegeben, haben wohl schmutzige Füße aber deshalb noch lange nicht keine weiße Weste. Sie überfallen keine Banken."
Derrick und Harry kehren in ihr Büro zurück.
Derrick: "Danke, Otto. Du kannst gehen."
Otto: "Tschüss!"
Derrick: "Überlegen Sie mal genau: Woher wissen Sie, dass der Boden hinter dem Bankgebäude so angenehm zum Barfußlaufen ist?"
Verdächtiger: "Ein Bekannter, Herr Brenner, hat mich darauf gebracht. Er sagte, dass der Boden dort morgens um neun Uhr besonders angenehm wäre."
Derrick: "Ist Herr Brenner auch ein Barfußläufer?"
Verdächtiger: "Nein, er läuft nie barfuß."
Derrick: "Und wie kann er dann beurteilen, ob der Boden dort so angenehm zum Barfußlaufen ist?"
Verdächtiger: "Nun... na ja... darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht... seltsam ist das schon, da heben Sie recht!"
Derrick: "Und warum behauptet er, dass der Boden dort ausgerechnet um 9 Uhr besonders gut zum Barfußlaufen geeignet wäre - zu jener Zeit, wo der Bankdirektor und die Angestellten zur Bank kommen und Sie dort auf dem Grundstück sehen?"
Verdächtiger: "Darüber habe ich mir auch noch keine Gedanken gemacht!"
Derrick: "Wann haben Sie Herrn Brenner zum letzten Mal gesehen?"
Verdächtiger: "Das war neulich, als wir gemeinsam in einem Bekleidungsgeschäft waren und dort eingekauft haben. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, weil ich es lustig fand, dass er sich genau die gleiche Kleidung wie ich kaufte... VERDAMMT!!!"
Derrick: "Harry, ruf sofort den Staatsanwalt an und erwirke einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Verdächtigen Brenner!"
Harry: "Ja, Stephan."
Derrick: "Sie können gehen. Der Verdacht gegen Sie ist ausgeräumt!"
Nun- nicht- mehr- Verdächtiger: "Ich danke Ihnen!"
Derrick und Harry fahren mit einigen Kollegen zu Brenner. Bei der Durchsuchung finden sie die Beute und auch die Kleidung, die mit der des Barfußläufers identisch ist.
Derrick: "Herr Brenner, Sie sind vorläufig festgenommen. Wir legen Ihnen zur Last, dass Sie den Bankraub verübt haben und sich dabei die gleiche Kleidung wie Ihr Bekannter angezogen haben, um den Verdacht auf ihn zu lenken. Deshalb haben Sie ihm auch den Tipp mit dem Boden auf der Rückseite des Bankgebäudes gegeben. Die Zeit, die Sie angaben, 9 Uhr, wählten sie mit Absicht, weil um diese Zeit die Bankangestellten und der Bankdirektor erscheinen, ihren Bekannten somit sehen mussten. Dies diente dazu, dass es später Zeugen gab, die Ihren unschuldigen Bekannten belasteten."
Harry: "Nun, das hat nicht geklappt, einfach einem Unschuldigen ein Verbrechen in die Schuhe zu schieben."
Derrick: "Harry, das ist bei einem Barfußläufer auch gar nicht möglich..."
Harry: "Stimmt, Stephan."
Derrick: "Komm Harry, wir gehen."
Harry: "Ja, Stephan."

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