Wenn barfuß, dann richtig! - oder doch mit bzw. in Notschuhen ?
(Forumberichte im Frühling 2001)

Hallo Forum, durch Zufall sind mir am vergangen Wochenende Bilder aus meiner Schulzeit (Mitte 60er bis Ende 70er) in die Hände gefallen. Auf einigen Bildern einer Klassenfahrt waren mehrere Mädchen barfuß und auf einem Bild bin ich ebenfalls mit dieser Gruppe barfuß zusehen.
Unsere Füße sehen wie nach einem längeren Waldspaziergang aus. Ich kann mich allerdings heute nicht mehr genau daran erinnern, gehe aber davon aus, dass wir damals dort wohl mehrfach barfuß unterwegs waren. Die Bilder möchte ich hier allerdings wegen den anderen Personen nicht veröffentlichen.
Auf anderen Fotos war die Gruppe mit ‚Jesuslatschen', meine Eltern hatten mal den Ausdruck geprägt, abgebildet. Diese Latschen oder Sandalen bestanden aus einem dünnen Riemen um den großen Zeh (wie eine Schlaufe) und einem weiteren Riemen über dem Fuß. Die Sohle war nur eine einfache etwa 5 mm Starke Ledersohle. Während der damaligen Hippie-Bewegung konnte man sie in einigen Geschäften kaufen.
Ich halte diese Sandalen als ‚Notschuhe' für optimal, da sie nur die Fußsohle vor Schnitt- und Stichverletzungen schützen, ansonsten aber das Barfußgefühl erhalten bleibt. Sie sind leicht zu verstauen und haben fast kein Gewicht. Falls jemandem in einem Restaurant oder anderen Ort die baren Füße stören, dann kann man ja diese Notschuhe anziehen und darauf verweisen, dass man nun Schuhe trägt.
Nun meine Fragen hierzu: Gibt es diese ‚Schuhe' noch ? Wo kann man sie kaufen ? Hat jemand eine Bezugsquelle ? Ist solch ein Artikel eventl. für den Hobby- Barfuss- Shop interessant ?
Viele Grüße Klaus_sg

Über Deinen Vorschlag, das Barfußgefühl durch dünne Sandalen zu "erhalten", kann man natürlich geteilter Meinung sein. Sicher, Du hast da eine für Dich gute Lösung gefunden.
Ich persönlich (jetzt drücke ich Dir meine Meinung einfach ungefragt aufs Auge) halte wenig von sog. "Notschuhen" und eigentlich gar nichts von so dünnen Ledersandalen. Beim Anblick derselben könnte es manchem direkt durch den Kopf schießen: Da kannste ja gleich barfuß gehn!
Ich finde, wenn barfuß, dann richtig barfuß, also nicht "fast barfuß" mit so dünnen Sohlen, die zwar jeden Stein spüren lassen, nicht aber etwa die Wärme des Asphalts oder die sachliche Kühle von Supermarktkacheln oder von Gras etc. Da ginge schon viel vom Genuss verloren - es ist einfach nicht wie Barfußlaufen. Ganz abgesehen davon, dass solche Sandalen (bzw. Sandalen generell) Geschmacksache sind.
Ich halte es so (beim Barfußlaufen bin ich - o Schreck! - fast ein wenig borniert): Wenn ich barfuß laufe, dann nehme ich gar keine Schuhe mit. Punkt. Auch wenn ich länger - etwa bis in die Nacht - unterwegs bin. Wenn ich aber wo hin muss, wo Schuhe - aus welchen Gründen auch immer - erforderlich sind, dann komme ich gleich mit Schuhen an den Füßen. Ich fände es blöd, vor der Tür des Restaurants/ Theaters/ Haus der Schwiegereltern schnell irgendwelche Schuhe aus der Tasche zu kramen und dann verschämt anzuziehen.
Um jeden Preis Barfußlaufen brauche ich auch nicht, also quasi um jeden Meter ringen, bis es nicht mehr geht. Ein Tag/ Abend komplett in Schuhen lässt sich schon aushalten. Vor allem, wenn man damit Ärger vermeidet.
Ebenfalls ist es nicht meine Sache, bei Touren durch Städte (auch im Ausland) die Schuhe ständig an und wieder auszuziehen (also "an", rein in den Louvre, raus aus dem Louvre, Schuhe "aus"). Wenn ich auf Besichtigungstour bin, trage ich von vornherein Schuhe, wenn ich die Stadt relaxed durchstreifen will, dann lasse ich die Schuhe gleich in der Unterkunft. Bei der Anreise gehe ich schon einen Kompromiss ein, d. h. im Zug/ am Bahnhof (ich verreise am liebsten mit dem Zug) bin ich barfuß, die Schuhe sind im Gepäck. Ich mag generell keine Sandalen, wenn Schuhe sein müssen, dann nur geschlossene, am liebsten Turnschuhe, obwohl die ja schlecht für die Füße sind ...
Freilich: die Anlässe, wo ich Schuhe brauche, halte ich im Sommer möglichst gering. Auch das geht. Wenn man sonst sehr gut gekleidet, kann man überdies sogar barfuß ins Theater gehen (finde ich jedenfalls). .... Äh ... interessiert das hier überhaupt irgendwen??
Sorry, jetzt bin ich wieder ins Dozieren geraten. Ist natürlich jedem selbst überlassen, wie er es mit den "Notschuhen" hält. Ich jedenfalls brauche keine.
Liebe Grüße Lotsi

Hallo Lotsi, Ich bin ganz Deiner Meinung, was diese Ledersandalen betrifft. Wenn, dann gehe ich konsequent barfuß, so wie Du es auch in deinem Text schilderst. Ich will ja barfuß sein um den Boden zu fühlen.
Gruß Barely

Hi Lotsi, wie Du vielleicht aus den Personalien oder von meiner HP weißt, bin ich ein überzeugter Barfußläufer. Ich nutze jede Gelegenheit zum Barfußlaufen.
Trotzdem kann es ja in einer fremden Stadt bei Veranstaltungen eventl. notwendig werden Schuhe anzuziehen. Reiner Schutz vor Schnittverletzungen durch Glas oder ähnlichem. Diese Schuhe will ich wirklich nur im absoluten NOTFALL, Barfußlaufen ist einfach nicht mehr möglich, nutzen. Ansonsten bin ich genau Deiner Meinung - Barfuß wann immer und wenn immer es möglich ist (sitze wie üblich barfuß am Computer)
Viele Grüße Klaus_sg

Natuerlich interessiert uns das, Lotsi. Und insbesondere muss ich Dir in einem Punkt recht geben. Ich hasse auch Sandalen und diejenigen, die meinen, dieses Fastbarfußein wuerde das richtige Barfußein ersetzen, haben leider keine Ahnung. Ganz abgesehen davon, dass Sandalen in den meisten Faellen haesslich und unaesthetisch aussehen. Solche Geschmacksverirrungen (Birkis  zumal) sieht man leider in Deutschland zuhauf. chicodescalzo

Wie ihr hier über die Sandalen herzieht kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen! Geschmacksfragen sind natürlich jedem selbst überlassen, aber ICH finde es durchaus schön und trage im Alltag immer Sandalen, weil mir die Stadt für barfuß (noch) zu dreckig vorkommt. Daheim und in der Natur bin ich dagegen mit steigender Tendenz ohne Sandalen anzutreffen.
Was mich wundert ist nur, wie überzeugter Barfußläufer es einen ganzen Tag in geschlossenen Schuhen aushalten können? Wenn ICH aus gesellschaftlichen Gründen gezwungen bin morgends welche anzuziehen, dann will ich sie mir spätestens gegen Abend nur noch von den Füßen reißen. Und dabei habe ich keine Plastiktreter, sondern gute Lederschuhe. Meine Füße sind die Kälte von Sandalen/ Barfuß einfach so gewöhnt, daß ich spätestens nach zwei Stunden bei Zimmertemperatur das Gefühl einer Schuh - Sauna bekomme.
Macht euch das eigentlich nichts aus, oder bin ich abnorm veranlagt???
Fazit: Wenn barfuß nicht möglich ist, dann erst einmal Sandalen als das kleinere "Schuh-Übel"! Feste Schuhe brauche ich dann nur ca. ein bis zweimal pro Monat.
Viele Füße Samuel

[Schuhe nur im NOTFALL, Barfußlaufen nicht mehr möglich, nutzen]
Der Notfall ist meist nicht vorhersehbar. Deshalb habe ich bei längeren Autoreisen meine Tevas im Auto, auch wenn ich sie meist den ganzen Urlaub lang nicht anziehe. Aber wenn man mal in einen Unfall verwickelt werden sollte, möchte man nicht unbedingt barfuß in der Mischung von Scherben, Öl und schlimmstenfalls Blut am Unfallort herumwaten.
Und wenn ich barfuß ins Gebirge gehe, ist immer damit zu rechnen, daß es barfuß nicht recht weitergeht, oder daß der Abstieg die Sohlen wesentlich mehr strapaziert, als ein Aufstieg, der gerade noch zu bewältigen ist.
Deshalb trage ich meine Bergschuhe im Rucksack. Sie den ganzen Tag an den Füßen zu haben, halte ich allerdings nicht aus! Für das übliche außer Haus Gehen oder für Tagesausflüge im Flachland genügt mir die Sicherheit, ein paar Streifen Hansaplast im Geldbeutel und eine Pinzette am Taschenmesser zu haben.
Herzliche Füße, Lorenz

Es ist ja hier im Forum inzwischen schon bekannt und ein paar "Dogmatikern" auch schon unangenehm aufgestoßen (ich weiß das gibt nun wieder Zündstoff ...), dass ich oft barfuß in Sandalen bin und mich trotzdem als barfuß bezeichne.
In der Stadt, an Bahnhöfen, in Zügen etc trage ich fast immer Sandalen und bin nur selten wirklich barfuß. Wenn wir ins Theater gehen oder in ein gediegenes Restaurant zum Essen, gehe ich schon in "angemessenen" Schuhen los. Bei der Arbeit trage ich bei Kunden (zumindest im Winterhalbjahr) Halbschuhe, in der Abfertigungshalle der Niederlassung wechsle ich meist und trage dann Sandalen.
Ganz anders verhält es sich draußen in der Natur. Da ziehe ich die Sandalen ganz schnell aus, bzw nehme sie gar nicht erst mit. Wenn ich auf mir bekannten Wegen wandere, nehme ich keine Notschuhe mit, außer es ist so kalt, dass ich nicht die gesamte Strecke barfuß sein kann.
Auf mir unbekannten Wanderstrecken habe ich je nach Gelände Wanderstiefel (nur bei längeren Treckingtouren) oder zumindest Sportschuhe im Rucksack. Einfach deshalb, weil man Verletzungen nie ausschließen kann. Ich habe allerdings keine Hemmungen, während einer barfüßigen Wanderung auch barfuß in Berghütten/ Gasthöfen einzukehren. Ich muss mir ja nicht gleich ein First- Class- Berghotel aussuchen.
Ansonsten geht es mir wie Lorenz, den ganzen Tag würde ich es in Wanderstiefeln nicht aushalten. Wandern macht nur barfuß Spass, wenn ich die Natur unter den Füßen fühlen kann, das feuchte Gras und Moos, die kleinen Zweigchen, die Steinchen, den Schnee, die Wärme, die Kühle. Gerade wenn ich an meinen Spaziergang in den abschmelzenden Schneeresten, mit wärmeren sonnenbeschienenen Abschnitten denke; das war ein Wohlgenuss und kann absolut nur barfuß so sein. Mit Schuhen, egal ob geschlossen oder offen, hätte ich das nie so genießen können. Leider hatte ich ja nur eine halbe Stunde Zeit.
Also, Notschuhe möchte ich nicht verdammen, es muss aber jeder selbst wissen, wieviel er/sie sich zumuten kann. Wer nicht sicher ist, tut in jedem Falle gut daran, Schuhe mitzunehmen. Das ist nur vernünftig und hat nichts mit "Stilbruch" zu tun.
Ungeübte Barfußläufer können ja bei weitem nicht so lange durchhalten, ohne sich zu verletzen, wie solche "Barfußexperten" wie Lotsi, Lorenz oder ich, die stunden- und tagelang über Stock und Stein barfuß wandern können, ohne die kleinste Schramme zu bekommen. Aber wie überall: Übung macht den Meister.
So, nun habe ich fast wieder einen Roman geschrieben!
Barfußgrüße, Bernd A

[keine Hemmungen, während barfüßigen Wanderung auch barfuß in Berghütten/ Gasthöfen einzukehren. Ich muss mir ja nicht First- Class- Berghotel aussuchen]
Weil gerade dieses Stichwort fällt, will ich doch noch ein Erlebnis vom Faschingswochenende zum Besten geben. Wir haben und da direkt im Skigebiet Axamer Lizum eine Übernachtung im komfortablen und blitzsauberen Viersternehotel "Lizumer Hof" gegönnt.
Ich hatte Skistiefel und Bergstiefel dabei, da Temperaturen unter -10 Grad angesagt waren (es stellte sich dann heraus, daß meine Frau für mich Badeschlappen als inhouse-Notschuhe eingepackt hatte). Am Abend war Gala-Diner angesagt, da konnte ich unmöglich mit Saunaschlappen hingehen. Auf meine baren Füße gab es keinerlei Reaktion, ich habe ja auch darauf verzichtet, sie auf den Tisch zu legen. Und wer sie überhaupt wahrgenommen hat, konnte sicher nachvollziehen, daß das nach einem Tag in Skistiefeln in Ordnung geht.
Aufsehen erregte ich erst, als ich am nächsten Früh bei -10 Grad barfuß in den Schnee ging. Es hatte über Nacht ca. 5 cm sehr angenehmer ganz lockerer Flocken geschneit, in denen es gut einige Minuten lang auszuhalten war. Meine Frau stand währenddessen an der Rezeption und erzählte mir anschließend, wie die Chefin mitten in einem Telefonat auf schreckte und rief: "da draußen geht ein Verrückter barfuß, der holt sich den Tod!" Meine Frau reagierte ganz professionell und sagte: "der macht das immer und ist nie krank."
Anschließend unterhielt ich mich noch mit der Hoteliersfrau, die es sehr interessant fand, daß einige deutsche Fremdenverkehrsorte Barfußparks haben. Sie erzählte auch, daß unter ihren Stammgästen eine Familie ist, die im Haus immer barfuß ist. Abschließend meinde sie: "wenn ich das natürliche Leben nicht lieben würde, hätte ich kein Berghotel."
[Ungeübte Barfußläufer können bei weitem nicht so lange durchhalten, ohne sich zu verletzen, wie "Barfußexperten", die stunden- und tagelang barfuß wandern können, ohne kleinste Schramme]
Wenn ich demnächst Jahr meine geplanten Wanderführungen ankündige, werde ich den Interessenten ausdrücklich empfehlen, Wandersandalen mitzuführen! Die Leute sollen gute Erfahrungen machen und sich nicht überfordern aufgrund anfänglicher Tollpatschigkeit wehtun. Serfuß, Lorenz

Hallo! Nach 3 1/2 Wochen Abwesenheit macht es echt Spass, die Diskussionen im BF-Forum durchzulesen.
 Bei mir ist das ein bisschen anders mit "Notschuhen" und Sandalen. Mein Motto ist: Alles zu seiner Zeit. Ich liebe die Tage und Abende, an denen die Schuhe gleich zuhause bleiben. Das Gefühl der Freiheit ist unvergleichlich.
Manchmal finde ich es toll, längere Zeiten konsequent ohne Schuhe auszukommen. (aus aktuellem Anlass: siehe dazu auch meinen Neuseeland-Reisebericht!) In dieser Beziehung mag ich mich auch noch steigern.
Wenn barfußgehen unangenehm wird, mag ich angenehme Alternativen. Unangenehm heißt für mich auch, dass ich mich nicht wohl fühle, weil mich Leute blöd anschauen oder anreden. Wo da die Grenze ist, hängt von der Situation und meiner Stimmung ab.
Eine Alternative waren da lange Zeit für mich die Espandrillos. Sandalen und Schlapfen aller Art habe ich auch immer mehr schätzen gelernt. Und meine neuersten Lieblinge sind Flipflops. Natürlich ist das alles nicht so toll wie richtig barfuß. Aber in manchen Situationen doch besser als "feste" Schuhe. Auch, weil diese Dinge schnell ausgezogen und einfach im Rucksack verstaut sind.
Bei Wanderungen, v.a. in den Bergen, schätze ich schon die Sicherheit, "Notschuhe" mitzuhaben. Je nachdem, wo ich hingehe und wie das Wetter ist, sind das dann Sandalen, Sportschuhe oder Bergschuhe. Ich bin kein besonderer Fan von Bergschuhen, v.a. wegen des ganzen Images von Wanderern mit roten Stutzen und so, das damit verbunden ist. Aber es gibt eben doch Gelegenheiten, wo es gut ist, sie zu tragen. V.a. wenn es einmal notwendig ist, schneller zu gehen (z.B. weil es schon dunkel wird, bald der Zug fährt oder ein Gewitter aufzieht.)
Oft habe ich dann die "Notschuhe" einfach an den Schuhbändern an der Rucksack gebunden, und wenn ich sie nicht brauche, ist alles bestens.
Liebe Grüße! Harald

Deinen Beitrag zum Thema "Notschuhe" fand ich sehr interessant. Vor allem deine Aussage "solange barfußlaufen nicht unangenehm wird ..."
Das ist auch meine Ansicht. Barfußlaufen kann nur dann schön sein, wenn es angenehm ist. Die Gründe, dass es das nicht mehr ist, können wie du auch sagst, sehr unterschiedlich sein: Komische Blicke, dumme Fragen, das Gefühl, unangepasst zu sein und natürlich rein mechanische Einflüsse wie zu steinig, zu kalt, zu heiß, zu viele Dornen etc.
Gruß, Bernd A

Hallo Barfüßler, durch mein Posting, in dem scheinbar einige Reizwörter enthalten waren, ist eine sehr interessante Diskussion entstanden.
Leider habe ich keine Antwort auf meine Frage nach einem Hersteller, oder einer Bezugsquelle, der damaligen Hippie-Latschen bekommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich die jüngeren Teilnehmer gar nicht an diese Dinger erinnern können und ich mit meinen 42 Jahren zu den "älteren" Teilnehmern gehöre. Eigentlich schade.
Ferner möchte ich noch ein Mißverständnis aufklären. Meine Devise ist : "Barfuß wann immer und wenn immer es möglich ist." Aber durch Glasscherben und Müll (z.B. Kirmes, Volksfest) mag ich nun mal nicht barfuß hindurch laufen. Nur zu diesem Zweck sollen diese Notschuhe dienen.
Vielleicht bekomme ich ja noch eine Antwort auf meine Frage.
Mit baren Füßen grüßt Euer Klaus_sg

Ich denke, man kann jederzeit Schuhe oder Sandalen anziehen, ohne sich rechtfertigen zu müssen! Ich mag mich mit diesen Diskussionen um das "echte Barfüßertum" nicht anfreunden. Jeder Barfüßige ist genausolange echt, wie er keine Schuhe an den Füßen hat!
Daß bequeme Sandalen nicht gerade der Gipfel der Ästhetik sind, kann ich nachvollziehen. Trotzdem ziehe ich Sandalen an, wenn es barfuß nicht geht. Und darunter Wollsocken, wenn ich mich z. B. bei -3 Grad auf's Fahrrad schwinge.
Feste Schuhe, die mir wirklich unangenehm sind, beschränke ich auf das unvermeidbare Minimum. Mit meinen Schweißfüßen ist das nämlich eine Qual!
Ich glaube, es gibt zwei Arten von Barfußläufern: Gelegenheitsbarfüßer und Verlegenheitsbarfüßer Zu ersteren zähle ich mich, wobei ich entdeckt habe, daß nahezu immer die Gelegenheit besteht. Die letzteren gehen barfuß, weil die Schuhe drücken. Da die Schuhmode zur Zeit relativ bequem ist, sind VerlegenheitsbarfüßerInnen recht selten. Laßt die Schuhmode wieder unbequem werden, und es werden in der City wieder viel mehr barfüßige Frauen zu sehen sein. Aber die tun's nicht aus Überzeugung :-((
Mir sind da die Gelegenheitsbarfüßer lieber, die vielleicht nur am Badesee oder im Barfußpark Dornstetten barfuß gehen, es aber bei dieser Gelegenheit wirklich genießen! Die tun es dann "nicht immer, aber immer öfter".
Zu den alten Hippie-Schuhen weiß ich auch nichts, heutzutage nimmt man leider Sachen aus Plastik. Ich finde die Tevas so praktisch und habe dazu sogar ein Forum gegründet -- natürlich nur, um auf der Startseite für meine HP zu werben :-))
Aber vielleicht kann man unsere Sandalen-Diskussionen dorthin verlagern, bevor sie hier off-Topic werden.
Serfuß, Lorenz

Hallo Klaus, ich fand es auch recht belustigend, daß keiner auf Deine konkrete Frage geantwortet hat. Da ich zu den Leuten gehöre, die niemals Birkenstock - Sandalen trage würden, habe ich mir vor ein paar Jahren die Sandalen, nach denen Du gefragt hast, zugelegt.
Ich hatte leider aber nur im Kreta - Urlaub das Glück, diese kaufen zu können. In Deutschland habe ich noch keinen Anbieter gefunden. Auf Kreta findet man in jeder größeren Stadt Läden, die diese Sandalen anbieten. Die Größen der Sandalen sind auch ziemlich exakt, so daß Du jemanden, der nach Kreta fliegt, bitten könntest, Dir ein Paar mitzubringen. Sie sind auch nicht allzu teuer. Damals habe ich für ein Paar 15,00 DM bezahlt. Hinzu kommt, daß sie sehr robust sind und mehrere Jahre halten.
Ansonsten solltest Du dir die Suchmaschine "copernic" 'runterladen und den Suchbegriff "Thong Sandals" eingeben. Du wirst verschiedene Anbieter, leider fast ausschließlich in den USA finden. Hoffentlich habe ich Dir hiermit helfen können.
Gruß und Fuß Andreas S.

Als ich von den sog. "Jesus-Latschen" las, fielen mir prompt deren "Verwandte" ein, die mir damals sehr gut gefallen haben. Ich meine sog. "Römer-Sandalen", also "Stiefelchen" (knöchelhoch etwa) aus Lederriemen mit mehreren seitlichen Schnallen.
Die Dinger waren - wie so vieles - einmal in Mode und man sah sie allüberall (zumindest in Griechenland Mitte der '80er). Tja, dann waren sie aus der Mode und seitdem habe ich auch keine mehr gesehen. Schade eigentlich.
Mit ein wenig sentimentalen Füßen, Franek

Hallo Klaus, im Manufactum Katalog (auswählen Kataloge "Gutes aus Klöstern/ Handwerkskunst") sind solche Sandalen, die Deiner Beschreibung nahe kommen, abgebildet.
Es ist allerdings kein Riemen nur um den grossen Zeh, sondern über den ganzen Vorderfuss, die Sandalen gibt es schwarz oder braun. Die Sandalen haben allerdings eine Gummisohle.
Auf der Manufactum Seite sind die Sanadalen auch abgebildet. Bei diesem Versand gibt es übrigens viele "Bückwaren", d.h. Sachen, die es in üblichen Geschäften und Kaufhäusern sonst nicht gibt.
Sonst köntest Du vielleicht Erfolg haben in der Freiburger Sandalenwerkstatt (Freiburg Talstrasse 9A). Darüber habe ich aber keine näheren Infos, in dem Reisebuch, wo ich die Info gelesen habe, ist das nur am Rande erwähnt.
Viel Erfolg bei der Suche nach "Bückware" Gero

Leider weiß ich auch keinen Laden oder Hersteller, der diese Latschen, die mir selbst aus den 70gern noch gut in Erinnerung sind, vertreibt. Wahrscheinlich hätte ich sonst selbst welche.
Ich dachte eigentlich, dass es hier im Forum ein paar Leute gibt, die solche Latschen besitzen und Läden wissen, wo man solche kaufen kann. Leider ist es wohl auch hier so, dass man Dinge, die aus der Mode sind, nirgendwo mehr kaufen kann. Zumindest nicht bei uns in Deutschland.
Es gibt bestimmt etliche andere Länder, wo man solche Dinge noch bekommt. Wer demnächst verreist, kann ja mal speziell danach suchen.
Ich glaube, es wären einige im Forum dankbar für diesbezügliche Tipps.
Gruß, Bernd A

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