[Barfußspaziergänge mit Kindern] [Bernhards Familie wird barfüßiger]

Barfußspaziergänge mit Kindern
(Forumbeiträge im Frühjahr 1999)

Hallo Freunde, das schöne und lange herbeigesehnte Frühlings - Wetter lockt uns ins Freie und jetzt möglichst oft barfuß in die Natur. Gestern ergab sich nachmittags dazu eine Gelegenheit, und wir fuhren "ins Grüne"; wir waren konkret unsere drei Kinder, meine Frau und ich und eine Freundin unserer Tochter.
Während ich zu solchen Gelegenheiten inzwischen gar keine Schuhe mehr bei mir habe, neigen meine Lieben da zu weniger radikalen Haltungen. Immerhin hatte unsere 12jährige Tochter (in letzter Zeit nicht gerade der zweitgrößte Barfußfan in der Familie) am Picknickplatz recht schnell ihre Schuhe aus und ihre Freundin gleich mit. Nach dem Picknick wollten wir einen Spaziergang machen, und während die Kinder an einigen vorhandenen Spielgeräten tobten, räumte ich auf und beförderte die ausgezogenen Schuhe schon mal mit dem Rest in den Kofferraum des Autos - durchaus gespannt darauf, wie es weiter gehen würde (zumal ich insbesondere auch die Reaktion des fremden Mädchens nicht einschätzen konnte).
Die beiden suchten ihre Schuhe, sahen mich barfuß am Auto und kamen hinzu. Unsere Tochter fragte sicherheitshalber (obwohl sie die Antwort schon vorher wusste), ob ich wirklich barfuß gehen wollte, und schaute kritisch auf den Weganfang (Steinchenweg neben Wiese). Ich antwortete "Ja klar" und fragte zurück, ob sie sich auch trauen würden. Nach einer kurzen Diskussion entschieden sie sich ebenfalls für die radikale Variante (Schuhe im Auto lassen) und unser Jüngster, der seine Sandalen noch trug, zog sie daraufhin ebenfalls aus und beförderte sie ins Auto.
Im Ergebnis waren wir mit einem erwachsenen und drei kindlichen Barfüßern vier Kilometer spazieren - und die Mädels so begeistert, dass sie ganz bald wieder barfuß wandern gehen wollen. Wer sagt's denn ?
Übrigens war keinerlei Druck oder Bemühung von mir (wenn man mal vom Herbeiführen der Entscheidungssituation durch das Wegräumen der Schuhe absieht) im Spiel, sondern nur die Selbstverständlichkeit meines Barfußlaufens.
Unsere nackten Füße sind also für eigene und fremde Kinder durchaus ein Ansporn !
In diesem Sinne wünsche ich Euch barfüßige Ostertage Georg

Obwohl meine Kinder gerne barfuß laufen, gelingt es mir doch nicht allzu oft, sie zu einem unbeschuhten Naturspaziergang zu animieren. Meist gibt es einfach interessantere Alternativen, besonders Treffs mit Freundinnen. Das gestrige Gastspiel der Sonne bot allerdings einmal eine Chance, die sich beim Schopf ergreifen ließ.
Nach dem Mittagessen war das Thermometer bei Sonnenschein immerhin auf 15° geklettert. Gegen halb zwei kam eine Freundin der größeren (11-jährigen) Tochter. Die Kinder gingen in den Garten und entledigten sich gleich ihrer Schuhe. Sie waren noch etwas unschlüssig, was sie anfangen sollten, also fragte ich sie (Georgs Beispiel folgend), ob sie nicht mit mir zu einem Barfußspaziergang an den Starnberger See fahren wollten.
Meine Tochter fragte skeptisch, ob der Spaziergang länger dauern würde, womit ich sie natürlich keinesfalls abschrecken wollte. Ihre Freundin war gleich sehr angetan von diesem Vorschlag, und die Kleine wollte auch mit. Meine Frau hatte keine Zeit mitzugehen, bestand aber darauf, dass ich die Schuhe wenigstens im Rucksack mitnehmen sollte (den haben sie vor dem Abend aber nicht wieder verlassen).
So sind wir eine gute Stunde am Ufer des Starnberger Sees spaziert, größtenteils auf sonnenbeschienenen Wiesen - aber auch durch einen (recht kalten) Bach sind wir gewatet. Und am Schluss haben wir uns auf einen sonnengewärmten Badesteg gesetzt und die Füße im See vom ärgsten Schlamm befreit. Die Kinder wollten nämlich anschließend noch zur Eisdiele, und selbst ein Blinder solle dort mit dem Krückstock sehen, dass Barfüße ein gutes Bild abgeben. So haben wir dann den "gelungenen Barfüßerauftritt in der Öffentlichkeit" aus meiner Fußgesundheits - Homepage gestaltet.
Auf jeden Fall hat es uns allen gefallen und gutgetan! Die beiden Freundinnen haben unentwegt geratscht, ich habe derweil auf den Weg geschaut, damit es auf keinen Fall schlechte Erfahrungen mit Glasscherben etc. gibt, und die Kleine ist stillvergnügt hinterher getrottet. Und das ganze Vergnügen verdanken wir genaugenommen diesem Forum!
Hätte Georg nicht von seinen vergnüglichen "Barfußspaziergang mit Kindern" berichtet, wär bei mir
vermutlich nicht der Groschen gefallen, wie ich die drei Nachwuchsbarfüßerinnen im Garten stehen sah.
Gerade weil die Auffassung der Forumsteilnehmer so vielgestaltig ist, gibt es immer wieder neue Anregungen, und man ist ganz frei, welche man aufgreifen will und welche nicht. Ich habe hier sowohl von den "Barfuß - Hardlinern" profitiert und bin zu einem barfüßigen Pulverschnee - Genießer geworden (allerdings nicht zu einem Fakir, was auch nie mein Ziel war), als auch von den Birkenstock - Freunden, von denen ich lerne, wie ich mit dem Schuhzwang auf dem Werksgelände am besten umgehe.
Also bin ich ganz sicher, dass mir sowohl das Barfußgehen als auch die Forumsdiskussion noch lange Zeit Spaß machen werden!
Herzliche Füße, Lorenz

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Bernhards Familie wird barfüßiger
(Forumberichte im Frühling 2005)

Private Wege mache ich ausschließlich barfuß, mit der Ausnahme, wenn ich mit meiner Frau zusammen bin. Das ist okay und der früher hier im Forum von mir beschriebene Weg, dass sich das irgendwann von alleine erledigt, geht weiter. Diese Woche ist sie z.B. beruflich nicht in Hamburg. Da ziehe ich die Schuhe also überhaupt nicht mehr an, auch nicht da, wo wir sonst nur zu zweit zu sehen sind. Nächste Woche wird sie dann manches Mal hören " ...wieso denn nun wieder mit Schuhen... " Wenn wir das noch ein paar Mal haben, wird es ihr irgendwann zu blöde werden, denke ich. Ich kann mir vorstellen, dass sie mich dann sogar bittet, barfuß zu gehen. Die Zeit arbeitet weiterhin für mich. Sie selber ist (ein Phänomen von dem ich hier schon häufig gelesen habe) schon seit ich sie kenne viel in Haus und Garten barfuß gelaufen. Sobald es aber nur zur Mülltonne ging, wurden Schuhe angezogen. Inzwischen habe ich meine Frau schon im Nachbarschaftsgespräch auf der Straße barfuß gesehen. Da ist was in Bewegung ;-)) Für den Weg zur Mülltonne zieht sie schon seit einigen Monaten keine Schuhe mehr an... ;-)))
Bei meinen Kindern setzten sich die Entwicklungen fort, wie ich sie hier auch schon mal erzählt habe.
Meine große Tochter kann sich nach wie vor vorstellen, zur Barfußläuferin zu werden, will aber den Durchbruch des Sommers abwarten und sich dann ausprobieren.
Meine zweite Tochter würde lieber auf Händen laufen, als barfuß. sogar hier im Garten zieht sie Strümpfe an.
Meine dritte Tochter ist gestern das erste Mal barfuß in die Vorschule gegangen. Sie fand das spannend. Ich habe ihr geraten, zur Sicherheit die Schuhe einzupacken. Das war gut so, denn in der Schule bekam sie Verhaltensregeln. Auf dem Schulhof muss sie Schuhe anziehen, weil Verletzungsgefahr befürchtet wird, im Schulgebäude darf sie barfuß sein. Ich werde dort keine Diskussionen führen, sondern Taten sprechen lassen. Angeblich wurde von meinem barfüßigen Herumtollen auf dem Schulhof bei Schneegestöber noch wochenlang an der Schule gesprochen. Die nächste Gelegenheit kommt bestimmt!
Meine vierte Tochter macht gerne mit, was die großen Schwestern ihr vormachen. Da hat sie je nach Tagesform verschiedene Orientierungsmöglichkeiten, die sie nutzt. Kurz: keine Linie erkennbar.
Nummer fünf schließlich ist inzwischen 1 Jahr alt, sprich, da entscheiden noch die Eltern. Ich merke aber deutlich, dass ich nicht nur bei Schuhen und Strümpfen ganz anders hinsehe, als vor meiner Barfüßigkeit, sondern dass ich insgesamt tendentiell eher kühler, als zu warm anziehe. Das bringt mir immer wieder sehr kritische Blicke der Tagesmutter ein, aber das Kind scheint zufrieden.
Viele Grüße aus Schnelsen, Bernhard (HH)