Kleine Wunden an der Sohle - schnelle Heilung
(Forumbeiträge seit Sommer 2000)

Als Anfänger kann man sich an einer größeren Scherbe ernsthaft verletzen, dies ist bei einem Geübten so gut wie ausgeschlossen.
Aber diese winzigen Splitterchen - gegen sie weiß ich auch kein Mittel. Sie scheinen von größeren Glasscherben abzubrechen, wenn man auf sie tritt, und weil sie so winzig sind, sind sie auch rasiermesserscharf. Umgekehrt sind die durch sie verursachten Verletzungen nur sehr klein - man kann den Tag über weiterlaufen, bis man zu Hause ist, und sie dann in Ruhe entfernen.
Meine Tipps:
1) Zu Hause angekommen, sind die Sohlen beim "Barfuß - Fortgeschrittenen" normalerweise schon recht saubergescheuert, wenn man in einer typischen Wohngegend wohnt - egal, wie schwarz sie vorher waren. So kann man gleich mit Punkt 2) beginnen.
Falls doch nicht: Die Füße in der Dusche kurz säubern (nur für Barfuß - Anfänger: "Wässern", Füße aufeinander abrubbeln, wenn dies immer noch nicht reicht: etwas Shampoo in die Duschtasse und auf die Fußrücken, Füße erneut gegeneinander abreiben, "klar spülen".)
2) Finger, Pinzette und die Stelle an der Sohle mit "Hansamed Spray" oder einem anderen für die menschliche Haut geeigneten Desinfektionsspray besprühen.
3) Den winzigen Einschnitt mit den Fingern auseinanderziehen, mit der Pinzette den kleinen Splitter entfernen.
4) In die mit den Fingern auseinandergezogene Mini-Wunde das Spray sprühen; ca. zwei Minuten bis zum richtigen Wirken und Trocknen warten.
5) Wunde noch mal auseinanderziehen, Hansaplast Sprühpflaster draufsprühen, loslassen.
6) Evtl. Punkt 5) noch mal wiederholen.
7) Drei bis fünf Minuten trocknen lassen.
Die kleine Wunde ist nun komplett desinfiziert uns so gut verklebt und versiegelt, dass man sofort barfuß weiterlaufen kann (vielleicht sollte man dem Sprühpflaster vor dem nächsten größeren Spaziergang doch eine Viertelstunde zum endgültigen Festwerden gönnen).
Ich weiß natürlich, dass Du kein Anfänger bist. Aber ich hoffe mit diesen Tipps gerade auch Anfängern, die diesen Text ebenfalls lesen, zu helfen, damit das Barfußlaufen in der Öffentlichkeit immer häufiger wird und nicht schon an Kleinigkeiten scheitert.
Vielleicht kann man die oben beschriebene Wundversorgung auch vor Ort vornehmen, wenn man zwei Desinfektions - Reinigungstüchlein mit dabei hat, die ggf. Punkt 1) abdecken. Deren Wirksamkeit bei pechschwarzen Sohlen habe ich jedoch noch nicht getestet, und dies war ja bisher auch nie nötig.
Es grüßt Dich aus Bonn MarkusII

Aua, das tut ja beim lesen schon weh. Hoffentlich kann ich mir das Procedere merken, wenn es notwendig sein sollte. Tolle Anleitung! Lothar

Hallo Markus, die Wundversorgung mit Desinfektion habe ich bisher auch so vorgenommen wie Du. Danke für den Tipp mit dem Sprühpflaster. Sollte ich in Zukunft auch verwenden. Tschüss Dominik

[Füße in Dusche säubern ("Wässern", Füße aufeinander abrubbeln, wenn dies immer noch nicht reicht: etwas Shampoo in Duschtasse und auf Fußrücken, Füße erneut abreiben, "klar spülen"]
Ich rubble meine Füße immer noch zusätzlich mit einer Nagelbürste ab, auf die ich ein wenig Duschgel gebe, dann sind die Sohlen wieder so richtig sauber, auch nach noch so langen Barfuß - Strecken. Schöne Füße Robert

Die bei uns häufiger vorkommenden Verletzungen durch fast unsichtbare sehr kleine Glassplitter stellen an sich kein tagelanges Problem dar; das richtige Pflaster aufzutreiben, was beim Barfußlaufen kleben bleibt und die Wunde gegen Schmutz schützen soll, weil man ja weder Schuhe noch Socken dabeihat, ist wirklich problematisch ...
Ich hatte dieses Jahr schon zwei "Bekanntschaften" dieser Art. Die erste war sehr klein und hatte sich "eingegraben", die musste ich regelrecht rauspuhlen, danach war fast sofort Ruhe; die zweite ist nur eine Erwähnung wert. Gruß Martin (KS)

Neulich war von diesem unmenschlichen Ritual in Italien die Rede. Weil ich mich beim Barfußlaufen noch nie nennenswert verletzt habe, frage ich mich, wie schnell denn (Schnitt-) Wunden an den Sohlen heilen, insbesondere wenn man weiterhin barfuß läuft. Hat jemand von euch da schon leidvolle Erfahrungen gemacht? Charly F.

So grausam, wie die Wunden an den Füßen dieser Jugendlichen aussahen, dauert das sicher lange. Ich frage mich, wie man mit solchen Wunden überhaupt noch laufen kann. Lothar

Das kann man so nicht sagen, das hängt natürlich von der Ausdehnung der Verletzung ab, ansonsten sicher nicht länger als eine vergleichbare Verletzung an einem anderen Körperteil.
Nur muss man, wenn man weiterhin barfuß läuft, einfach darauf achten, dass man die Wunde besonders gut versorgt, also gründlich reinigt und auch bei kleineren Verletzungen wegen der höheren mechanischen Beanspruchung einen Verband bzw. ein gut mit Heftpflaster befestigtes Pflaster anlegt, um einer Verschmutzung vorzubeugen - die Gefahr, die Wunden zu verschmutzen, ist natürlich an die Füßen hoch, und eine Entzündung dort ist sicherlich extrem unangenehm ... allerdings würde ich bei einer entsprechenden Verletzung erst mal auf das Barfußlaufen verzichten, wenn ich mir die Hand verletzt habe, versuche ich doch auch, die erst mal zu schonen. Ciao! Timu

[beim Barfußlaufen noch nie nennenswert verletzt ... frage mich, wie schnell denn (Schnitt-) Wunden an Sohlen heilen, insbesondere wenn man weiterhin barfuß läuft]
Erstaunlich schnell. Allerdings ist die Kombination Pflaster + Sandalen bei offenen Wunden doch stark anzuraten. Nach etwa einer Woche sind die Füße wieder voll einsatzfähig.
Diese Heilungsfähigkeit ist ein wertvolles Überbleibsel aus der Zeit, als Laufen überlebenswichtig war.
Ich habe mir mal auf der Stufenkante einer stehenden (!) Rolltreppe die dicke Haut am Fußballen aufgerissen, das hat stark geblutet (dank Fahrrad konnte ich ohne Bodenberührung nach Hause!), dann habe ich das während der nächsten Tage verpflastert und bin möglichst wenig gegangen, nach ca. einer Woche konnte ich wieder einwandfrei gehen, auch barfuß.
Spätfolgen sind absolut keine zu sehen. Die Haut erneuert sich dort sehr schnell. Unci

Es ist wirklich sehr wichtig , den Glassplitter sofort zu entfernen und zwar aus folgendem Grund:
die körpereigenen Abwehrkräfte erkennen einen eindringenden Glassplitter nicht als Fremdkörper an, wie z.B. einen Holzsplitter, der dann automatisch nach einiger Zeit vom Körper abgestossen wird , d.h. er eitert heraus. Das passiert bei einem Glassplitter nicht, vielmehr kann es passieren, dass dieser seinen Weg ins Körperinnere fortsetzt und dabei großen Schaden anrichten kann.
Ich hatte diese Problem nämlich schon einmal, allerdings im Daumen und innerhalb einer halben Stunde war der Splitter schon bis zur Hälfe des Daumens gewandert und musste durch einen kleinen Schnitt beim Arzt entfernt werden.
Jenny

Darauf sollte man es auch nicht ankommen lassen! Ich hatte mir einmal auf einem Holzboden einen ziemlich langen Splitter in die Hornhaut gerammt, der beim Herausziehen auch prompt abbrach. Der tief drin sitzende Rest piesackte mich dann derart lästig, daß ich ihn vom Arzt herausholen ließ.
Trotzdem kann mich so etwas natürlich nicht im Sommer in Schuhe zwingen.
Jetzt allerdings laufe ich nur noch im Haus barfuß. Detlev

Bei mir war das schon ein paarmal der Fall, daß ich Glassplitter (kleine und größere) in den Füßen hatte. Ich versuchte sie zu entfernen, aber vergeblich. Sie stecken heute noch drin, allerdings ohne mich irgendwie zu behindern. Halb so wild ...
Grüße Berni(N)

Hallo Berni! Also ich weiß -ehrlich gesagt- nicht, was ich von Deinem Posting halten soll. Entweder Du schreibst unkluge Dinge oder Du tust sie ...
Auch ich habe hin und wieder einmal ein Splitterchen (je kleiner, desto fieser) in der Fußsohle. In der letzten und vorletzten Saison eigentlich gar nicht, aber den Sommer davor war's echt schlimm.
Es ist manchmal nicht einfach, die Dinger zu finden (besonders, wenn man sich keine Zeit dazu nimmt bzw. die Fußsohlen bei Tageslicht zu schwarz sind), aber sie einfach stecken lassen???
Ich möchte hier niemandem zu nahe treten, aber das kann und will ich nicht glauben, daß Du die Splitter nicht finden kannst und sie einfach stecken läßt, sorry ... 
it freundlichen Füßen, FRANEK

[Holzsplitter, der automatisch vom Körper abgestossen wird, d.h. er eitert heraus]
Bitte? Heißt das, daß da jeder von Euch ein potentieller Eiterschleuderer ist? Und dann beschwert Ihr Euch noch, wenn Ihr nicht in die Mensa eingelassen werdet?
Gruß Siegbert

Natürlich nicht. Zum einen haben Holzsplitter wenig Chancen, in die zähe Haut der Sohlen einzudringen, zum anderen sollten auch Holzsplitter sofort (oder spätestens am Abend) rausgezogen werden, um solche schmerzhaften Komplikationen zu vermeiden.
Übrigens, wenn sich ein Splitter nicht sofort entfernen lässt, dann vielleicht nach einem warmen Bad bzw. Dusche. Das weicht die Haut so weit auf, dass die Splitter keinen "Widerstand" mehr leisten.
Es gibt noch was übleres: Seeigelstacheln ..... da ist es ein Segen, dass Seeigel nur in klarem Wasser vorkommen. Unci

Dass man den Holzsplitter nicht rausziehen _muss_, heisst noch lange nicht, dass man ihn nicht rausziehen kann und das auch tut.
Mehr Probleme als mit Splittern habe ich persönlich allerdings mit Pflanzendornen.
[Und dann beschwert Ihr Euch, wenn Ihr nicht in Mensa eingelassen werdet?]
Mir wurde noch nie der Zugang verwehrt. Ich bin dort schliesslich nur Kunde, kein Angestellter. [asc]

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