Sommerlicher Barfuß - Leichtsinn (eine Glosse)
Forumbeitrag im Herbst 1999

Leute, die ihre Füße das ganze Jahr über konsequent in Schuhen verstauen, lassen sich manchmal durch die Wärme des Sommers ganz spontan zum Barfußgehen verleiten. Sind sie sich jedoch der Unannehmlichkeiten und unkalkulierbaren Risiken bewusst, die diese für Anfänger völlig ungeeignete Jahreszeit mit sich bringt ??
Während im Winter federweicher Schnee die bloßen Füße umschmeichelt, muss man sich im Sommer über glutheißen Asphalt oder rissigen, ausgetrockneten Boden quälen.
Im Herbst können die Sohlen einen angenehmen Laubteppich genießen; nachdem dieser von den Frühsommergewittern weggeschwemmt wurde, tut einem auf Schritt und Tritt der harte Schotter weh.
Und im Frühling kann man seine Füße auf taufrischen Wiesen laben, ohne bei jedem Schritt eine Nacktschnecke zu zerquatschen. Wer dann noch im blühenden Klee das Bienentreten praktiziert, im hohen Gras den Hundekot übersehen und sich am Strand die Füße an scharfen Muscheln zerschnitten hat, trägt letztendlich meist ein schweres Trauma davon, das ihn zeitlebens zum Schuhfetischisten werden lässt.
Welch schlimme Folge eines unverantwortlichen Leichtsinns!
Sind wir doch froh, dass es noch andere Jahreszeiten gibt, in denen man sich gefahrlos in die Anfangsgründe des Barfußlaufens hineinfinden kann! So wollen wir schon einmal fröhlich mit den Zehen im Herbstlaub wühlen, unsere Fußabdrücke im weichen Schnee hinterlassen und im Matsch der Frühlingswiesen zu Schwarzfußindianern werden - dann werden wir auch die Unbilden der nächsten Sommerzeit mit unbeschädigten Füßen überstehen!
Herzliche Füße, Lorenz

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