Barfuß am Arbeitsplatz
(aus Forumbeiträgen seit Frühsommer 1999)

Barfuß am Arbeitsplatz - das ist ein im Forum oft geäußerter, aber eher selten verwirklichter Wunsch der Barfußläufer.
Obwohl es offenkundig kaum allgemein gültige Antworten gibt, ob es möglich ist oder nicht, lassen sich folgende Strukturen erkennen :

Und schließlich : wie fast immer, wenn es um Barfußbedenken geht, ist ein Teil der selbst auferlegten Beschränkungen zumindest bei warmem Wetter entbehrlich.

[1999] Ich hatte während meiner Studienzeit auch einige Jobs, bei denen ich barfuß sein konnte.
So war ich einmal in einem Büro in einer Autovermietung. Zuerst sind wir zu zweit, eine andere Studentin und ich, später sogar die Sekretärin im Büro barfuß gegangen. Hat irre Spaß gemacht, und wir haben auch von einigen Kunden positive Feedbacks erhalten.
Gruß und viel Spaß Oliver/ch

Ich hab zur Zeit zum Glück einen Job, bei dem ich auch barfuß im Büro herumlaufen könnte (ich mach's nur aus Rücksicht auf den Boden kaum - zumindest zur Zeit noch ;-) ).
Meine Kollegen wissen alle von meiner "Verrücktheit", jetzt in der für "Normalsterbliche" kalten Zeit gehe ich aber nicht barfuß, wenn wir z.B. gemeinsam zum McDonalds gehen; wenn's dann wirklich richtig warm ist, hab ich das aber vor, zudem noch einer von uns laut seinen Aussagen auch barfuß geht, allerdings nur, wenn's wirklich heiß ist.
Was ich mir als Softwareentwickler (zumindest zur Zeit noch) leisten kann, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich bis jetzt Single bin (noch ohne zugewiesener Quotenfrau/-freundin), ist, dass ich auch bei einem anderen Job als den jetzigen durchaus riskieren würde, von Vorgesetzten/ Mitarbeitern/ Sonstigen gesehen zu werden, bei denen das nicht so gut ist.
Wenn dann jemand meint, "so einer" darf nicht in seiner Firma arbeiten, dann is' halt a' Pech. Das Barfußgehen ist mir mittlerweile zu wichtig, als dass ich einem Job den Vorrang geben würde (solange ich, wie gesagt, nicht extrem abhängig von einem solchen Job bin).
Ciao and bye, (:Clemens:)

Hi zusammen, angeregt durch das Forum habe ich heute (nachdem ich schon das Wochenende über nur barfuß lief) auch mal einen Barfuß - Arbeitstag eingelegt vom Aufstehen bis jetzt. Bei dem Wetter (rund 27 Grad im Büro) läuft das ja eh schon unter "Selbstschutzmaßnahme".
Es war ein sehr angenehmer Arbeitstag, ohne heiße Schuhe und das ständige Verlangen diese mal auszuziehen, nur den Teppich bzw. den kühlen Linoleum - Belag zu spüren. ...
Da ich in unserem kleinen 3 1/2- Personen- Büro (der Bundesgeschäftsstelle eines Jugendverbandes) Geschäftsführer bin, kann mir zumindest kein Chef im Büro das Barfußgehen untersagen (meine Chefs sind ehrenamtlich und nur selten im Büro - vielleicht liest ja auch gerade eine/r mit ...).
Außerdem haben wir so gut wie keinen Publikumsverkehr, da fast die gesamte Kommunikation via Telefon, eMail und Fax läuft. Das ermöglicht natürlich eine etwas legerere Kleidung wie in einer Behörde oder einer "seriösen" Firma. Dadurch, dass wir in unserer Zeitschrift "WALK & more" in der nächsten Ausgabe einen Artikel übers Barfußlaufen/ -wandern bringen werden, ist das Thema Barfußlaufen eh schon thematisiert und nicht allzu exotisch. Das schwülwarme Klima gestern hat dann sicher auch zur Akzeptanz beigetragen. Mal schau'n was die nächsten Tage bringen ...
Aus letztem Absatz kann man ohne weiteres schließen, dass das nicht der letzte Barfuß - Arbeitstag war und Schuhe bei mir in den nächsten Monaten eher ein Schattendasein führen werden ...
So langsam zeigt mein Barfußlaufen im Büro erste Auswirkungen auf die Schuhmoral. An den warmen Tagen sind wir mittlerweile schon zu dritt barfuß unterwegs. Es ist halt doch angenehmer, gleich ganz barfuß zu laufen, anstelle die Schuhe unter dem Schreibtisch auszuziehen und bei jedem Schritt von diesem weg, sie wieder anzuziehen.
Das zeigt mir, dass Barfußlaufen doch sehr stark was mit dem Gefühl sozialer Akzeptanz zu tun hat. Sobald man das Gefühl hat, etwas "normales" zu tun, zeigt sich, dass viele ihre Schuhe doch nur aus Konvention tragen und zumindest bei dem herrlichen Sommerwetter gerne ausziehen. Barfüßige Grüße Kai

Nachdem ich wieder recht lange abstinent von diesem Forum war, möchte ich mich gerne mal wieder melden!
Nach einigen zwangsbeschuhten Tagen (viele Termine bei Kunden) habe ich jetzt mal eine ruhigere Woche im Büro gehabt. Das bedeutet: Seit letztem Mittwoch habe ich keine Schuhe mehr auch nur aus der Nähe angeschaut!
Der Vorteil: Mit der wachsenden Gewöhnung an die Blicke der Leute wächst auch das Selbstbewusstsein und das Barfußlaufen wird zu dem, was es eigentlich ist: ganz normal!!!
Es kostet mich weder morgens einen Gedanken, ob ich es wage, noch ob ich ein Geschäft barfuß betrete, ich mache es einfach! Das ist echt phantastisch, vor allem, weil das Wetter auch mitspielt. ...
Es ist für mich glücklicherweise ganz einfach, auf der Arbeit barfuß zu sein, da ich nämlich selbständig bin. Dies bedeutet, dass ich morgens zu Fuß in mein Büro gehen kann (ca. 20 min von der Wohnung entfernt) und immer dann die Schuhe daheim lasse, wenn ich keinen Besuch von Kunden oder keinen Besuch beim Kunden habe!
Mit erfreuten, recht schwarzen Füßen, Euer Patrick

Wenn man die Beiträge von Kai und Patrick liest, könnte man blass werden vor Neid. Oh Ihr Glücklichen! Genießt Eure Privilegien.
Meinereiner kann von so was nur träumen. Ich bin in der Marketing- und Werbebranche daheim und bei meinen Kunden oder einer Präsentation würde das eher auf seltsame Reaktionen stoßen. Außerdem hat mein Chef auch nicht viel für´s Barfußlaufen im Job übrig.
Also: Mein spezieller Gruß an alle, die sich Barfüße im Job erlauben können - ich bin im Büro in (neidvollen) Gedanken mit Euch! Gerald

Ich bin im Büro seit einiger Zeit die meiste Zeit barfuß unterwegs, wenn und nur wenn keine Kunden da sind, in der Freizeit sowieso wenn nur möglich. In Präsenz von Kunden könnte ich es mir schlicht und ergreifend nicht leisten, das wäre tödlich fürs Image, und in meinem Beruf wäre dies fatal.
Ich habe festgestellt, dass ich barfuß besser arbeite, warum kann ich nicht erklären. Irgend etwas scheint an dem DSS - Spruch "Set your feet free and your mind will follow" dran zu sein.
Warum ich das darf ? Ich bin selbst der Chef. Den Dominoeffekt bei meinem Personal hat dies aber nicht bewirkt. Eine meiner Mitarbeiterinnen ist (sehr selten) barfuß, wenn es sehr heiß ist. Die anderen lassen es bei Tevas und Birkenstocks.
Zur Etikette: Ich habe alle meine Mitarbeiterinnen vorher gefragt, ob sie keine Einwände hätten, und es sie nicht schockieren würde, wenn der Chef barfuß herumläuft. Es gab keine. Die Mitarbeiter habe ich nicht gefragt. Aquajeans

Ich sitze gerade barfuß in meinem Büro (als Selbständiger kann man sich das manchmal auch aussuchen - durch aus ein nicht zu verachtender Vorteil der Selbständigkeit) und lese die Beiträge hier im Forum. Ich empfinde das immer als angenehmen Kontrast, wenn ich im Büro barfuß bin und zuvor gestiefelt und gespornt beim Kunden war :-)
Noch mal vielen Dank und liebe Grüße an alle Barfüßler. Michael AL

Nicht nur ich scheine der Meinung zu sein, dass es "traumhaft" wäre, wenn man auf der Arbeit barfuß sein könnte. Eine Zusammenstellung von Arbeitsplätzen, wo man nicht oder nur selten in Socken, Schuhe, Sandalen hineingezwungen wird, wäre daher m.E. interessant.
Die Liste könnte z. B. so aussehen:
- Kai: Geschäftsführer der Deutschen Wanderjugend
- Miguela: Floristin
- Patrick: Selbständig
- Andreas K. und Klaus K.C. : Musikproduzenten
Sie könnte auf Wunsch auch ohne Namen und ohne konkrete Bezeichnung der Organisation bereitgestellt werden; so würde aus Kais Tätigkeit dann z.B. "Geschäftsführer eines kleinen Verbandes mit Bezug zur Natur" (oder - hoffentlich - etwas weniger Gestelztes).
So eine Liste könnte für manchen sehr hilfreich sein; für mich wäre es ein hochattraktives Kriterium, wenn ein potentieller Chef mir dies anbieten könnte. Die Frage ist jedoch: Wer filtert die Stellen aus den Beiträgen heraus?
Weiß jemand von Euch von solchen Arbeitsplätzen im Freundes- und Bekanntenkreis?
Viele Grüße, MarkusII

[2000] Na wenigstens bin ich nicht der einzige der bei dieser Hitze seine Füße in Schuhe und Strümpfe stopfen muss; wenigstens ein Trost.
Und dazu muss man sich noch von der barfüßig oder zumindest barfuß in Sandalen arbeitenden Weiblichkeit provozieren lassen, während Mann leiden muss, weil die Kleiderordnung für die männlichen Wesen eben Schuhe und Socken und Krawatten vorschreibt.
In der Beziehung sind die Damen doch sehr zu beneiden. Lothar

Wieso? Habe noch nicht erlebt, dass Frauen barfuß arbeiten dürften. Arbeite im Büro. Habe so was auch noch nicht irgendwo gehört.
Ist das bei Dir so? Oder sollte das in Sandalen arbeitende Frauen heißen.
Ganz barfuß kann ich mir nicht vorstellen Chris

Natürlich, warum nicht? Es kommt dabei wohl auf das allgemeine Betriebsklima an.
Bei uns hat eine Frau mit dem Barfußlaufen angefangen, ich habe nachgezogen und heute ziehe ich im Büro nur noch dann Schuhe an, wenn es zum Barfußlaufen zu kühl ist oder wenn geschäftlicher Besuch ansteht.
Aber Halbschuhe im Sommer? Wahnsinn ... wozu gibt es eigentlich Sandalen?
Na ja, ich bin allerdings kein Bankkaufmann... Charly F.

Barfuß im Büro geht schon, hängt halt ziemlich vom Arbeitgeber ab und ob mit Publikumsverkehr gerechnet werden muss. Bei mir im Büro (vier Personen) sind wir bei dem warmem Wetter zu zweit barfuß unterwegs. Allerdings sind wir auch keine Bank und haben keinen Publikumsverkehr.
Mir persönlich geht es so, dass ich barfüßig bei diesen Temperaturen viel frischer bin und damit auch besser schaffen kann (wie man so im schwäbischen sagt). Kai

Hallo Chris! Ich habe bei den ersten heißen Tagen des Frühlings erst die Schuhe unter dem Schreibtisch ausgezogen (ich trage - wenn ich dazu gezwungen bin, Schuhe an den Füßen zu haben - möglichst leichte Sommerschuhe mit großen Luftschlitzen, ohne Socken).
Kurz darauf bin ich dann auch barfuß im Büro umhergegangen. Meine Kollegin und mein Kollege haben nie etwas dabei gefunden; mein Teamleiter auch nicht, und auch niemand aus unserer 40- köpfigen Abteilung.
Sobald ich das Büro verlasse, um in den Gang zum Kopierraum etc. zu gehen, ziehe ich die Schuhe allerdings wieder an. Das bedeutet zwar dreißigmal am Tag "Schuhe an, Schuhe aus", aber es ist tausendmal besser, als in ihnen vor sich hinzuschwitzen, und so bin ich mehr als sieben von acht Stunden barfuß. Eine Kollegin macht es ganz ähnlich.
Heute war externer Besuch da, um sich technische Geräte vorführen zu lassen. Dies war zwar "nur" auf Sachbearbeiterebene, aber die Besucherin hat die Sandalen gleich im Büro des Kollegen gelassen und ist überall "unten ohne" herumgelaufen.
Ich glaube ganz allgemein, dass eine Reihe von Menschen eine verkrampfte Einstellung zu bloßen Füßen hat (das sind diejenigen, vor denen viele von uns in der Öffentlichkeit Angst haben). Diese Leute, die dann auch entsprechend gucken, blöde Kommentare geben oder ihr Missfallen ausdrücken, sind aber deutlich in der Minderheit.
Bei uns in der Firma ist "barfuß im eigenen Büro" etwa so, als ob man statt eines beigen ein blaues Hemd anhätte - es ist einfach nichts dabei. Was sollte auch dabei sein?
Es ist mir klar, dass diese Idealzustände nicht sehr weit verbreitet sind, aber es gibt sie! ...
Ich bin auch sehr froh, dass ich im Büro (mit drei Leuten besetzt) jetzt unter dem Schreibtisch die Schuhe abstreifen kann und auch barfuß im Büro umher laufen kann. Weder die Kollegen noch der Teamleiter haben etwas dagegen.
Als ich heute Abend - als fast alle gegangen waren - dann auch so auf den Gang und in den Kopierraum gegangen bin und mich ein Kollege dort antraf, sah er dies, aber es war für ihn völlig normal; das Gesprächsthema drehte sich um ganz andere Dinge.
Ich meine fast, dass mein "Braungebranntsein" auch einen positiven Beitrag zur Barfußtoleranz der anderen leistet. So, dies waren zu später Stunde meine für heute letzten Gedanken zum Thema "Barfußlaufen"
Ein schönes Wochenende wünscht MarkusII

Kann ich auch nur bestätigen: Heute, als ich in der Uni mal wieder Sandalen anhatte, fragte mich doch gleich einer der Kommilitonen, ob ich jetzt zum Weichei geworden sei, weil ich gar nicht barfuß unterwegs war :-) Christian

Alles schön und gut, nur barfuß zur Arbeit "kommt" wohl niemand, oder?
Ihr zieht euch dort ja "nur" die Schuhe aus. Ansonsten finde ich es toll, dass das bei euch so locker gesehen wird! Aber so "tausendprozentig" barfuß auf der Arbeit von morgens bis abends ist wohl keiner.
Oder gibt es bei euch Mitarbeiter(innen), die wochenlang gar keine Schuhe tragen, und sogar barfuß zur Arbeit erscheinen und wieder zum Feierabend gehen? Würde mich mal interessieren. Chris

Hallo Chris, was Du ansprichst, ist natürlich auch mein Traum. Bei uns in der Firma kann ich ihn nicht leben. Der einzige, der dies meines Wissens verwirklichen kann, ist Kai.
Miguela schrieb ebenfalls davon.
Ich für meinen Teil streife oft noch im Fahrradkeller der Firma die Schuhe ab und bin auf dem Heimweg dann barfuß - bis zum nächsten Morgen, bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit mache. Beim abendlichen Duschen geht der Schmutz ja restlos ab, wenn man oft barfuß läuft.
Auf dem Hinweg trage ich besagte Sommerschuhe, da schwarze Sohlen mit Sicherheit nicht mehr locker gesehen würden. Leider, leider, leider!
Ansonsten gibt es in den USA Unternehmen, in denen "Footwear optional" gilt, z.B. auch Yahoo.
Im Silicon Valley z.B. herrscht Mangel an IT- Fachkräften; und die Möglichkeit, sich nicht mehr mit überflüssiger und schädlicher Fußbekleidung herumquälen zu müssen, wird als zusätzliches Argument für die jeweilige Firma gesehen.
Ob man dort auch barfuß zur Arbeit kommt, weiß ich nicht, halte es aber für gut möglich. Ein Unternehmen, das einen Arbeitsplatz bieten könnte, bei dem "Footwear optional" gälte, hätte wohl nicht nur bei mir einen RIESIGEN Pluspunkt! Viele Grüße, MarkusII

[auch mein Traum ... kann ihn nicht leben]
Ich praktiziere das schon seit mehr als einem Jahr so (Computerspieleentwicklung). Die Firma ist jetzt zwar leider eingegangen, aber auch beim neuen Geschäftsführer der Folgefirma hab ich in den ersten zwei Wochen meiner Arbeit keine Probleme gehabt.
Ich will nichts verschreien, aber es scheint, als kann ich neben meinem Traumberuf auch eines meiner Haupthobbys praktizieren, was sich dann ja auch positiv auf die Arbeit auswirkt.
Ciao and bye, (:Clemens:)

Hallo Clemens! Meinen herzlichen Glückwunsch! Auch hierzulande scheint es eher die IT - Branche zu sein, die diese Möglichkeiten bietet, und außerdem scheinen bei uns in Deutschland kleinere Firmen mehr Freiheiten zu bieten.
Immerhin kann ich außer an den Feierabenden wenigstens von Freitag Abend bis Montag früh das "hundertprozentige" Barfuß - Feeling genießen (was natürlich ganz entschieden zu kurz ist!!).
Wie hast Du Deine Freiheit denn so beim neuen Geschäftsführer und den Kollegen "eingeleitet"? Am ersten Arbeitstag "einfach so" barfuß gekommen, oder hast Du sozusagen "taktische Zwischenstufen" eingelegt?
Bin mal gespannt auf Deine Antwort! Viele Grüße, MarkusII

[Wie hast Du Freiheit beim neuen Geschäftsführer und Kollegen "eingeleitet"?]
Dadurch dass die Sache im alten Büro gestartet ist, und auch die meisten der paar Leute auch bisher dabei waren, habe ich überhaupt nichts eingeschliffen.
Nur als wir 3 Tage bei der Mutterfirma in Schörfling (Oberösterreich) waren, hab ich Sandalen angehabt, allerdings nur im dortigen Firmengebäude selbst (außer beim Sitzen) - sicher ist sicher, und außerdem um zu zeigen, dass ich mich bei Bedarf anpassen kann (wenn mal wichtiger Besuch kommt, und ich gebeten werde, werde ich sicher keine Probleme machen ;-) ).
Ciao and bye, (:Clemens:)

Hallo Leute, ich lese dieses Forum seit einem Jahr, und da sich ja viele hier mit den Schwierigkeiten befassen, im Arbeitsalltag barfuß laufen zu können, teile ich mal hier meine durchweg positiven Erfahrungen mit.
Ich gehe seit Jahren im Sommer barfuß zur Arbeit (in einem Verlag), laufe dort auch so herum und gehe barfuß nach Hause. Auch im Winter ziehe ich im Büro oft die Schuhe aus, manchmal im letzten sehr milden Winter blieben sie dann auch nachher einfach weg. Manchmal bin ich also wochenlang ohne Schuhe.
Schwarze, ganzjährig abgehärtete Füße sind bei mir normal und ich finde das klasse. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich getraut habe, das zu machen, aber inzwischen ist es selbstverständlich. Die Kollegen sind's längst gewöhnt und würden sich eher wundern, wenn ich mal mit Schuhen auftauchen würde. Einige tun's mir sogar ab und zu gleich, besonders bei sehr heißem Wetter, allerdings nur im Haus, nicht draußen.
Vielleicht müssen die unter euch, die über Schuhzwänge stöhnen, sich einfach auch mal trauen und sehen was passiert? Fußfranz

Hallo Franz und an alle ! Es kommt aber leider auch drauf an wo man arbeitet !
An gewissen Orten kann man es sich nicht erlauben barfuß rumzulaufen, Du hast eben Glück !
In meinem Fall, Steueramt, hab ich , wenn's warm ist, Ledersandalen an, und am Schreibtisch ziehe ich die dann aus. Das ist halt so.
Am Abend gehe ich aber oft barfuß nach Hause, in meiner Freizeit dann oft ohne Schuhe unterwegs, auch wenn ich mit meiner Band spiele.
Also man muss sich an gewissen Arbeitsplätzen anpassen, kann mich noch glücklich schätzen : in der Bank muss man im Anzug und Krawatte rumlaufen !!!
Grüße aus dem sonnigen Tessin Maurizio

Immer wieder dasselbe: "was, wenn ich meinem Chef barfuß begegne?", wie viele außer mir würden stattdessen sagen müssen "was, wenn ich meinen Angestellten barfuß begegne?", wie es bei mir der Fall ist?
Ich, als stellvertretener Geschäftführer eines Einzelhandelsunternehmens, habe mich heute die letzten 2 Stunden trotz Kundenverkehrs im Laden Barfuß fortbewegt - zum ersten mal, dank der Motivation einzelner Postings dieses Forums. Bei diesem Schweiß treibenden Wetter war ich relativ salopp gekleidet, helle Jeans (hochgekrempelt) helles T-Shirt, Barfuß.
Kommentare? Ein ungläubiges "Staunen" eines Mitarbeiters (der Blick sagte alles), dann Zitat: "Tzzz, läuft der hier barfuß", was nicht negativ gemeint war, sondern eher als freundliches "ach was, sieh mal an" gedeutet werden muss. Das kam übrigens von MEINEM Chef, dem Geschäftsführer!
Es ist leider nicht mit Worten zu beschreiben. Gut, wir in unserer Firma sehen uns eher als große Familie als alles andere (Glück gehabt) - und das in DER Großstadt, Berlin. Richard

Hallo Leute, da ich in einer Bank arbeite, kommt man dort zum Barfuß laufen recht selten. Aber als ich neulich länger geblieben bin, weil ich noch sehr viel zu tun hatte, zog ich mir meine Schuhe und Socken aus und lief den Rest des Abends barfuß umher.
Es war sehr interessant den Boden in der Bank mal anders kennenzulernen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Gruß Lupo

Nur als Kunde! Und im Hochsommer, wenn ich mit Shorts, einem luftigen Hawaiihemd und barfuß in der Bank auftauche, um Geld für den Urlaub zu wechseln, ernte ich schon so manche neidische Blicke von dem beschlipsten Personal .... Unci

Finde ich super - sollten mehr Leute machen. ist eine interessante Erfahrung !
Ja, ich hab's auch mal getestet, als ich samstags Überstunden schieben durfte und sonst keiner da war - bin den ganzen Tag barfuß im Büro unterwegs gewesen.
Wenigstens kommen da keine dummen Bemerkungen :-) und 's war in keinster weise unangenehm. Andreas B.

Hallo Lupo, da ich auch in einer Bank arbeite, komme ich hier leider auch recht selten zum barfußlaufen. Habe es aber auch schon ausprobiert, wenn ich der letzte und einzige in der Bank war.
Dies veranlasst mich aber zu der Frage, wie Du es außerhalb der Bank innerhalb des Geschäftsgebietes hältst. Ich bin Kundenberater und wage es normalerweise nicht, dort barfuß zu laufen, wo mich meine Kunden oder meine Kollegen oder meine Vorgesetzten dabei erwischen könnten; und dieses Gebiet ist leider recht groß.
Hintergrund ist unter anderem, dass ein Kollege einmal von einem Kunden beim Vorstand angeschwärzt wurde, weil er es gewagt hatte, am Sonntag Vormittag im Jogginganzug durch die Fußgängerzone zu laufen und dabei einem Kunden beim Kirchgang begegnet ist. Lothar

*An den Kopf lang* Einige Leute scheinen echt keine richtigen Probleme mehr zu haben ...
Wie hat denn Euer Vorstand darauf reagiert? Hat er den Mitarbeitern Jogginganzugverbot erteilt, oder hat er die Beschwerde in die Rundablage "P" (Papierkorb) befördert, wo sie hingehört?
Was glaubt dieser Clown eigentlich soll ein Banker anziehen, wenn er z. B. mal Joggen will?
mfG Rol

Zweimal die Woche jobbe ich ein bisschen in einer Großgärtnerei in einem Vorort: eine ideale Barfuß - Tätigkeit.
Wenn ich einen Job mit Kundenkontakt hätte, würde ich mich das glaube ich nicht trauen. 
[Hier im Forum hat mal eine Floristin mitdiskutiert, die immer barfuß im Geschäft war. Ein barfüßiges Blumenmädchen -- passt doch ganz gut! Lorenz]
Es stimmt eigentlich, dass mein Nebenjob in der Gärtnerei fast etwas Klischeehaftes hat: barfüßiges Blumenmädchen und so. Ich muss allerdings einschränken, dass meine Tätigkeit dort - da ich keine Floristin bin - nur eine sehr einfache ist (Wässern, Kästen und Kübel rumtragen, Kehren etc.) und daher wenig kreativ oder gar romantisch.
Der Vorteil ist aber wirklich, dass niemand was sagt, wenn ich barfuß zur Arbeit komme. Lotsi

Hallo Lotsi, es ist zwar nur eine einfache Tätigkeit, aber vor den Büchern und (nach dem Studium) im Büro wirst Du noch genug hocken müssen. Ich habe z.B. während der Studienzeit Warenerfassung im Baumarkt betrieben. Viele tausend Artikel mussten jedes Jahr neu von Hand erfasst (=aufgeschrieben) werden, damit sie am Inventur - Stichtag dann gezählt werden konnten. Auch eine einfache und einseitige Tätigkeit.
Barfuß war da natürlich nicht drin, da ja auch die Kunden im Markt waren.
Insofern ist Deine Tätigkeit doch viel besser: Du kannst Dich bewegen, und statt einförmigem Teppich- oder glattem Industrieboden hast Du abwechslungsreichen Untergrund unter den Füßen, oft sogar Erde. MarkusII

Mein Nebenjob in der Gärtnerei ist natürlich wirklich ideal zum Barfußlaufen. In der Tat bin ich auf abwechslungsreichen Böden unterwegs, allerdings kein Gras, sondern harter Boden im Gewächshaus, Steinplatten und Erde in der Freiluftanlage, Beton im Lieferbereich und schließlich der Plastikbelag im Bus, mit dem ich zur Arbeit fahre. Lotsi

Hallo, an alle begeisterten Barfüßler, die auch bei der Arbeit Socken und geschlossene Schuhe verpönen: Es wäre mal interessant, zu erfahren, wer im Beruf barfuß sein darf.
Welche Berufe (außer Bademeister) eignen sich besonders, wo gibt es Arbeitgeber, denen das schnurz egal ist, wo läuft der Chef selbst auch barfuß rum, ist das nur in akademischen Berufen (wie Ärzte) üblich, oder gibt es auch Arbeiten für einfache Leute (wie mich), wo das völlig wurscht ist, ob man Socken und Schuhe trägt. ...
Ich selbst habe vor 7 Jahren meinen eigentlich sehr sicheren Job bei einem deutschen Massenbeförderungsunternehmen verloren, weil ich luftige Sandalen mit schwarzen Socken trug, anstatt der vorgeschriebenen schwarzen Halbschuhe. (Und bekomme das heute noch oft von meiner Familie einschließlich Ehefrau aufs Brot geschmiert). ... 
Es wurden von Seiten meiner Vorgesetzten auch immer wieder auf Sicherheitsvorschriften verwiesen. Fakt war jedoch, dass weibliche Kollegen unbehelligt barfuß (also ohne die in der Dienstvorschrift geforderten dunklen Socken) in roten, grünen etc Sandalen ihren Dienst ausüben durften. Sie machten absolut die gleiche Arbeit wie ich. Ich bin übrigens nicht rausgeflogen, sondern habe selbst das Handtuch geworfen. Damit bin ich dem Rauswurf aber lediglich zuvorgekommen. ...
Seit dem habe ich keine richtige Vollzeitarbeit mehr gefunden, nur Gelegenheitsjobs wie Taxifahren für 3,50 pro Stunde oder Schneeschippen etc oder jetzt seit einiger Zeit einen 3-Stundenjob ohne Aussicht auf "Vermehrung" der Arbeitszeit.
Mit 40 sollte sich aber so allmählich mal was tun, deshalb bin ich froh über jeden Tipp, in welche Richtung ich mich orientieren kann. ...
Für mich ist selaverständlich, dass man nicht zu jedem beruflichen Anlass barfuß sein kann. Aber das kann ich selbst entscheiden und deshalb bin ich auf der Suche, nach einer Arbeit (mehr als stundenweise), die ich normalerweise auch barfuß, bzw. mit Sandalen ausüben kann. ...
Ich denke deshalb an eine nüchterne Liste mit Jobs, die barfüßig möglich sind, wie sie im Best Of ja auch schon angeregt wurde. Gruß, Bernd A

Hallo Bernd A, leider fallen mir keine entsprechenden Vorschläge ein. Und ob der deutsche Ableger von "Yahoo!" ebenfalls der "footwear optional" - Richtlinie des Mutterunternehmens folgt, wage ich zu bezweifeln.
Ich versuche, mir bei der Arbeit den Schuhzwang möglichst erträglich zu gestalten: leichte Sommerschuhe mit Luftschlitzen, die ich so oft wie möglich (v.a. unter dem Schreibtisch) ablege.
In diese habe ich Leder - Einlegesohlen gelegt. Ich habe aber die Erfahrung machen müssen, dass auch diese Sohlen nach einigen Monaten unangenehm zu riechen beginnen, wenn man die Schuhe längere Zeit "am Stück" anhaben muss, und das, obwohl ich mich täglich dusche. Ein weiteres Zeichen dafür, wie unhygienisch und ekelig Schuhe sind!
So trage ich z. Zt. dünne Socken in diesen Sommerschuhen, zumal ich mittlerweile an einem anderen Arbeitsplatz bin als noch im Sommer, wo das Ablegen der Schuhe unter dem Schreibtisch noch "erlaubt" war. Ich weiß, dass dies im Vergleich zum richtigen Barfußlaufen eine geradezu klägliche Alternative ist, aber Du hast die Wahl ... Und die Wahl, die Du getroffen hast, stellt Dich und Deine Familie ja auch nicht zufrieden.
Um wieder Arbeit zu finden (allerdings ohne die Freiheit für die Füße), fallen mir die drei Möglichkeiten Zeitarbeit, Fortbildung (Lebensunterhalt ggf. vom Arbeitsamt finanziert), sich selber einen Rechner mit aktueller Software kaufen und diese beherrschen lernen ein.
Bei den Zeitarbeitsfirmen gibt es enorme Unterschiede in der Behandlung und Bezahlung der Mitarbeiter; ebenso sind die Fortbildungen von sehr unterschiedlicher Qualität und Arbeitsmarkt-Relevanz. Evtl. ist auch eine vom Arbeitsmarkt finanzierte Umschulung (=Erlangung einer z.Zt. gefragten Ausbildung, vor drei Jahren z.B. Heizungsbauer) drin.
Wenn mir ein barfußgerechter Arbeitsplatz bekannt würde, würde ich das natürlich sofort in diesem Forum bekannt machen. Aber leider, leider ...
In der Freizeit möglichst freie Füße wünscht MarkusII
PS: Ich weiß sehr wohl, dass das Tragen von Schuhen für einen Fast- Immer- Barfüßer außerordentlich unangenehm ist.

Also Deine Anfrage interessiert mich auch, zumal ich Schuhzwang auch ziemlich schlimm finde. Ob nun der Chef oder die Art der verrichteten Arbeit auf das Schuhetragen drängt.
Also, bitte berichtet fleißig, ob Ihr an der Arbeit die barfüßige Freiheit genießen dürft.
Am ehesten dürfte das wohl bei Bürotätigkeiten der Fall sein, oder? Freundliche Füße, Franek

Hallo Franek, deutlicher Widerspruch!!
Ich arbeite im Büro, allerdings mit Kundenkontakt. Ich habe das Glück, in einer Branche ohne größeren Kleiderzwang tätig zu sein, aber barfuß wäre schlicht und ergreifend undenkbar!
Während ich jetzt im Privatleben mit Sicherheit keine Strümpfe trage, ist selbst das im Arbeitsleben nicht möglich (bei den Temperaturen). Ich hätte das Problem, von meinen Kunden nicht ernstgenommen zu werden.
Mir wäre ein Job durchaus recht, bei dem ich barfuß arbeiten dürfte. Ist meines Erachtens in erster Linie bei Selbständigen drin. Bernd (KA)

Lieber Franek, da muss ich Dich herb enttäuschen. Bank, Versicherung u.ä. eignen sich absolut nicht zum Barfußlaufen!!
Gründe: Kunden, informelle Kleidungsvorschrift, etc.
Also zumindest, wenn Du Deinen Job behalten möchtest, rate ich wärmstens davon ab!! Liebe Grüße Herbie

Ok, bei Kundenkontakt ist es genau umgekehrt; in dieser Situation kannst Du froh sein, dass die Kleidervorschriften nicht noch weiter gehen.
Bei Bürotätigkeiten dachte ich auch eher an solche ohne Kundenkontakt.
Freundliche Füße, Franek

Hi Franek! Als Rechtsanwalt arbeite ich zumeist im Büro (bin nicht selbständig, sondern angestellt) und für mich ist es undenkbar, barfuß zur Arbeit zu erscheinen. Als "Kompromisslösung" lasse ich jedoch die Socken weg und trage nur Schuhe.
Wichtig ist dabei, auf die Fallform der Hose über den Füßen zu achten: So lassen sich auch Gerichtsverhandlungen ganz locker "überstehen", ohne dass jemand das Fehlen der Socken bemerkt. Herzliche Barfußgrüße, Markus U.

Na ja, dass ich meinen einen Nebenjob als Karate - Übungsleiter im Hochschulsport barfuß ausübe, ist ja schon irgendwie trivial, aber ich war im Sommer des öfteren auch bei meinem anderen Nebenjob barfuß.
Ich arbeite zweimal die Woche als Lehrer beim Studienkreis, einem professionellen Anbieter von Schülernachhilfe. Als ich mich dort seinerzeit im August 1999 beworben habe, war ich auch grade barfuß unterwegs, was meinem Chef völlig egal war. Eine Kollegin von mir ist im Sommer auch immer barfuß, und eine meiner Schülerinnen hat sich dann auch irgendwann mal getraut, unterm Tisch aus ihren Schuhen zu schlüpfen.
Da mich meine Schülerinnen ohnehin für verrückt halten, habe ich von ihnen auch keine weiteren Kommentare gehört... :-) SchnaXeL

Hallo, Ich bin Lehrer bei Kindern von 10 à 11 Jahre alt. Vom ersten September können die Kinder bei mir barfuß in die Klasse gehen. Ich laufe auch barfuß und die meisten lieben das.
Jetzt sind wir November, und ich bin noch immer barfuß in die Klasse. Stany (aus Belgien)

Ich arbeite als Gärtner in einem großen Gartencenter und bin seit April bei der Arbeit immer barfuß.
Mein Chef hat verlangt, ich soll eine Erklärung unterschreiben, dass ich nicht versichert bin, wenn mir bei der Arbeit was an den Füßen passiert. Ich habe das sofort unterschrieben und bin froh, dass ich weiter barfuß arbeiten darf.
Schuhe gehören eigentlich auf den Müll, aber ich habe mir noch nicht getraut sie wegzuschmeißen, obwohl sie noch von früher ziemlich durchgelaufen sind.
Ich warte vielleicht noch bis Januar, dann ist immer noch Zeit sie wegzuschmeißen.
Barfuß grüßt Euch Waldemar.

Also meiner Erfahrung nach ist es zumindest in Österreich so, dass alle Jobs im Dunstkreis von Biologie, Gärtnerei und Landwirtschaft recht barfußtolerant sind.
Meistens wohl auch nicht für ständig, aber es gibt doch viele Gelegenheiten und immer wieder auch Gleichgesinnte.
(So nebenbei: Diese Jobs haben nur einen Nachteil: Sie sind chronisch unterbezahlt - auf allen Ebenen, wenn man so sagen will.)
Liebe Barfuß - Grüße! Harald

Hallo Barfüßer, am Freitag hatte ich ein super, barfüßiges Erlebnis am Arbeitsplatz.
Ich erwartete Besuch von einer Mitarbeiterin einer Versicherung. Es war reiner Zufall, dass ich gerade zu dem Zeitpunkt auf unserem Betriebshof unterwegs war, als die junge Frau mit Ihrem Wagen bei uns ankam. Sie stieg barfuß aus Ihrem Wagen aus und kramte erst mal ein Paar Riemchen - Sandalen hinter Ihrem Sitz hervor und schlüpfte hinein. Ich schloss daraus, das Sie barfuß gefahren war. Ansonsten war Sie sportlich, aber gut gekleidet.
Ich sprach Sie mit den Worten an: "Sie können wegen mir auch barfuß bleiben. Ich würde am liebsten auch überall barfuß laufen." Sie lachte, als Sie mir die Hand gab und es entwickelte sich ein kurzes Gespräch über die Vorzüge des Barfußlaufens.
Während des Gesprächs erzählte Sie mir, dass Sie an Ihrem Arbeitsplatz (Büro mit einer Kollegin) immer barfuß ist. Sie behielt aber aus Sicherheitsgründen die Sandalen an. Wir gingen dann in unser Besuchszimmer und Sie zog sofort wie selbstverständlich Ihre Schuhen aus. Ich machte es Ihr nach. Da ich keine Socken an hatte, und ich um Ihre Vorlieben wusste, war dies auch kein Problem.
Das sich anschließende, geschäftliche Gespräch verlief für beide Seiten zur vollsten Zufriedenheit. Ein so sachliches und offenes Gespräch hatte ich seit langem nicht mehr geführt, obwohl es um "echtes Geld" ging. Lag es daran, dass wir beide barfuß waren und vielleicht durch die gemeinsamen Vorlieben die "Chemie" stimmte ?
Beim Herausgehen hatten wir beide unsere Schuhe schon vergessen und standen barfuß an der Tür, als es mir auffiel. Ich holte unsere Schuhe und Sie ging zum Auto. Sie blieb direkt barfuß, und wie ich sehen konnte, waren Ihre Sohlen schon mächtig geschwärzt. Es war also nicht Ihr erster Barfußauftritt an diesem Tag.
Da heute Samstag ist und ich nur im Büro zu tun habe, sitze ich heute zum erstenmal auch barfuß am Arbeitsplatz. Ein irre freies Gefühl. Wahrscheinlich wird es eine Ausnahme bleiben – LEIDER!?! Schöne Grüße mit baren Füßen Klaus_sg

Jetzt hab ich endlich den Traumjob gefunden, den man barfuß machen kann: Pilot bei Maledivian Air Taxi.
Fast alle Piloten und CO-Piloten der Airline sind barfuß auf ihren Wasserflugzeugen im Einsatz. Das interessante dabei ist, dass noch vor zwei bis drei Jahren die "Barfüßer" in der Minderzahl waren und ich dieses Jahr nur einen Copiloten mit Sandalen gesehen habe.
Echt genial für alle, die im Job barfuß sein wollen. Tja, fliegen müsste man können ...
Gruß Oliver/CH

[2001] Wer bei den jetzt hoffentlich steigenden Temperaturen gerne im Büro die Schuhe ausziehen möchte, um der Sommerhitze zu entgehen, aber sich nicht so recht traut, einfach nur "so" barfuß zu sein, dem kann ich noch einen Tipp geben:
Eine Plastikschüssel oder ein Eimer Wasser unter dem Tisch und die nackten Füße reingestellt, wirkt wie ein Wärmetauscher. Auch bei größter Hitze bleibt der Kopf dann kühl. Damit kann man dann auch die Kollegen oder die Sekretärin überzeugen, die in der Hitze schmoren.
Ein ehemaliger Kollege hat in seinem Büro regelmäßig von seiner Sekretärin im Sommer eine Wasserschüssel bringen lassen. Oben korrekt mit Hemd, Krawatte und oft auch Sakko gekleidet, steckten die Füße unter dem Schreibtisch in einem Bottich Wasser. Während andere längst vor Hitze vergingen, war er frisch wie am Morgen.
Anfangs lächelte man noch über seinen "Spleen", später beneidete man ihn. Ich übernahm diese Idee dann während meiner Diplomarbeit im überhitzten Dachgeschoss meiner WG - optimal!
Kai

Hallo Kai, dem kann ich nur beipflichten und ich mach das ab und zu auch im Büro! Es wirkt wahre wunder ... übrigens diesen 'Wärmetauschertrick' hat auch schon ein Tagesschausprecher des SF DRS1, ich glaube es war damals Peter Achten, während der Sendung praktiziert.
Prädikat: sehr empfehlenswert.
Marc (CH)

Hallo ihr!
es ist zwar ein Großraumbüro in dem ich arbeite, aber hier laufe ich seit etwa 6 Wochen barfuß. Die meisten Kollegen fragen nur ob es mir nicht zu kalt ist.
Das Büro ist klimatisiert. Selbst wenn draußen Sturm und Regen herrschen gehe ich barfuß im Büro. ...
Viel Spaß beim Hobby
Euer Matze

Hi Matze,
toll zu lesen, dass sich endlich mal jemand traut, ohne Schuhe zu arbeiten.
Ist das ein sehr progressives Unternehmen? Wie hat Dein unmittelbarer Vorgesetzter reagiert? Wie waren die Reaktionen Deiner Mitarbeiter in den Pausen, wo doch sicher Deine Füße Thema Nummer Eins waren?
Bernd (Gi)

Na ja, Pause gibt`s bei uns eigentlich nicht so recht. Mein Chef hat genauso reagiert wie alle anderen: Ist dir das nicht zu kalt?
Jetzt sitze ich in der Nachtschicht, natürlich barfuß; einfach herrlich! ...
Darauf gekommen bin ich, als ich einen Kollegen gesehen habe, der ebenfalls barfuß unterwegs war. Bei uns sagt auch niemand was. Im Gegenteil: es laufen verhältnismäßig viele Kollegen so rum.
viel spaß grüßt Matze

Nachdem ich gestern noch mal einen vorsichtigen barfüßigen Testlauf auf der Arbeit habe laufen lassen und den Abteilungsleiter dann auch noch so am Rande gefragt habe, ob man hier 'was dagegen hätte, wenn wer barfuß läuft und er mir grünes Licht gegeben hatte, bin ich heute barfüßig auf der Arbeit erschienen und dann den ganzen Tag auch so auf der Arbeit geblieben.
Es hat niemand 'was gesagt und ich wurde auch nicht komisch angeschaut.
Geht es anderen auch so?
Vielleicht hat ja niemand auf der Arbeit 'was dagegen und vielleicht läuft man auf der Arbeit nur nicht barfuß, weil man glaubt, dass man sich an bestimmte Konventionen halten muss? ...
Heute bin ich übrigens zum ersten 'mal auf der Arbeit auf meine Barfüßigkeit angesprochen worden (seit drei oder vier Wochen geistere ich dort auf nackten Sohlen rum). Eine junge Frau mit hohen Stöckelschuhen und meine Chefin persönlich. Nichts negatives; sie waren nur erstaunt.
Liebe barfüßige Grüße
Eva H.

Hallo Eva,
ich laufe seit etwa sechs Wochen barfuß in der Arbeit. 
Ich habe es ebenfalls mal gewagt, als ich gesehen hatte, dass Kollegen schon mal barfuß gelaufen sind, ohne dass sich jemand beschwert.
Inzwischen gehe ich schon seit einer Woche barfuß zur Arbeit und es hat noch nie jemanden gestört. Allerdings habe ich für etwaige Kundenkontakte, die zwar selten, im Prinzip aber vorkommen, immer ein Paar Schuhe in Reichweite (im Schrank).
In der IT-Branche sind die Konventionen nicht so streng. Und selbst, wenn ich mich einmal verschätzen sollte, dürfte eine entsprechende Bemerkung des Chefs kaum Folgen habe, wenn ich ohne großes Getue nachgebe.
Ich hoff, dass sich noch mehr Leute mit entsprechenden Erfahrungen hier melden, da es mich schon interessieren würde, wie hier so die Spannbreite der Toleranz ist.
Detlev

[In IT-Branche sind Konventionen nicht so streng]
Dies kann ich bestätigen (ich bin Programmierer in einem Softwarehaus).
[Ich hoff, dass sich mehr Leute mit entsprechenden Erfahrungen hier melden, da es mich schon interessieren würde, wie die Spannbreite der Toleranz ist]
Seitdem ich das erste Mal barfuß zur Arbeit erschienen bin, hatte ich deshalb noch nie Probleme, eher positive Erlebnisse:
als ich auf unserer letzten Weihnachtsfeier im Schwarzwald (Hallo Katja M, Du bist nicht die einzige, die so extrem ist, das ganze Jahr über barfuß zu sein) habe ich meine obersten Chefs (das Ehepaar Herr und Frau H.) kennengelernt (immerhin "Herrscher" über mehr als 200 Mitarbeiter).
Unter anderem sind natürlich meine bloßen Füße aufgefallen, und als ich dann im Laufe des Gesprächs gefragt wurde, ob ich auch barfuß zu Kunden gehen würde, dachte ich schon "Oh jeh, jetzt kommt's". Ich habe dann geantwortet, dass ich ja relativ selten beim Kunden bin und ich war schon dabei hinzuzufügen, dass ich dafür auch Schuhe tragen könnte, falls dies gefordert sei. Doch zu meiner Überraschung bekam ich die Antwort, dass es schon ok sei und dass ich ruhig so weitermachen solle.
Außerdem sagte Frau H. noch zu ihrem Mann, dass sie in der wärmeren Jahreszeit auch einmal barfuß gehen sollten.
Ob sie es getan haben, weiß ich nicht, was ich aber weiß ist, dass Frau H. beim Abendprogramm unserer letzten Firmenveranstaltung im Mai auch einmal für ein paar Minuten barfuß auf der Tanzfläche aktiv war.
Schöne Füße
Peter (peter_w_g)

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, ich arbeite jedenfalls beim Staatsarchiv in Wien und habe da noch nie wem barfuß xehn, und der Personalchef ist immer in Anzug und Krawatte, der Generaldirektor auch meistens, ich glaub', ich kann's mir einfach nicht erlauben, weil hier halt leider schon auf gewisse Konventionen geachtet wird!
Bin schon froh, dass ich in kurzer Hose und Boxerleiberl kommen kann, wenn's warm genug ist...
Schöne Füße aus dem sommerlichen (über 30°) Wien
Robert

[kann's mir nicht erlauben, weil hier auf gewisse Konventionen geachtet wird]
Gibt es denn keine Gelegenheit, z.B. einen Betriebsausflug oder ein anderes, ungezwungeneres Zusammensein mit Kollegen und Vorgesetzten, bei dem du das Thema mal ansprechen kannst?
[Bin froh, dass ich in kurzer Hose und Boxerleiberl kommen kann, wenn's warm genug ist]
Ich weiß ja nicht, was du genau machst ... wenn du eh im Büro rumsitzt, kannst du ja mal die Schuhe/Sandalen am Sitzplatz ausziehen und dann, wenn du z.B. zum Kopierer gehst - oder zur Kaffeemaschine :) - "vergessen", sie wieder anzuziehen. Wenn dann niemand sich mokiert, gewöhne die anderen Leute schrittweise an mehr ...
Hilfreich ist vielleicht auch, dich mit freundlichen Kollegen mal in der Freizeit zu treffen, wenn du barfuß bist.
[asc]

Hm, das dürfte vielleicht schwierig werden, weil unser Büro (ein Kollege und ich) ist etwas weiter hinten nach einem längeren Gang, wenn ich da mal Richtung Kanzlei (da ist auch der Kopierer) ohne Schuhe gehen würde und mir mein Personalchef so entgegen käme, da weiß ich dann nicht, was dann wäre, im Winter habe ich mal eine Zeit lang eine lange Jogger-Hose angelassen, weil mir die Umzieherei im Büro auf die Nerven gegangen ist, und da hat der Personalchef schon was deshalb gesagt, weiß nicht mehr den genauen Wortlaut, und es wäre gar nicht so wegen ihm selbst, aber wegen auswärtigen Besuchen, denen das auffallen könnte, da wäre barfuß ja dann noch viel extremer für solche Leute... - ich glaube, ich kann mich da nur auf's Bürozimmer beschränken, wenn ich nicht in Erklärungsnotstand geraten möchte und nicht Gefahr laufen möchte, Nervenflattern zu bekommen!
[Hilfreich ist, dich mit freundlichen Kollegen in Freizeit zu treffen, wenn du barfuß bist]
Das geht auch nicht so leicht, weil ich einen ganz anderen Tagesrhythmus habe als mein Kollege, ich bin eher zeitig im Büro, er eher später, dafür kann er auch erst später heim, er ist im Rollstuhl und daher meistens aufs Auto angewiesen, ich radle gern in der Freizeit, na ja, in einem großen, bundeseigenen Betrieb geht's halt nicht immer so leicht!
Aber dafür schaue ich schon in der Freizeit, dass ich meinen Füßen genügend Freiraum lasse!
Schöne Füße
Robert

Ich arbeite seit fast 9 Jahren auf dem Steueramt, ich habe ein kleines "eigenes" Büro, ca. 3 x 2 m groß. Da ich, wenn's warm ist meistens mit Sandalen zur Arbeit gehe, kann ich diese schnell mal abziehen im Büro.
Ansonsten kann ich nicht Barfuß rumlaufen, der Chef hat mich vor Jahren sogar wegen meiner Espadrillas gerügt, zum Glück hat er das wohl vergessen. Kurze Hosen sollen wir auch nicht anziehen (bei den Frauen sieht er das aber gerne ...)
Wenn nach 17,00 fast niemand mehr rum ist, bin ich meistens ohne Sandalen unterwegs, nach Hause gehe ich auch oft unten ohne, wenn der Teer nicht zu heiß ist.
Privat spiele ich Querflöte (und percussions) in einer funk-band, letzten Freitag konnte ich an einem open air mit einer irish-pop band ein paar stücke mitspielen, da hopste ich barfuß über die Bühne.
Die Sängerin und die Geigerin waren übrigens auch barfuß !
Weiterhin barfüßiges Wetter an alle !
hier fängt es gerade zu regnen an ... ist übrigens auch super im regen rumzustampfen !
Ciao Piffero

Und dazu ein Medienbericht:

Mit Kompass und Rucksack durchs Wattenmeer
Pellworm – An der Wattkante überprüft Knud Knudsen noch schnell seinen Kompass: "Das ist meine Lebensversicherung." Dann hängt er sich einen wetterfesten gelben Rucksack auf den Rücken, und ab geht die Post.
Im strammen Tempo marschiert der 46-Jährige von der nordfriesischen Insel Pellworm bei Ebbe ins Wattenmeer hinaus zur sieben Kilometer weit entfernten Hallig Süderoog.
Knudsen ist der einzige Wattenzusteller der Deutschen Post an der Nordseeküste. Zweimal in der Woche ist er nach Süderoog unterwegs, um den einzigen Bewohnern, dem Ehepaar Hermann und Gudrun Matthiesen, die Post zu bringen. Knudsen hat den Job erst im Juli vom Halligpostboten Jens Jensen übernommen. [...] Knudsen ist mit der Familie Liermann nicht verwandt, fühlt sich aber der Tradition verpflichtet, seinen Job zuverlässig und pünktlich auszuüben. Dafür hat er sich bei der Post vertraglich verpflichtet. Pro Tour bekommt er 80 DM. Davon kann er natürlich nicht leben. "Das ist nur ein kleines Zubrot", sagt der braun gebrannte Friese [...] Der gebürtige Pellwormer kennt das Wattenmeer wie seine Westentasche: "Und den Tidenkalender habe ich im Kopf."
Bei ablaufendem Wasser bricht er am Vordeich in der Nähe der Tammwarft auf. Sein Weg führt durch schlammigen Schlick, über harten Sandboden und auch durch drei Priele, wobei er in der mittleren Rinne wegen des knietiefen Wassers und der vielen Muscheln besonders vorsichtig gehen muss. Und das vor allem in den Sommermonaten, wo er grundsätzlich nur barfuß und in kurzen Hosen unterwegs ist, "weil ich so die Natur am besten spüre". [...]
Er freut sich vielmehr, dass er endlich seinen Traumjob gefunden hat: "Da draußen im Watt ist man ein ganz anderer Mensch. Vor allem abends, wenn man so ganz allein in der unendlichen Weite bei völliger Stille unterwegs ist und einen Sonnenuntergang erlebt. Das ist wie in einer anderen Welt. Das sind einmalige Erlebnisse und wunderbare Gefühle." [...]
[Kieler Nachrichten, 24. 08. 2001]

fussohli.jpg (920 Byte) zurück zur Übersichtsseite des "Best of"
im Hobby? Barfuß! Forum
zum Kopf der vorliegenden Seite