[Splitt und Streusalz schmälern Barfuß - Vergnügen] [Vorsicht vor Erfrierungserscheinungen]

Splitt und Streusalz schmälern das Barfuß - Vergnügen bei Schnee
(Forumbeiträge seit Winter 1998/ 99)

Schnee ist so faszinierend! Dieses weiche flockige Material möchte man auch fühlen, mit den Händen fassen - meine Frau steckt am liebsten das Gesicht hinein und ich - na ratet mal! (und die Kinder machen's nach) ... dass es unheimlich schön ist, mit den Füßen den Schnee zu fühlen. Es gibt sonst nichts, das so gleichmäßig weich ist, wie frisch gefallener Schnee!
Herzliche Füße an alle, die barfuß gehen,  Lorenz

Hallo Lorenz, wird bei euch am Alpenrand kein Splitt gestreut?
Der macht leider jedes Vergnügen zunichte. Als eigentlich reiner Sommerbarfüßer beschränken sich Ausflüge in den Schnee bei mir auf den kurzen Weg zur Tiefgarage oder zu den Müllcontainern, max. 1½ min hin und zurück. Bei dieser kurzen Zeit macht's dann auch noch Spaß.
Allerdings empfinde ich schon das kleinste fiese Splittkorn als äußerst unangenehm (auch wegen mangelndem Training im Winter) und leider ist der Hausmeister mit dem Schneeschippen sehr schnell.
Aber erst wie Lothar mit dem Auto vor die Stadt zu fahren, um anschließend 2 min durch frischen Schnee zu laufen, halte ich auch für übertrieben. So wird's bei mir nicht nur bei kurzen, sonder leider auch seltenen Trips in den Schnee bleiben. Serfuß, Jörg (Hanna)

[am Alpenrand kein Splitt gestreut? Der macht jedes Vergnügen zunichte]
Doch, leider liegt hier furchtbar viel Splitt herum, deshalb taugt mir auch nur eine stattlichere Schneeauflage, bei der man nicht bis auf die Steinchen durchtritt.
Das dumme am Splitt ist eben auch, dass er die Hornhautrisse an den Fersen vertieft, die ich jetzt über den Winter mit Creme und Feile so einigermaßen weggekriegt habe.
[Ausflüge in Schnee auf kurzen Weg zur Tiefgarage oder Müllcontainern, max. 1½ min  ... Bei kurzen Zeit macht's noch Spaß]
Wenn Du nicht aufpasst, kann es Dir schlimmstenfalls passieren, dass die Zeit allmählich länger wird, ohne dass der Spaß aufhört ... Hängt natürlich auch sehr von der Temperatur ab!
[erst mit Auto vor Stadt fahren, um 2 min durch Schnee zu laufen, halte ich für übertrieben]
Das macht am ehesten Sinn, wenn man sowieso an einer schönen Stelle vorbeifährt und ein paar Minuten übrig hat. Serfuß, Lorenz

Hallo ihr beiden. Ich habe gestern Abend auch noch einen kleinen Barfußspaziergang über einen Feldweg gemacht. Da bin ich allerdings auch per Auto hingefahren. Aber ich war sowieso unterwegs und kam aus der Kneipe. Von meiner Wohnung bis zum nächsten Feldweg ist es nicht weit und da muss ich sowieso hin, wenn ich Altglas und ähnliches entsorge. Das musste dann auch sein, obwohl ich heute morgen wieder sehr bald aufstehen und zur Arbeit musste.
Der Schnee war hier gestern Abend allerdings schon sehr nass, so dass ich es nur ca. 100 Meter den Weg entlang und wieder zurück gelaufen bin. Außerdem waren die Steine des Weges teilweise zu spüren wegen des nassen Schnees. Ich bin dann von meinem Parkplatz auch barfuß in meine Wohnung gelaufen (es war ja schon nach Mitternacht) obwohl ich hier riskiere von einer Reihe meiner Kunden gesehen zu werden, da viele hier im Umfeld meiner Wohnung wohnen.
Leider war hier der Hausmeister auch abends noch fleißig und hatte geräumt und Salz gestreut, so dass der Weg leicht überzuckert war aber auch Salzlöcher aufwies.
Ich kam bestimmt auch mit Salz in Berührung; Split wird vor meiner Haustür nicht gestreut. Lothar

Der Rollsplitt, der als Streugut überall verteilt wird, sobald eine Flocke Schnee den Boden berührt, ist wirklich eklig... ein Stück davon hat mir ein kleines Loch in der Sohle - linker Fersenballen - beschert, das einige Tage lang wehtat, so dass ich in der milden Zeit der vergangenen Woche nur auf weichen, naturbelassenen Oberflächen schmerzfrei laufen konnte ...
Also, winterliches Barfußvergnügen wünscht Euch BarefootAndy

Hallo Lothar (und alle anderen), nur mal interessehalber: Muss man als schneeliebender Barfußläufer irgendwelche Folgen auf Streusalz befürchten? Gruß Martin

Hallo Martin, also ich würde mir nachher gründlich die Füße waschen, nicht nur abtrocknen.
Ich habe auch keine Ahnung, ob das Streusalz irgendwie giftig ist. Na ja, jetzt im Winter ist mir das eh zu kalt. Gruß, Ansgar

Ich habe keine Ahnung ob das böse Folgen hat. Ich habe danach auf alle Fälle ein kräftiges Kribbeln an den Füßen gespürt, dass ich bereits von den Händen kannte, als ich selber noch Sandsalzmischungen ohne Handschuhe gestreut habe. Danach half auch nur Händewaschen. Lothar

Nein das ist nicht giftig, aber die Mischung von Schnee und Salz kann Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt erreichen (und auch weit unter den Umgebungstemperatur).
Theoretisch bis -21°C, in der Praxis vielleicht bis -10°C.
Aber das reicht auch, um sich innerhalb von ein paar Minuten Frostblasen zu holen.
Also halte ich mich lieber an den unbehandelten Neuschnee! Serfuß, Lorenz
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Vorsicht vor Erfrierungserscheinungen im Schnee
(aus verschiedenen Forumbeiträgen seit Winter 1998/99)

[Am Ende wurde es dann auch Zeit, nicht so sehr wegen Frierens, sondern weil ich deutlich merkte, dass meine Füße immer empfindlicher wurden und mich die Spuren eines Fahrzeugprofils im Schnee zu schmerzen begannen. Georg]
So schön sich das anfühlt, bei
Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt (also so ab ca. -5 °C) ist äußerste Vorsicht angesagt. Bei Kälte sind die nerven nicht mehr so empfindlich, daher werden eventuelle Erfrierungen erst bemerkt, wenn es zu spät ist.
Ich spreche aus eigener Erfahrung, aber ein freund hat die gleichen Symptome gehabt: die haut löst sich ab, und es bildet sich eine wassergefüllte blase.
Hinweis zur Therapie, wenn es doch zu spät ist: nicht die abgelöste haut entfernen! Mit einer sauberen, sterilen Nadel an der Seite die blase anstechen, damit das wasser herausfließen kann. Dann tagsüber ein Pflaster drüber und schonen, damit sich unter der blase möglichst ungestört neue haut bilden kann. Das kann bis zu einer Woche dauern, also Geduld haben.
Ich wäre der letzte, der euch den Schneespaß madig machen will, aber wenn es unter null geht, konzentriert euch auf die Sinneseindrücke der Füße, und schaut sie euch immer wieder einmal auch von unten an.
Vorher gut einfetten, und immer an eine Fluchtmöglichkeit denken!
Wenn dann der
Schnee am schmelzen ist, bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt, ist die Verletzungsgefahr weit geringer - unglaublich, was so ein paar Grad ausmachen können. unci

Hallo unci, Vielen Dank, dass Du nach Deinen eigenen Erfahrungen so genau beschreibst, wo die Grenze liegt: Offensichtlich ist eine Erfrierung so ziemlich dasselbe wie eine Verbrennung.
Ich habe kürzlich nach ca. 4 min bei -7 Grad eine geringfügig schmerzende Zehenspitze gehabt, aber keine Blase bekommen, während bei 0 Grad inzwischen eine Viertelstunde mein (Genuss-) Pensum ist, das ich auch völlig unbeschadet überstehe.
Im tiefen Schnee (wir haben jetzt einen halben Meter) reichen mir allerdings 2-3 min! Die Oberseite der Füße und die Waden sind doch ganz schön empfindlich -- aber da probiere ich es mal mit Einfetten.
Warme Füße, Lorenz

Hallo unci, find ich echt gut, dass du auch mal über negative Erfahrungen schreibst. Du bist ja sicher einer der erfahrensten Winter- und Schnee-Barfüßer.
Manchmal hörten sich die winterlichen Barfußberichte im Forum so an, als müsse man nur die Anfangsschwierigkeiten überwinden und könne dann problemlos und gefahrlos bei jeder Schneelage und bei allen Temperaturen barfuß laufen.
Ich kann mir vorstellen, dass die von dir geschilderten Erfrierungserscheinungen äußerst schmerzhaft waren, so dass du anderen ähnliches sicher ersparen willst. Ganz abgesehen davon, ist so was ja ein "gefundenes Fressen" für die große Zahl an Spöttern und Skeptikern - "wie kann man auch nur bei diesem Wetter barfuß laufen, das muss ja so ausgehen" usw.... kann man sich ja sehr gut vorstellen. Daher sollten wir uns da echt gegenseitig auf dem laufenden halten bzw. eben auch solche Schattenseiten des Barfußgenusses nicht verschweigen.
Ich wünsch dir trotzdem noch viel Barfuß - Spaß im Schnee bei hoffentlich bald wieder erträglicheren Temperaturen! Moritz

Tach auch... Das Problem mit den Erfrierungen hat sich bei mir bisher noch nicht ergeben, da ich auch noch nicht länger als jeweils eine Viertelstunde den Yeti gespielt hab, allerdings hab ich irgendwie den Eindruck, dass man da süchtig von wird ... Schnaxel

hallo, Eberhard! ist ja toll, dass hier auch ein Arzt mitschreibt! Was kannst du zum Thema "Erfrierungsgefahr im Schnee" sagen - gibt es eine Temperatur, oberhalb der der Körper vor Erfrierung sicher ist?
Was sind "
Warnzeichen" einer bevorstehenden Erfrierung, bei denen es schnellstens zurück ins warme gehen sollte?
Auf Aufklärung hoffend,
unci  (
Lust auf Schnee, aber nicht auf Gefrierbrand)

Hallo Unci, Du solltest aus mit den Füßen aus der Kälte, wenn es weh tut.
Wenn die Füße taub werden, kannst Du sie auch nicht mehr kontrollieren. Und es ist wie überall mit ungewohnten Dingen langsam anfangen, in den Körper horchen und den eigenen Signalen glauben. Eberhard

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