Barfuß bei extremen Temperaturen
(Forumbeiträge seit Herbst 2000)

Hallo, Winterbarfüßler und solche, die es mal probieren wollen!
Barfuß bei extremen Temperaturen, das kann sowohl heiß, als auch kalt sein.
Jeder hat wahrscheinlich schon mal im Sommer Bekanntschaft mit sonnenerhitzten Wegen und Stränden gemacht, zumindest im Urlaub in Südeuropa. Erst recht in tropischen Gebieten, wo um die Mittagszeit barfuß laufen eigentlich nur im Schatten oder im Gras möglich ist, zumindest nicht für uns, die wir mitteleuropäische Temperaturen gewohnt sind. Für Afrikaner ist es durchaus gewöhnlich, im heißen Wüstensand barfuß zu gehen.
Es gibt natürlich auch Leute, die auf glühenden Kohlen laufen können, mit Abhärtung hat das aber bekanntlich nichts zu tun.
Mir geht es hier aber mehr um die kalten Temperaturen. Zum Thema barfuß laufen im Schnee und bei Frost gibt es im "Best Of" ja schon einiges zu lesen, dennoch möchte ich hier noch mal meine eigenen Erfahrungen dazu einbringen, nicht zuletzt, weil ich vor kurzem hier im Forum um barfuß - Tipps für den Winter gebeten worden bin.
Barfuß wandern in der Natur, während der wärmeren Jahreszeit, ist ja schon ein ganz tolles Gefühl, weswegen ich es ja so gerne mache. Doch so ein richtiger Hochgenuss ist es für mich, im frischen lockeren Schnee barfuß zu gehen. Leider kann man das bei uns in Karlsruhe nur recht selten genießen.
Wie lange man im Schnee barfuß unterwegs sein kann, hängt natürlich sehr von der Temperatur ab und davon, wie gut man trainiert ist und wie kälteempfindlich man ist.
Bei Temperaturen von knapp unter 0 bin ich im Schwarzwald schon über 5 Stunden barfuß im Schnee gewandert. Mitwandernde (beschuhte) Freunde machten dann bei dem von mir vorgelegten Tempo schlapp, ich hätte durchaus noch einige Stunden weiter laufen können - barfuß!
Auch nach 5 Stunden im Schnee fühlten sich meine Füße wohlig warm an, ich bekam auch keine Frostbeulen oder Erfrierungen. Entscheidend war dabei, das ich ständig in Bewegung war und angestrengt wanderte. Wäre ich nur wenige Minuten stehen geblieben, wäre es vorbei gewesen und ich hätte Schuhe anziehen müssen.
Als ich vor einigen Jahren eine Winterreise nach Schweden und Norwegen machte (und dabei auch im Schnee zeltete, was ich hier bei uns auch schon öfters machte) war ich täglich barfuß im Schnee unterwegs bei Temperaturen von oft weit unter minus 20 Grad. Nach der Sauna hielt ich da schon mal 20 - 30 Minuten durch. Aber auch während langen Skitouren machte ich öfters mal Pause und zog Schuhe und Strümpfe aus, um die Füße zu erfrischen.
Als ich in Norwegen mit dem Auto unterwegs war, fiel die Temperatur auch tagsüber unter minus 20 Grad, an einem Morgen zeigte der Außenfühler gar minus 28 Grad Lufttemperatur an. Direkt über dem Eis war es sicher unter minus 30°C! Als Fotograf hielt ich natürlich oft an, um Fotos und Videoaufnahmen zu machen. Da mir das zu umständlich war, jedes Mal wieder die dicken Stiefel anzuziehen und später wieder auszuziehen (Man fährt mit den Dingern ja so fantastisch gefühlvoll, beim Fahren auf Glatteis...), ging ich immer barfuß raus, was gar kein Problem war, denn es handelte sich ja jedes Mal nur um wenige Minuten.
Ich ging dabei wenn irgendwie möglich nur im lockeren Schnee und vermied es weitgehend, auf der festgefahrenen Fahrbahn barfuß herumzustehen. Bei sehr kalten Temperaturen besteht ja die Gefahr, dass die warmen Fußsohlen kurzfristig die aller oberste Eisschicht auftauen, dann aber sofort wieder anfrieren. Bei solchen Temperaturen kann das dann fatale Folgen haben.
Das ist K E I N Scherz oder Ironie!!! 
Wie trainiert man auf so was? Zunächst hängt es ja auch von der Kälteempfindlichkeit und dem Kreislauf eines jeden ab. Meine Frau z.B. wird nie barfuß im Schnee laufen können. Sie braucht nur mal für Sekunden raus in den Schnee gehen, dann kriegt sie ihre Füße für Stunden nicht mehr warm. So geht es vielen Menschen.
Bei mir und einigen anderen hier im Forum sieht das ja anders aus. Ich kann stundenlang barfuß im Schnee herumlatschen und bekomme keine wirklich kalten Füße und wenn sie doch mal kalt sind, dauert es im Warmen nur kurze Zeit, bis sie wieder wohlig warm werden und ich spüre, wie das Blut zirkuliert.
Natürlich kann man das auch etwas trainieren, das Erfolgsrezept ist ja vielfach bewährt: Jeden Tag barfuß eine Runde drehen, im Sommer, Herbst und Winter, am besten im nassen kühlen Gras oder im Laub, und die Füße gewöhnen sich langsam an die kälteren Temperaturen. Und dann kann man steigern, jeden Tag etwas länger! Man merkt dann schon, wie die Füße langsam abgehärtet werden.
Extrembarfüßler, auch im Winter, gibt es ja einige hier im Forum. Ist schon mal jemand bei kälteren Temperaturen, als -30°C barfuß draußen gewesen? War schon mal jemand einen ganzen Tag oder gar mehrere Tage (mit Übernachtung im Zelt) barfuß draußen, ohne Unterbrechung?
Ich wünsche allen ein schönes barfüßiges Wintervergnügen, im Lagen so ab 500 Meter soll es ja in den nächsten Tagen den ersten Schnee geben!
Man liest sich Bernd A

Hallo, manchmal fällt es mir schwer zu glauben, wenn ich mal so lese, wer alles bei welchen Minustemperaturen draußen barfuß gelaufen sein will.
Versteht mich nicht falsch, ich will hier niemand der Lüge bezichtigen. Ich selbst bin im Winter gelegentlich barfuß gelaufen im Schnee - allerdings nur auf dem Grundstück meiner Eltern und für einige Minuten. Sicherlich kann man da auch einiges trainieren.
Aber hier in Würzburg läuft einer rum namens Wolfgang, ein etwa siebzig Jahre alter Mann, der tagaus, tagein nur barfuß geht, vom Frühjahr bis Spätherbst. Also muss er wohl auch austrainiert und abgehärtet sein. Aber selbst der zieht ab gewissen Temperaturen und ganz bestimmt bei Frost zumindest Schuhe an.
Mein Großvater, den ich persönlich leider nie kennengelernt hatte, erzählte gelegentlich vom Krieg. Er war in Russland. Wenn da einer abkratzte, stürzte sich der Rest auf ihn und nahm dem Toten als erstes - was wohl? - die Stiefel ab! Natürlich bringt der russische Winter Temperaturen, die noch extremer sind - ich hab da was von etwa 50 - 60 Grad minus gehört. Aber vom Winterurlaub kennen wir wohl alle auch sehr niedrige Temperaturen. Also ich bin nicht sehr kälteempfindlich, aber beim schnellen Gehen war ich trotz warmer Kleidung, die kaum ein Körperteil unbedeckt ließ, so durchgefroren, dass ich froh war, in einer Hütte was Heißes trinken zu können.
Da will einer barfuß gelaufen sein? Und noch dazu stundenlang? Warme Füße bernd

Ich habe jetzt zwei Jahre lang auch das Barfußlaufen im Schnee probiert. Die ersten Versuche haben vielleicht eine halbe Minute gedauert. Aber das Fühlen des weichen Schnees mit den Füßen hat mich fasziniert (hartgefrorener Harsch ist dagegen grausam).
Bald gewöhnte sich der Körper an die neue, reizvolle Herausforderung -- und irgendwann wurde auch klar, wo meine Grenzen liegen. Die längste Barfußstrecke war 12km, die ich in genau zwei Stunden zurücklegte -- der Rundweg durch das Murnauer Moos. Das Thermometer zeigte +1 Grad, es lagen ca. 15 cm Neuschnee. Der pappte eher zusammen und blieb nicht an den Zehen hängen. Das ist ideal zum Barfußlaufen ...
Das Aufregende an der Sache war, dass die Schuhe im Auto waren und ich den Weg gar nicht kannte. Ich hatte nur ein paar Minuten laufen wollen und konnte einfach nicht aufhören. Die nächsten Tage taten mir dann die Zehengelenke weh, und ich dachte schon, ich kriege jetzt Rheuma. Aber es ist nichts geblieben.. blieben.. blieben :-)
Aber 10 min bei -5 Grad oder 3 min bei -10 Grad waren wohl ein wenig zu viel für mich. Mir taten die nächsten Tage die Zehenspitzen weh und schließlich bekam ich da Blasen, die aber weiter nicht schlimm waren. Nach zwei Wochen kam die neue Haut darunter zum Vorschein. Ich weiß jetzt, wo meine Grenzen liegen -- und glaube, dass es auch Leute gibt, die mehr aushalten.
Darunter sind gewiss auch Frauen! Diese zarten Wesen halten nämlich einiges aus, z.B. die Geburt von Kindern, was der meisten Männer Tod wäre ;-)
Man muss nicht alles glauben, was hier gepostet wird, aber auch nicht alles anzweifeln!
Serfuß, Lorenz

Hallo Namenskollege! Doch, doch, ich denke schon, dass die meisten Geschichten stimmen! Mein Rekord liegt bei minus 15 Grad ohne bleibende Spätschäden. Auch das Laufen im Schnee habe ich schon mal ne Stunde ausgehalten. Und da ich Bernd A. persönlich kenne, traue ich ihm jede Extremgeschichte zu!
Ich denke, das Temperaturempfinden der Menschen ist sehr unterschiedlich. Bei mir selbst kommt es echt auf die Tagesform an. Letzten Winter ging echt gar nix, mehrere Versuche einer kurzen Schneewanderung musste ich abbrechen, weil es mir echt zu kalt war, während ich vor 3 Jahren bei einem Hüttenaufenthalt im Schwarzwald mehrmals am Stück barfuß von der Hütte zum Auto getrabt bin, um Bierfässer zu holen.
In einem muss ich Dir allerdings recht geben. Alle diese Extremgeschichten sind Highlights, im normalen Leben wird kaum jemand behaupten können, er trage auch im Winter nie Schuhe. Gerade bei den Beiträgen von einigen Frauen hier, die von sich behaupten, n i e Schuhe zu tragen oder als Krönung sogar schrieben, sie würden die unterschiedlichen Temperaturen gar nicht mitbekommen - wobei ich letzteres für einen ausgeprägten Schwachsinn halte - habe ich auch so meine Zweifel am Realitätsgehalt.
Wenn ich nicht sogar bezweifle, dass es sich um real existierende Personen handelt. Bernd (KA)

Doch das gibt's schon , auch wenn es sicherlich Ausnahmen sind. Ich hab schon mal berichtet über einen Snowboardlehrer, der (außer auf seinem Snowboard, Barfußbindungen sind halt noch nicht erfunden) die ganze zeit barfuß läuft, sei es in der Mittagspause auf der Almhütte, nachts beim Ausgang, und das in einem meist verschneiten, alpinen Schiort und auch abends die Präsentation seiner Schule in den Hotels barfuß macht.
Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich. Im Ort nennt man ihn, wohl zu Unrecht, "Plattfuss" (teilweise mit sympathischem Unterton, teils das Gegenteil). Ich habe in meinem Hotel schon mitbekommen, dass deutsche Gäste sich bei der Hoteldirektion sehr massiv über dieses "schockierende, unhygienische Auftreten" beschwert haben (ohne Konsequenzen seitens der Direktion), andere Gäste haben ihn spontan zum Essen eingeladen, weil sie's sympathisch fanden.
Bis bald ! aquajeans

Hallo Lorenz, ohne die fake - Diskussion jetzt ganz von Neuem aufrollen zu wollen: mir geht es aber dennoch so, dass Beiträge gewisser angeblich permanent barfuß laufender Frauen zu perfekt erscheinen. Jeder von uns hat schon einmal seine Grenzen ausgetestet und deswegen kann mir niemand (weiblich oder männlich) weismachen, dass er/sie in unseren Breitengraden i m m e r auf Schuhe verzichtet und schon gar nicht im Berufsleben. Da sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass dies kompletter Unsinn sein muss!
Ich kann mir schon vorstellen, dass nicht nur wir Männer bei extremen Temperaturen gelegentlich barfuß laufen, da sind Frauen vielleicht wirklich härter im Nehmen. Aber immer? Ich glaube das nicht!
Bernd (KA)

Hallo, ich vermeide im Winter, wie hier schon gesagt, bei eisiger Kälte längere Wege und ich jogge nicht.
Aber ich habe es nie erlebt, dass meine Füße mich im Stich ließen. Man muss nur in Bewegung bleiben. Das ist die Hauptsache, sonst erlahmt die Durchblutung. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, die bei uns ja selten unterschritten werden, gibt es aus meiner Sicht kein Problem, ob mit oder ohne Schnee. Es ist wohl auch eine Frage der Routine.
Julia Fiona

Ich habe auch mehrmals bei Temperaturen von etwa -5 Grad mehr oder weniger lange Versuche mit barfuß im Schnee gehen gemacht. Jedes Mal bekam ich Frostblasen, nach der längsten Wanderung von etwa 30 Minuten waren sie mehr als 24 Std. recht schmerzhaft.
Allerdings muss ich sagen, dass ich nur bis im Herbst und nur etwa 2 Std. pro Woche barfuß gegangen bin, so dass sich die Hornhaut bei den Winterspaziergängen zurückgebildet hat PeterVonWald

[Jeder hat Grenzen ausgetestet und deswegen kann mir niemand weismachen, dass er/ sie in unseren Breitengraden i m m e r auf Schuhe verzichtet und schon gar nicht im Berufsleben]
Ich schaffe an einem Forschungs- und Produktionsstandort eines großen Pharmakonzerns und bin seit zwei Jahren in meinem Büro oder in Besprechungszimmern barfuß, auf dem Werksgelände laufe ich in Tevas oder Birks (auch jetzt noch ohne Socken) -- um nicht mit vermeintlichen oder tatsächlichen Sicherheitsvorschriften in Konflikt zu kommen und dadurch meine Chefs in die Zwickmühle zu bringen.
Wenn sich ein 50-jähriger Mann das leisten kann, halte ich Jobs durchaus für möglich, in denen barfüßige Frauen akzeptiert werden. Frauen haben ja bekanntlich ein deutliches Bonus, was die Akzeptanz ihrer Füße betrifft ...
Ich glaube auch nicht jede tollkühne Barfußerfahrung, die hier geschildert wird, aber manchmal sollte man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit doch auch die Wahrheit dahinter vermuten. Serfuß, Lorenz

Hallo Namensgenossen, Zweifler und Nichtzweifler!
Also, Ihr könnt mir ruhig glauben, meine Reiseberichte und extreme Barfußerlebnisse sind echt. Ich kann Euch ja verstehen, wenn Ihr vieles nicht so recht glauben könnt, mir selbst geht es bei so gewissen "märchenhaften" (Zitat "best of") Barfußkarrieren manchmal genau so, zumindest wenn dabei vom Berufsleben die Rede ist.
Was das Privatleben betrifft, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es Leute gibt, die das ganze Jahr barfuß sind. Auch ich trage ja in meiner Freizeit fast(!) nie Schuhe oder allerhöchstens Treckingsandalen, ohne Socken. Bei uns in Karlsruhe ist das kein Problem, der Winter macht ja meist einen großen Bogen um unser Gebiet!
Im Berufsleben gibt es wohl schon Berufe, in denen man immer, auch draußen, barfuß sein kann. Als Gärtner vielleicht, wenn der Chef mitmacht oder in freien künstlerischen Berufen. Aber sobald es um Kundengespräche, Geschäftspartner - Meetings, etc geht, halte ich das für ausgeschlossen. Es mag vielleicht noch sein, dass eine Frau barfuß in Sandalen sein kann, bei geschäftlichen Anlässen. Aber ganz ohne, da bin auch ich eher skeptisch.
Ich machte mal ein Praktikum in einem Architekturbüro, da waren im Sommer im Büro einige Mitarbeiter barfuß, solange keine Kunden da waren, bzw. erwartet wurden. Der Chef, ein Perser, hatte da keine Probleme. Aber das betraf halt nur die Zeit im Büro, nicht außerhalb bei Ortsterminen auf Baustellen oder bei Kundengesprächen.
Nun noch mal zu meinen unglaubwürdigen Geschichten: Ich würde den Zweiflern gerne die Richtigkeit meiner Angaben beweisen! Man könnte z.B. mal ein winterliches Treffen im Schwarzwald machen, zu einer gemeinsamen Wanderung im Schnee!
Im nächsten Mai (voraussichtlich vom 13. bis 26.) werde ich wieder in Norwegen unterwegs sein, auf den Lofoten. Zu Fuß und per Fahrrad, mit Übernachtung im Zelt. NATÜRLICH barfuß. Es wird dort im Mai noch ein saukalter Wind blasen und in den Bergen mit Sicherheit noch Schnee haben, mit Blick auf die Mitternachtssonne! Wer Lust hat, kann gerne mitkommen. Ich würde mich über Reisegefährten freuen.
Übrigens, am 19. Februar trage ich eine Diaschau vor, in der Volkshochschule in Karlsruhe. Thema: Die Natur in Norwegen + Schweden und meine Wanderungen dort. Auf den Fotos bin ich öfters barfuß zu sehen, während meiner Wanderungen. Der Vortragssaal ist groß, da hat's auch für Euch Zweifler Platz! Nun liegt es an Euch, wie Ihr Euch überzeugen lassen wollt! ...

Hallo, auf meinen Beitrag haben ja einige Leser mit Skepsis reagiert. Andere haben aber auch richtig festgestellt, dass es früher durchaus üblich war, fast das ganze Jahr barfuß zu laufen, zumindest in ländlichen Gegenden, auch bei uns in Mitteleuropa. Selbst in Schweden, das ja wesentlich kälteres Klima hat, haben mir schon viele ältere Leute erzählt, dass sie früher als Kind im Sommer immer barfuß waren und auch im Winter häufig mal schnell barfuß in den Schnee rausgegangen sind.
Es liegt wohl wirklich mehr an der Verweichlichung von uns Großstadtmenschen vom Jahr 2000, dass sich viele nicht vorstellen können, barfuß in den Schnee zu gehen, erst recht nicht bei großer Kälte, noch nicht mal für ein oder zwei Minuten ...
Als Hobby - Abenteurer und Liebhaber der kalten Gebiete der Erde lese ich natürlich auch öfters Expeditionsberichte von Expeditionen in die Polargebiete. Vor allem, was die Männer um Nansen, Amundsen, Shackleton und auch Scott auf ihren Entdeckungsreisen geleistet und ertragen haben ist für heutige Maßstäbe kaum fassbar und unglaublich. Scotts Mannschaft ist ja bekanntlich auf Grund katastrophaler Fehleinschätzung in der Antarktis erfroren, viele andere, besser ausgerüstete Expeditionen haben aber keinen einzigen Mann verloren.
Und was ist dagegen eine Barfußwanderung im Schnee von ein paar Stunden, mit der Gewissheit, jederzeit in die warmen trockenen Stiefel schlüpfen zu können und am Abend wieder in der molligen Wohnung zu sein?
Immer noch skeptisch? Gruß, Bernd A

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