Für Markus (Berlin) wird Barfußlaufen immer normaler
(Forumbeiträge seit Sommer 2001)

Ich bin im letzten Jahr, im zarten Alter von 23 (lieber spät als nie ;-) ) durch einen Bekannten zum Barfußlaufen gekommen. Anfangs war es natürlich schon ein komisches Gefühl, und ich habe mich nicht getraut, alleine auf nackten Sohlen unterwegs zu sein. Trotzdem habe ich "Blut geleckt".
Unter anderem durch dieses Forum habe ich inzwischen einige Gleichgesinnte kennengelernt, mit denen ich schon mehrere Barfußtouren durch die Berliner City unternommen habe (Wald ist irgendwie nicht so mein Ding). Manchmal etwas überschätzt und blasenübersät, wurde dennoch so das Barfußlaufen für mich immer normaler und der Mut, auch alleine unten ohne unterwegs zu sein, größer.
In diesem Jahr war ich die meiste Zeit alleine barfuß on tour, wenngleich es natürlich zu zweit mehr Spaß macht - ob der Mitläufer nun beschuht ist oder nicht.
Jedenfalls war ich Anfang letzter Woche dann das erste Mal barfuß an der Arbeit. Reaktion? So gut wie gar keine, und wenn, dann nur positive. Okay, das mag vielleicht eine Ausnahme sein, denn ich arbeite an einem Theater und die Leute dort sind Ungewöhnliches gewohnt.
Alles in allem bin ich aber sehr überrascht, wie tolerant die Berliner doch Barfußläufern gegenüber sind.
Natürlich gab es auch einige verblüffte Blicke und Kommentare - gerade von Jugendlichen in meinem Alter, für die selbst im heißesten Sommer nur Sneakers mit dicken Socken "cool" sind -, doch auf richtige Ablehnung bin ich nicht gestoßen.
Allerdings habe ich festgestellt, dass Barfußlaufen im offenbar versnobten Westteil der Stadt eher die Ausnahme ist. Ganz anders dagegen der Oststeil. Dort war ich wieder am Wochenende unterwegs und habe in einer halben Stunde ganze sechs Barfüßer getroffen!!!
Also, auf in den Osten!
Schwarzfußindianergruß, Markus (Berlin)

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