Eine Spätsommer - Wanderung mit ganz viel Spaß
(Forumbeitrag im Spätsommer 2003)

Heute melde ich mal wieder als der Projektleiter.
Ich bin noch nicht lange zurück von einer, auch dank des herrlichen Spätsommerwetters, sehr gelungenen Barfußwanderung mit 29 Sechstklässler(inne)n und ihrer Klassenlehrerin. Diese Kollegin hatte im Herbst 2001 und im Frühsommer 2002 mit ihrer vorigen Klasse bei Barfußwanderungen mitgemacht und mich schon im Frühjahr von sich aus angesprochen, dass das doch so schön gewesen sei und ob wir das mit ihrer neuen Klasse nicht auch wieder machen könnten. Vor den Sommerferien hatten wir dann keinen Termin gefunden. Jetzt - das Schuljahr ist in NRW ja gerade eine Woche alt - haben wir uns ganz schnell auf die Füße gemacht, ehe es kühler wird und die Bedenkenträger unruhig schlafen :-)
Ausgesucht habe ich mir mal wieder die Route von Bonn - Beuel, an Rhein und Sieg entlang, bis nach Niederkassel - Mondorf. Sie führt in der Hauptsache durch Auenwiesen über lehmige, sandige, grasige und gelegentlich steinige Wege, aber nur selten durch Wald.
Damit die Kultur nicht zu kurz kommt, haben wir in Schwarzrheindorf die romanische Doppelkirche von außen (bei gleichzeitigem Butterbrotkauen, so dass ich der quirligen Truppe sogar in verhältnismäßiger Ruhe etwas erklären konnte) und von innen angeschaut und ein Stück weiter auch den jüdischen Friedhof besucht.
Den Fährmann an der Sieg haben wir mit einem Trinkgeld darüber hinweg getröstet, dass er nur die beiden Lehrer und neunundzwanzig Rucksäcke transportieren durfte; die jungen Barfußwanderer wollten doch lieber die niedrige Sieg zur anderen Seite hin durchwaten.
Auf dem weiteren Weg noch ein Stück blind durch den Wald, dann um den Mondorfer Hafen herum und zur Bushaltestelle.
Wie schnell doch eine vierstündige Wanderung vorbei sein kann, wenn man soviel Spaß dabei hat wie diese Truppe.
Auf der Hinfahrt im Bus gab es noch allerlei unsichere Fragen und einigen anderen Fahrgästen wurde ungefragt erzählt, dass wir barfuß (!) wandern wollten - wahrscheinlich in der Erwartung, dass diese sich wundern würden, aber sie schwiegen gnädig oder meinten sogar, das wäre eine gute Idee.
Am Ende der Wanderung war die Freude und Zufriedenheit so groß, dass - übrigens zum ersten Mal - weit über die Hälfte barfuß mit dem Bus zur Schule (und anschließend auch barfuß mit dem Fahrrad nach Hause) gefahren ist.
Jetzt bin ich gespannt, welche Resonanz nächste Woche kommt. An mir soll eine weitere Barfußwanderung im Frühjahr nicht scheitern! Einige frugen schon ganz interessiert, sie hätten von ihrer Klassenlehrerin gehört, wir wären auch schon mal barfuß auf einen Berg gestiegen. Ob wir das nicht auch einmal machen könnten?
Vor den Sommerferien war ich übrigens mit einer anderen Klasse (damals noch 6. Jahrgangsstufe) auf Barfußtour. Das war auch schön, aber da hatte ich keine Zeit und Lust zu einem Bericht hier.
Jedenfalls habe ich einmal nachgezählt:
neben einer Projektgruppe (mit der alles begann) bin ich bisher mit vier verschiedenen Klassen auf Barfußwanderung gewesen, mit einer davon zweimal. Vier verschiedene Lehrerinnen waren mit, die ebenso viel Spaß hatten wie die Schüler. Hoffentlich kommen 2004 noch einige dazu.
Die Chancen stehen nicht ganz schlecht. Denn auch unbeteiligte Kolleg(inn)en haben mir schon ungefragt versichert, das seien doch sinnvolle, preiswerte und gesunde Ausflüge mit einem hohen Gruppenerlebniswert - der ideale Klassenausflug sozusagen - ganz anders als die Fahrt ins Phantasialand, zu der sie ihre Klasse gerade beschwatzen wollten!
Wie schreibt Lorenz gerne?
Machts gut und unbeschuht sagt auch
der Projektleiter

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