[Barfuß Fahrrad fahren - mit richtigem Pedal] [Barfuß Fahrrad fahren - (k)ein Risiko]

Barfuß Fahrrad fahren - mit richtigem Pedal
(verschiedene Forumbeiträge seit Frühsommer 1999) 

Was mir noch etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist folgendes:
Ich bin leidenschaftlicher Radler und fahre so etwa 8 km in die Arbeit, was bei schwäbischen Hügeln ca. 25 Minuten Bewegung auf und ab bedeutet.
Herkömmliche Radpedale sind profiliert und besitzen kleine Haken, damit die Schuhsohlen nicht abrutschen. Jetzt habe ich gestern zwar schon sogenannte Touringpedale (Gummiblockpedale) montiert, doch es ist immer noch nicht besonders angenehm bei dem relativ hohen Druck auf die Fußsohle zu radeln - am Schluss machten sie einen leicht tauben Eindruck (auch ohne dass ich besonders empfindlich an den Füßen wäre).
Für den Rückweg habe ich zwei Kartonscheiben mit Kreppband um die Pedale befestigt, was den Heimweg schon viiiel bequemer machte - allerdings ist das keine besonders haltbare oder gar regenfeste Lösung. Da ich aber bei jedem (jedem!) Wetter Rad fahre, wäre ich sehr interessiert an weiteren Ideen um eine ebene und stabile Platte / Auflage auf Pedalen zu befestigen.
Wenn also jemand einen Tipp für mich hat - nur raus damit.
Herzliche Grüße nach überall Kai W.

Hallo Kai, ich fahre selber sehr viel Fahrrad, allerdings vor allem Rennrad (zum Ausgleich meines sitzenden Berufsalltages) mit Spezialschuhen.
Meinem Einkaufsrad habe ich aber barfußfreundliche Pedalen spendiert, bei denen man zwar nicht allzu heftig reinhauen sollte (Abrutsch- und damit Sturzgefahr!), aber viele Kilometer barfuß aushalten kann. Allerdings führt dauerhafter Druck aufs Pedal (bergauf) auch hier recht schnell zu unangenehmem Gefühl an den Fußsohlen.
Früher gab's schlichtere Pedalen (eben nicht für profilierte Schuhe optimiert), vielleicht wirst Du ja bei einem älteren Rad fündig.
Mir ist allerdings auch aufgefallen, dass viele eine vollkommen falsche Fußhaltung auf dem Rad haben, was vor allem bei nackten Füßen sehr gut zu sehen ist: Für die optimale und damit ermüdungsfreie Kraftübertragung muss unbedingt der Fußballen auf die Pedale drücken, und nicht - wie häufig zu sehen - die Fußmitte. Das tut den Füßen ungemein gut (mit Schuhen ist man lediglich langsamer).
Wenn dann noch der Sattel richtig eingestellt ist (meistens zu niedrig, als Faustregel gilt: bei ausgestrecktem Bein sollte die Ferse auf der Pedale am unteren Totpunkt aufsitzen) sollte dem barfüßigen Radelvergnügen auch bei schneller Fahrt nichts entgegenstehen.
Übrigens: Gegen taube Füße helfen neben der richtigen Einstellung des Rades leichte Positionswechsel der Füße (da Pedalen für Schuhe gemacht werden, sind sie sowieso immer breit genug für nackte Füße) und gelegentliches Ausschütteln der Beine (kühlt auch gut im Fahrtwind).
Serfuß, Jörg (Hanna)

Hi Jörg,
[Früher schlichtere Pedalen ... vielleicht bei älteren Rad fündig]
das wäre direkt noch 'ne Idee. Die alten Teile sind oft so runtergeschliffen, dass sie für Barfüße optimal sind.
[falsche Fußhaltung auf dem Rad]
Das ist eh klar (ich war früher mal als Radlkurier in München unterwegs ...).
Aber genau bei der Haltung kommt der Fuß genau auf die Pedalmitte mit der Welle, also zwischen die Auflageflächen mit den vorher beschriebenen Effekten. Mal schaun, was die nächsten Tage so an weiteren Erfahrungen bringen (auch wenn heftige Gewitter angesagt sind und ich mal schaun muss ob ich dann meine Barfuß - "Vorsätze" aufrechterhalten werde).
Danke für die prompte Antwort und beste Grüße Kai

Hallo Kai, ja das Problem kenne ich auch.
Aber es gab oder gibt es vielleicht auch noch von Shimano eine sogenannte Triathlon - Pedale. Die hat als große ebene Auflagefläche eine Plastikplatte, die eine gute und schmerzfreie Kraftverteilung auf der gesamten Auflagefläche gewährleistet. Für spezielle Triathlon - Radschuhe wird diese Plastikplatte einfach entfernt. Wie ich finde ein sehr gutes System.
Habe ich selber an meinen Rädern und bin sehr gut damit zufrieden. Somit ist auch ein barfüßiges Radeln über mehrere Kilometer ohne Probleme möglich.
Gruß aus Berlin Thomas (THS)

Hallo Kai! Auch wenn es vielleicht langweilig ist (da ich bei solchen Fragen aus meinen Erfahrungen heraus sinngemäß immer das gleiche erzähle):
Du wirst merken, dass es (bei Gummiblockpedalen) sehr bald kein Problem mehr darstellen wird, barfuß zu radeln. Die Ballen benutzen, ab und zu kleine Positionswechsel, das ist alles. Die Abhärtung kommt natürlich vom Barfußgehen, nicht vom Radeln (ich denke, mindestens 20 km pro Woche und eben nicht nur auf Wiese und glattem Asphalt) ...
Mir ist noch ein Tipp zum barfüßigen Fahrradfahren eingefallen: den Sattel nicht nur so einstellen, dass man die Ballen einsetzt - sondern die "vorderen" Ballen UND die "hinteren" Zehen auf den Pedalen haben:
- Beim Beschleunigen und bei kürzeren Bergstrecken kannst Du mit den Zehen derart kräftig ziehen, dass der Vortrieb fast verdoppelt wird. Da hierbei andere und sehr große Muskelgruppen der Beine mitgenutzt werden, hat dies auf die Ermüdung der Waden keinen Einfluss. Die Grenze bildet dann die Atmung! Dies lässt sich - mit weniger "Power" - auch über längere Strecken einsetzen und hebt die Durchschnittsgeschwindigkeit deutlich an.
- Falls Du in den Waden noch Reserven hast, kannst Du bereits früher mit dem Niederdrücken der Pedale beginnen, da die bloßen Füße in der Spalte zwischen den beiden Pedalgummis viel besseren Halt haben als die beschuhten - sie rutschen nicht ab.
Fazit: Auf Gummiblockpedalen bist Du jedem schuhtragenden Radfahrer weit überlegen!
Viele Grüße, MarkusII

Die Erfahrung von Markus teile ich vollständig, und dass es ausgesprochen schön ist, barfuß zu fahren und eine kleine Eingewöhnungszeit allemal drin sein sollte, hast Du eh' schon gemerkt.
Barfuß auf Fahrrad hat neben vielen anderen Vorzügen auch den, dass man sich blöde Kommentare anderer Leute (sofern es die überhaupt geben sollte) nicht anhören muss, weil das Fahrrad den Barfüßer schon aus Hörweite gebracht hat (gut also auch für am Selbstbewusstsein Zweifelnde (zu denen Du gewiss nicht gehörst).
Übrigens kann man auch in der kälteren Jahreszeit gut ein Stück barfuß radeln und den Abkühleffekt für in ihren Gefängnissen schwitzende Füße genießen; weil sie aber zunehmend kalt werden, spürt man dann auch den Druck empfindlicher (und zieht halt irgendwann bedauernd die Gefängnisse wieder an) - so habe ich es jedenfalls im letzten Winter wiederholt praktiziert.
Georg

Inzwischen habe ich in Erfahrung gebracht, wie mein Pedal heißt, mit dem ich recht gute Erfahrungen gemacht habe, auch bei längeren Strecken: VP-607 von VP-Components.
Es besteht aus Aluminium mit einer Auflage aus TPE (thermoplastischem Polyethylen).
Die taiwanesisch-chinesische Firma VP ist offenbar einer der Marktführer auf dem Gebiet der Fahrradpedale, jedoch gibt es dort keine ausgesprochenen Barfußpedale zu kaufen, trotz des nicht zu unterschätzenden Weltmarktes dafür. ...
Ich habe etwas weitergesurft und tatsächlich Barfußpedale entdeckt: http://www.rrbicycle.com/store/product352.html
http://www.vpcomponents.com/112.htm (das untere: VP-805)
Ein Fahrrad, "Pedals: barefoot".  http://www.jbimporters.com/nondealer/product-closeup.phtml?id=41021
http://www.jbimporters.com/nondealer/product-closeup.phtml?id=41052
Etliche Seiten sagen allerdings auch "Never ride barefoot or wearing sandals" - wer hält sich denn daran?? Unci

[Risiken] Unsere Schweizer Kollegen haben Rad fahren auf der Sport-Seite unter "Kein Barfuß-Sport" stehen, Begründung steht unten auf der Seite. Ich fahre allerdings auch nicht sportlich Rad, sondern benutze es als Individualverkehrsmittel.
[Wer nicht viel Übung hat und gerne barfuß Fahrrad fahren möchte, sollte beim Fahrradhändler vorbei schauen und in kantenfreie Pedale investieren]
Dabei sollte man darauf achten, dass sie dennoch dem Fuß genügend Halt geben, sonst kommt man vielleicht doch mal in die Speichen, wenn man abrutscht.
Den Gummiblockpedalen traue ich in diesem Punkt nicht.
Grüße aus Bonn am Rhein, [asc]

[sollte darauf achten, dass sie Fuß genügend Halt geben, sonst kommt man vielleicht in Speichen, wenn man abrutscht. Gummiblockpedalen traue ich nicht]
ich habe bei meinem Rad vor zwei Jahren Gummiblockpedale montiert um auch barfuß fahren zu können. Neben einem höchst missbilligenden Blick meines Edel-Fahrradhändlers (dass er diese Pedale überhaupt führt...) hatte ich damit noch keine Probleme bzgl. Abrutschen. Barfuß eh nicht, mit Schuhen auch im Winter kein Problem (ca. 4000 km/Jahr).
Es ist halt eine Sache der Gewöhnung.
Grüße von der Rems an den Rhein Kai W.

Muss so was sein? Sind andere Pedale schädlich für die baren Füße?
Ich habe ein Mountain-Bike mit Nobben auf den Pedalen. Anfangs war es immer ein Graus, damit barfüßig zu radeln. Wenn ich mir allerdings vor Augen stelle, dass ich in Schuhen radeln muss, nehme ich doch lieber diese Fußmassage auf mich.
Eva H.

[Muss so was sein? Sind andere Pedale schädlich für baren Füße?]
Nicht schädlich, aber teilweise unangenehm, insbesondere wenn es sich um Blechpedale mit Zacken handelt, die teilweise schon optisch an Folterwerkzeuge erinnern.
Ich persönlich genieße die leicht profilierte Oberfläche meiner Pedale. Ich kann mir schon Pedalbauarten vorstellen, die auf die Dauer wirklich unangenehm werden.
[ Mountain-Bike mit Nobben auf Pedalen. Anfangs war es immer Graus, damit barfüßig zu radeln]
Radfahren soll doch ein Genuss sein - oder?
Unci

[Mountain-Bike mit Nobben auf Pedalen]
Solche Pedale habe ich auch. Man kann damit fahren, aber die müssen ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Mir wären welche am liebsten, die sowohl mit Schuhen als auch barfuß bequem und sicher sind. Da gibt es einige technische Möglichkeiten. [asc]

Hallo zusammen ich selbst benutze auf meinem City Fahrrad sogenannte Gummiblockpedale. Sind auch bei Regen mit Ledersohle und barfuß rutschsicher.
Für mein Liegerad mit Klickpedal (an dem Rad ein Muss) bastle ich an einer Lösung mit einklickbarer Platte (Vorderteil eines Holzschuhs) und Vorderfussfixierung (Zugkraft des Gegenbeines ausnutzen) Bin leider noch nicht so weit.
Man könnte sich für die Barfußfahrt auch eine Pedalsocke (Überzug für das Pedal) basteln aus Leder oder Neopren ...
Gruß zum Fuß Marc

fussohli.jpg (920 Byte) zurück zur Übersichtsseite des "Best of"
im Hobby? Barfuß! Forum
zum Kopf der vorliegenden Seite

Barfuß Fahrrad fahren - (k)ein Risiko
(verschiedene Forumbeiträge seit Frühsommer 1999)

Als ich heute aus der Straße ging, sah ich einen Jungen der ungefähr 10 war. Seine Schuhe hatte er auf dem Gepäckträger. Er fuhr an eine Fußgängerampel ran die von Grün nach Rot umsprang. Er legt eine schöne Bremsung hin, und dazu nahm er aus Reflex die nackten Füße von den Pedalen und rutschte damit auf dem Boden entlang.
Da war das Geschrei groß. Ich bin natürlich sofort hingelaufen. Er hat sich beide Ballen voll aufgeschürft und zusätzlich noch einen kleinen Glassplitter tief eingerissen. Den Glassplitter habe ich ihm rausgeholt, das muss aber ganz schön gebrannt haben, ich sah die ganze Zeit der verheulte und schmerzverzerrte Gesicht des Kleinen.
Also ich rate euch ab vom barfüßigen Fahrrad fahren, es kann schmerzhafte Folgen haben.
Timo

Hallo Timo,
danke für den gutgemeinten Tipp. Allerdings könnte man mit dem gleichen Recht vom Kochen am Elektroherd abraten, da man sich hier leicht die Hände verbrennen kann ...
Fazit: Mit etwas Vorsicht lassen sich sogar so "gefährliche" Situationen wie Radfahren meistern.
Unter Umständen helfen dabei auch vernünftig gewartete Bremsen, die an Kinderrädern leider immer noch die Ausnahme sind! (manche Eltern gehören wirklich "geprügelt" für die Räder ihrer Kinder)
Ich hoffe, dem Jungen geht es wieder einigermaßen gut und er verliert die Freude am Barfußlaufen und -radfahren nicht.
barefoot-cycling Kai

Wobei die Schutzwirkung von Sandalen beim Absteigen vor dem Anhalten auch z. T. zweifelhaft ist: ich habe mich im Dreikäsehochalter nach einem etwas unsanftem Abstieg vom Fahrrad mit Sandalen recht lange an einer böse aufgeschürften Großen Zehe (bei der Aktion Haupt - Bremssystem) "erfreuen" dürfen.
Wäre ich damals barfuß gefahren, wäre wohl exakt das gleiche dabei herausgekommen ...
Kommt halt drauf an, wie offen die Sandalen vorne sind...
mfG Rol

Ich fahre seit dreißig Jahren barfuß Fahrrad, wenn immer es mir warm genug ist. Die Füße habe ich mir noch nie verletzt. Allerdings habe ich immer auf intakte Bremsen geachtet!!
Nach meiner eigenen Erfahrung muss ich allerdings dringend vom barhändigen Radfahren abraten! An einem Novembertag habe ich etwas scharf gebremst, und schon flog ich kopfüber. Dass ich Schuhe anhatte, nützte gar nichts, denn meine Füße bekamen überhaupt keinen Bodenkontakt. Stattdessen bin ich mit den Händen gelandet und habe mir einen grässlichen offenen Bruch des rechten Daumens zugezogen, der Knochen hat so richtig schön herausgeschaut. Ich konnte mir in diesem Moment nicht vorstellen, dass ich den Rest meines Lebens noch mit 10 Fingern verbringen würde, aber dann wurde ich doch gut verarztet, und nach einigen Monaten konnte ich schon wieder wunderbar Klavier spielen. Meine Erfahrung spricht also eher dafür, beim Radfahren Handschuhe zu tragen!
Der ultimative Leichtsinn ist allerdings, dass kaum jemand einen Helm trägt! Mir macht es aber keinen Sinn, Fußverletzungen höher als Kopfverletzungen zu bewerten.
Übrigens, wir lassen unsere Kinder vorsichtshalber auch nicht barfuß Rad fahren, aber unsere Kleine hatte mal Birkis an und ist während des Fahrens herausgerutscht und fast auf die Schnauze gefallen. Da wäre barfuß besser gewesen ....
Fazit: Es ist viel gefährlicher, barhäuptig Rad zu fahren, als barfüßig -- und nicht alle Schuhe sind fahrradtauglich!
Serfuß, Lorenz

80% der tödlichen Verletzungen beim Radfahren geschehen am Kopf, und durch den Helm werden die allermeisten von ihnen verhindert. Ich selber habe allein im Freundes- und Bekanntenkreis von mehreren gehört, die sich ohne Helm üble Verletzungen zugezogen haben, teils tödlich. Von irgendwelchen Fußverletzungen habe ich dagegen noch nie etwas mitbekommen.
Ich kann nur raten, das Fahrrad gut zu warten, NIE ohne Helm zu fahren (das Risiko einer tödlichen Verletzung würde dann um ein Mehrfaches ansteigen), die Kinder zum defensiven Fahren zu erziehen und die Vorteile der besseren Kraftübertragung beim barfüßigen Radfahren zu nutzen.
Fußhaken, die ein schnelles Abnehmen der (dann beschuhten) Füße vom Pedal verhindern, sind mit Sicherheit viel gefährlicher!
Viele Grüße, MarkusII

1. Ich z. b. fahre ohne Schuhe Fahrrad. Das halten etliche (Nicht - Barfußgänger) auch für gefährlich. Ich eigentlich nicht so sehr, dass ich's lassen würde. Statements?
2. Seht mal nach Südostasien (im Zweifelsfall mal Fernsehen gucken!) - die bewährten (?) Plastikschlappen sind da wohl die häufigste Fußbekleidung beim Mopedfahren, und etliche sind barfuß unterwegs.
3. Sind Sandalen in diesem Fall viel besser? Und das sieht man nun wirklich oft im Sommer in Deutschland & Umgebung. Also, akzeptables Risiko oder nicht?
Sich noch nicht sicher, [asc]

[fahre ohne Schuhe Fahrrad. Das halten etliche (Nicht - Barfußgänger) auch für gefährlich. Ich eigentlich nicht so sehr, dass ich's lassen würde. Statements?]
Ungefährlich ist es sicher nicht - sommerliche Schuhe helfen aber genauso wenig (habe selbst mal im Kindesalter trotz Sandalen recht unsanft mit der großen Zehe gebremst...).
Auf dem Fahrrad lasse ich mich aber auch noch dazu hinreißen barfuß zu bleiben. Ich fahre dann aber auch etwas vorsichtiger und gemütlicher als mit Schuhen.
[Südostasien .... Plastikschlappen häufigste Fußbekleidung]
Die könnte man auch weglassen - die bringen nur minimal was wenn man auf blödem und/oder heißem Untergrund den Fuß runter stellen muss (und sie dann nicht wegfliegen)
[akzeptables Risiko oder nicht?]
Das muss im Endeffekt jeder für sich selbst entscheiden. Ich werde jedenfalls dabei bleiben, dass ich auf dem Fahrrad bei gemäßigter Fahrweise auch mal barfuß fahre, beim Mopedfahren aber weiterhin die schweren Stiefel zücken werde.
mfG Rol

Ich war mir beim ersten mal barfuß radeln auch nicht gleich so sicher, ob das nicht auf den Zehen weh tut, wenn ich stehen bleiben muss und mich abstützen muss mit einem Fuß, das habe ich erst mal auf einem ruhigen Radweg versucht und festgestellt, dass das gar nicht so unangenehm war, auch nicht auf Stellen, wo Schotter ist.
Dann habe ich es auch im Straßenverkehr gemacht und mit der Zeit gewöhnen sich die Füße dran, da ich ja im Büro auch fast nur mehr barfuß gehe, daheim natürlich sowieso.
Schöne Füße Robert

Bleibt noch das Unfallrisiko. Das Risiko einer Fußverletzung ist ohne Schuhe sicherlich höher. Vielleicht verdränge ich das auch etwas.
Andererseits fahre ich fast immer mit Fahrradhelm, was einen Bekannten mal zu der Bemerkung veranlasste, Helm und dann ohne Schuhe sei, Zitat: "pervers" ...
Gute Fahrt, womit auch immer, wünscht [asc]

Na ja, das mit dem Fahrradhelm hat schon seinen Sinn, denn wenn man sich den Kopf schwer verletzt kann das im Ernstfall lebensgefährlich werden, bei den Füßen hat das nicht so schwerwiegende Folgen.
Dir auch gute Fahrt Robert

Ich (16) bin seit kurzem auch zu den Barfüßlern zugestoßen (nicht zuletzt wegen diesem Forum).
Jetzt habe ich leider ein Problem: mein Papa will mir nicht erlauben barfuß Fahrrad zu fahren weil er meint, dass das
1. nicht erlaubt sei und dass
2. keine Versicherung für eventuelle Schäden aufkommt (bei Unfall oder Verletzung), weil das angeblich fahrlässig ist.
Es wäre toll wenn einer von euch Ahnung auf diesem Gebiet hätte und mir vielleicht eine Antwort geben könnte. (vielleicht auch links zu Studien oder so)
schon mal Danke PEACE Tobi

In der StVO steht nichts zu dem Thema. Was nicht verboten ist, ist erlaubt.
Konkrete Fälle, wo sich eine Versicherung geweigert hätte, zu zahlen, kenne ich nicht. Vielleicht kam es schon vor, dass Versicherungen versuchen, das unter Generalklauseln zu subsumieren, aber wenn du fähig bist, barfuß so sicher wie andere mit Schuhen zu radeln, wäre es schwierig, dir daraus eine Mitschuld zu konstruieren.
Ausnahme wären allenfalls barfußspezifische Verletzungen (Zehen in die Speichen geraten), aber die lassen sich vermeiden, wenn du dich nicht völlig ungeschickt anstellst.
Unci

Hallo Tobi, also ich wüsste nicht, was irgendeinen rechtlichen Aspekt überhaupt aufbringen sollte ... Man fährt doch nur Fahrrad. Ob mit Schuhen, ohne Schuhe, mit Hut, ohne Hut, lange Hose oder kurze, bei allem soll das egal sein, warum sollte sich also ausgerechnet bei "Schuhen" irgendeine rechtliche Frage stellen??
Etwas verwundert, Grüße Berni(N)

[warum sollte sich ausgerechnet bei "Schuhen" rechtliche Frage stellen?]
So ganz abwegig ist der Gedanke nicht. Für Fahrer motorisierter Zweiräder z.B. ist es Pflicht, einen Helm auf zu setzen.
Bei Schuhen mag man vielleicht auch an die Schutzfunktion denken; allerdings gibt es keine gesetzlichen Vorschriften, was ich auch richtig finde.
Falls mal eine Helmpflicht für Radfahrer kommen sollte - das war schon im Gespräch - wird wohlmöglich auch die Schuhpflicht kommen?
Man sollte die Gesetzentwürfe im Auge behalten, ggf. vielleicht Lobbyarbeit betreiben ... [asc]

Da könnte man auch argumentieren, es wären Handschuhe zwingend nötig, immerhin sind die Hände bei Stürzen immer mitbetroffen.
Plattfuß

Aus meinem eigenen Erleben kann ich noch beisteuern, dass ich barfuß das Gefühl habe, die Pedale des Fahrrads besonders sicher unter Kontrolle zu haben, weil ich mit den Zehen klammern und bestens ziehen und drücken kann.
Diese Sicherheit sollte die natürlich denkbaren zusätzlichen Risiken mindestens aufwiegen.
Außerdem ist es tatsächlich so, dass wer Risiken für nackte Füße herausstreicht, auch Hände, Ellbogen, Knie, Wangen und Nasen keinen Gefahren aussetzen sollte - so dass außer Stiefeln eine komplette Motorradkombi samt Kradhelm die korrekte Fahrradbekleidung wäre ...
Ich habe mich inzwischen auch leidlich an meine Pedale gewöhnt, weil meine Fußsohlen dank Barfußwandern etc. ganz passabel trainiert sind. Andernfalls kann der Druck von Pedalkanten das Vergnügen allerdings schnell einschränken.
Wer also nicht ganz so viel Übung hat und gerne barfuß Fahrrad fahren möchte, sollte beim Fahrradhändler vorbei schauen und in kantenfreie Pedale investieren.
Georg

[ beisteuern, dass ich barfuß Gefühl habe, Pedale des Fahrrads besonders sicher unter Kontrolle zu haben, weil ich mit Zehen klammern und ziehen und drücken kann]
Das stimmt obendrein; so ist ein "runder Tritt" möglich, bei dem ein größerer Anteil der Pedalumkreisung zur Kraftübertragung genutzt wird und die Totpunkte oben und unten besser überwunden werden.
"Sportliche" Radfahrer bauen sich dafür Klammern an die Pedale (die das Absteigen deutlich erschweren) oder investieren in Klickpedalsysteme (mit dem Nachteil, dass die Radschuhe nicht mehr gut zum Gehen geeignet sind; ohnehin sind sie ziemlich unbequem und eng).
Da genieße ich die Kombination Barfuß + Alugummipedal. (Angesichts dieser Überlegungen wäre es vielleicht gar nicht so abwegig, spezielle Barfußpedale zu entwickeln ...)
Noch etwas ist anders: die Kraft wird nicht über die Schuhsohle übertragen, sondern nur über die Auflagepunkte des Vorderfußes auf dem Pedal. Damit ist die Flächenpressung entsprechend höher, daher ist das Barfußradeln vielleicht doch eher für Genussradler mit entsprechend begrenztem Drehmoment und nicht für Extremsportler. (Trotzdem fahre ich recht schnell!)
[ wer Risiken für nackte Füße herausstreicht ... außer Stiefeln komplette Motorradkombi samt Kradhelm]
Wohl wahr ... Unci

Ich danke euch allen für eure Hilfe Es hat mir sehr geholfen Tobi

[Frage, ob man barfuß Fahrrad fahren sollte ...]
Ich bin wieder dazu übergegangen und fühle mich auch sicher.
Es ist vielleicht nichts für extrem sportliche Radfahrer, die hohe Kräfte ausüben und eine sichere Verbindung brauchen (Klickpedale mit dazugehörigen Schuhen), aber für normale Drehmomente reicht der Kontakt zwischen nacktem Vorderfußballen und Alupedal mit profilierter Gummiauflage aus. In die Nähe der Speichen komme ich nicht, und abspringen muss ich auch nicht. Was sagt die StVO dazu?  ... und habe mich anschließend auf die Suche gemacht und den Text der StVO im WWW gefunden. Zu notwendigen Schutzausrüstungen beim Betrieb von Fahrrädern steht dort nichts. Was nicht verboten ist, ist erlaubt. ...
Unci

fussohli.jpg (920 Byte) zurück zur Übersichtsseite des "Best of"
im Hobby? Barfuß! Forum
zum Kopf der vorliegenden Seite