[Frühjahrswanderung in der Wahner Heide 2001] [Frühjahrswanderung 2002 in der Wahner Heide]

Frühjahrswanderung in der Wahner Heide 2001
(Forumberichte im Frühling 2001)

Heute war es soweit: Die lange zuvor angekündigte Barfußwanderung durch die Wahner Heide (in der Nähe von Köln) hat stattgefunden. Wir waren zu fünft: Georg, Torsten, Wolfgang, Markus II und ich.
Wir trafen uns auf einem Parkplatz in der Nähe der Wahner Heide, den man aufgrund von Georgs hervorragender Wegbeschreibung nicht verfehlen konnte. Noch bevor wir losgingen, wurden wir von einem Mann angesprochen, der sofort erkannte, dass es sich um eine Barfußwanderung handelte, und sich sehr interessiert zeigte. So wollte er beispielsweise wissen, ob es sich um eine regelmäßige Veranstaltung handelte usw., und Georg gab ihm bereitwillig Auskunft. Dann gingen wir los.
Das Wetter war traumhaft: warm und sonnig, wie es für eine Barfußwanderung nicht besser sein könnte. Zuerst gingen wir auf einem Weg, der an der Umzäunung des Kölner Flughafens entlang verlief, aber schon bald bogen wir ab und gingen über die Heideflächen, wo wir eine Ziegenherde weiden sahen. Es war sehr angenehm, über die Heide zu gehen.
Dann kamen wir ans Moor, und wir hörten schon von weitem die Wasserfrösche quaken. Im Wasser schwammen jede Menge Kaulquappen herum, und weiter hinten waren die erwachsenen Frösche in großer Zahl zugange. Als wir näher kamen, waren sie freilich im Nullkommanix verschwunden, tauchten aber schon bald wieder auf, sobald sie merkten, dass wir uns entfernten, und setzten ihr Gequake fort.
Durch das Wasser und den Matsch zu gehen war wie immer sehr angenehm, obgleich ich viel vorsichtiger sein musste als die anderen, da ich der einzige aus unserer Gruppe war, der eine lange Hose trug. Die anderen vier konnten unbekümmert draufloswaten, während ich die tiefen Stellen meiden musste, was gar nicht so einfach war, und manchmal blieb mir nichts anderes übrig, als umzukehren und außenrum zu gehen.
Über weite Strecken bestand der Weg auch aus festgetrocknetem Schlamm, der steinhart und uneben und als Untergrund ähnlich wie grober Schotter war. Das Gehen auf dem hartgetrockneten Schlamm behagte mir (und den meisten von uns) nicht so gut, da ich noch mit dem Schottertraining gerade erst angefangen habe, aber ich sah die Sache positiv: als weitere Trainingsmöglichkeit (und wenn man sich selber dauernd einredet, wie wundervoll der Untergrund sei, geht's auch ganz leidlich).
Zwischendurch gab es auch kleinere Abschnitte durch Wiesen, und das war dann wie Labsal für die Füße.
Nachdem wir etwa fünf Stunden gewandert waren, erreichten wir wieder den Parkplatz und fuhren dann noch nach Porz, wo wir in einer Eisdiele unser Treffen ausklingen ließen, und dann hieß es Abschied nehmen und nach Hause fahren.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Tag, und ich war sehr angenehm überrascht, dass es nur 50 km von meiner Heimat entfernt ein so wunderbares Stück nahezu unberührter Natur gibt, das sich hervorragend für Barfußwanderungen eignet.
Herzliche Barfußgrüße, Markus U.

Ich werde den Tag als sehr gut gelungen in Erinnerung behalten. Es ist wirklich etwas Besonderes, mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein: richtiges Fachsimpeln ist möglich, und das Austauschen der individuellen Eindrücke zum Forum ist ebenfalls sehr interessant (und nicht selten wirklich lustig).
Die Unterhaltung (bei der es natürlich nicht nur ums Barfußlaufen ging) verstummte während der fünf Wander- (und Picknick-)stunden praktisch nie. Sie gingen dann (leider!) auch sehr schnell herum.
Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht von der Wahner Heide, ein ideales und richtig großes Barfußrevier. Für die Strecken aus getrocknetem Schlamm, die nach einer Schönwetterperiode entstehen, sollte man etwas Übung haben. Ansonsten gibt es viele schöne Naturwaldwege und Sandwege, auch Grasflächen sind dabei.
Zur aufgeworfenen Frage der Sohlenfärbung konnte ich hier – bei gleicher Strecke - erhebliche Unterschiede beobachten (... der kleine Wissenschaftler in mir erwacht wieder und will es ganz genau rauskriegen). Von fast völlig sauber bis sehr dunkel (wie gesagt, bei gleicher Strecke) war bei fünf verschiedenen Personen alles gleichzeitig zu sehen. Wenn man dann beobachtete, wie sicher die Mitwanderer auf schwierigerem Terrain gingen, ließ sich relativ deutlich die Regel "je sicherer, desto dunkler" aufstellen. Abgesehen davon scheinen aber auch persönliche Einflussfaktoren eine deutliche Rolle zu spielen, die mit dem sicheren Gang nichts zu tun haben.
Ansonsten ist während der Wanderung bei den meisten der (fast ganz) feste Entschluss entstanden, sich zum Barfußtreffen in Würzburg aufzumachen. Nach den sehr positiven Erfahrungen bei der hiesigen Wanderung bin ich zuversichtlich, auch dort auf nette Leute zu treffen!
Abschließend noch einmal vielen Dank an Georg für das Organisieren dieser gelungenen Wanderung. Viele Grüße, und kommt zahlreich nach Würzburg!
Ich für meinen Teil hoffe, dass wir viel wandern (und picknicken...) werden.
MarkusII

Leider konnte ich ja an der letzten Wanderung in der Wahner Heide nicht teilnehmen.
Habe übrigens überhaupt keine Ahnung, wo ihr dort gelaufen seid - laut eurer Beschreibung. Ich kenne mich etwas dort aus. In der Südheide sind sehr viele Sandwege, sogar eine Sanddüne gibt es dort (vermittelt ein wenig "Beach-Feeling").
Ihr hattet ja leider ein bisschen Pech mit dem getrockneten Schlamm. Leider sind viele interessante Gebiete - wie Moore und Flussläufe - in der Heide ständig gesperrt (Rote Zone).
Andreas (Koeln)

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Frühjahrswanderung 2002 in der Wahner Heide
(Forumbeitrag im Frühjahr 2002)

Die Wahner Heide zwischen Köln und Bonn diente als ideales Barfuß-Revier im April 2002 bereits zum zweiten Mal als Gelände für ein Treffen von Forumsteilnehmern.
Erster Treffpunkt war der Bahnhof in Porz (Rhein) gegen 13:15 Uhr: Georg erwartete uns hier mit seinem Auto bzw. Markus U. war für Nachzügler mit seinem Auto zuständig. Von Porz aus fuhren wir noch ein ganzes Stück mit dem Auto weiter gen Wahner Heide.
An einem Parkplatz im Wald (am Forsthaus Telegraph) warteten wir dann auf Markus U. und Claudia und auf diejenigen, die mit dem eigenen Auto gekommen waren. Glücklicherweise hatten wir, wie bisher immer, ein vermittelndes Handy im Gepäck: Unsere Autofahrer hatten den verabredeten Parkplatz nämlich knapp verfehlt.
Als schließlich alle zehn Barfüßler zusammen waren, ging es dann auf freiem Fuß durch die Wahner Heide, die zum größten Teil aus dem für eine Heide typischen ruppigen Gras besteht, aber wo es auch eine Menge wundervoll feinen Sand gibt. Georg erzählte uns etwas über die politische Geschichte der Wahner Heide und über den Flughafen und was es mit der Birke auf sich hat. Während wir gemütlich durch den - trotz weniger gutem Wetter - recht warmen Sand liefen, unterhielten wir uns angeregt.
An einem Fluss (der Agger), an dessen Ufer Wiese wuchs, rasteten wir dann. Auf dem Rückweg hatten wir einen steilen Schotterhang zu überwinden und kamen vor allem durch Waldgebiet. Und damit wir die Wahner Heide nicht kulturlos verließen, zeigte uns Georg die Eremitage, eine ehemalige Einsiedelei.
Bald schon verließen uns die 'Autofahrer' und wir drehten noch eine weitere, kleine Runde durch Heidegras und Sand. (MarkusII und ich konnten uns nicht durchsetzen, noch zwanzig weitere Kilometer zu laufen ;-).) Danach begaben wir uns noch in ein Eiscafe in Troisdorf und ließen den Nachmittag bei Kaffee, heißer Schokolade, Tee, Eis und Gespräch gut gelaunt ausklingen.
Das Barfußlaufen selbst kommt in diesem, meinem Bericht wohl etwas zu kurz: Das liegt einfach daran, dass wir zwar gemeinsam Barfußlaufen, aber nicht ständig davon sprechen, sondern uns auch Interessen und ähnliches verbindet und es also mehr ein fröhliches Zusammensein und ein gemeinsames Erleben ist als ein Treffen, das total auf ein Thema ausgerichtet ist.
Den Untergrund, den unsere Füße betraten, muss ich freilich noch erwähnen: Weicher Sand, weiches Laub am Boden im Wald. Es gibt nichts schöneres als auf solchen Böden zu laufen! Ich habe bisher auf keinem Barfußtreffen so wundervollen Boden mit meinen bloßen Füßen berührt. Die Auswahl der Strecke war wirklich genial!
Vielen Dank an Georg! Vielen Dank an alle Teilnehmer des Barfußtreffens für den gelungenen Tag!
Herzliche barfüßige Grüße, Eva

Zehn Teilnehmer (3 w / 7 m) waren eine schöne Zahl und unsere Gruppe weder zu klein noch zu groß. Aber die übrigen, die mit der Teilnahme geliebäugelt hatten (zusammen weitere sieben Personen) wären auch willkommen gewesen!
[Auf dem Rückweg hatten wir einen steilen Schotterhang zu überwinden]
Zum Glück unser einziges Schotterstück. Es ging recht steil den Ravensberg hinauf, und vermutlich hatten die belgischen Streitkräfte. die die Wahner Heide bisher als militärisches Übungsgebiet nutzten, hier ihren Jeeps die Bahn ebnen wollen.
Für Ortskundige eben noch die Angaben: Gestartet sind wir in Troisdorf - Spich am Forsthaus Telegraph, von dort hinabgestiegen und durch die Heidevegetation bis zur Agger gegangen, zurück am Leyenweiher vorbei, über den Ravens- zum Telegraphenberg und in einer kleinen Schleife zurück zum Forsthaus.
Georg

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