[Ulrich gewöhnte sich ab 18 Barfußgehen an] [Ulrichs Barfüße zeigen : "Uni ist nicht weit !"]

Ulrich gewöhnte sich ab 18 das Barfußgehen an
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumbeiträgen im Sommer/ Herbst 1998)

Ich bin letzte Woche auf das "Hobby? Barfuß!" - Forum aufmerksam geworden und bedingt durch das wieder schönere Wetter gerade in der Stimmung bin, mich mit dem Thema "Barfußlaufen" zu befassen (natürlich sitze ich barfüßig am Rechner, während ich diese und die folgenden Zeilen schreibe), möchte ich aus der Anonymität eines Nur - Mitlesers heraustreten und einen eigenen Beitrag liefern. Es tut gut, von anderen lesen, dass sie zum Barfußlaufen die gleiche Einstellung und die gleichen Empfindungen haben wie man selbst. Beispielsweise erinnerte mich Katjas Schilderung "Barfuß beim Friseur" daran, wie ich mich fühlte, als ich selbst das erste Mal den Mut fasste, auf der Strasse, beim Einkaufen oder auf dem Uni - Gelände barfuß zu gehen.
Ich bin z.Z. 30 Jahre alt und Promotionsstudent (Physik) an der Uni Frankfurt. Leider habe ich erst recht spät, mit 18, angefangen häufiger barfuß zu gehen. In meiner Familie und im Freundeskreis waren leider keine Vorbilder, von denen ich mich hätte anstecken lassen können. An einem sehr heißen Hochsommertag (36 Grad im Schatten) - ich hatte seit ein paar Monaten den Führerschein und kurz darauf mein erstes Auto - ergab es sich dann, dass ich im noch viel heißerem Auto saß und auf meine Mutter wartete, die ich zum Einkaufen gefahren hatte. Ich selbst hatte keine Lust gleichfalls in den Laden zu gehen. Während ich nun so dasaß und schwitze, sah ich unter den vorbeigehenden Personen außer einer Gruppe spielender barfüßiger Grundschulkinder auch einige (zwei oder drei) Erwachsene, die sich in Anbetracht des Wetters entschlossen hatten, ganz selbstverständlich barfuß zu gehen. Irgendwie hat mich der Gedanke, dass es - hier, in Mitteleuropa - auch für Erwachsene möglich ist, barfuß zu gehen, so sehr beeindruckt, dass ich mich, nach Hause zurückkehrt entschloss, für den Rest des Tages selbst ohne Schuhe zu gehen und dies auch öfters zu wiederholen.
Im Laufe der folgenden Jahre ging ich dann immer öfter barfuß, zuerst zuhause in Wohnung und Garten, dann in der Umgebung des Hauses auch auf der Strasse und schließlich traute ich mich, auch barfuß auf belebtere Strassen. Mit der Zeit gewöhnte ich mir auch das Barfußgehen ab immer niedrigeren Temperaturen an, bis ich vor etwa 5 Jahren bei ca. 18-20 Grad (je nach Witterung) meine Grenze erreichte. ...
Im allgemeinen bevorzuge ich Temperaturen ab 20 Grad zum Barfußgehen. Bei sonnigem Wetter und trockenem Untergrund bin ich zuweilen auch schon bei 18 Grad ohne Schuhe unterwegs. Spätestens bei ca. 22/23 Grad sind bloße Füße für mich bei jeder geeignet erscheinenden Gelegenheit ein Muss. Da ich in einer klimatisch weniger bevorzugten Mittelgebirgsgegend (Hochtaunus) wohne, besteht für mich somit etwa von Ende April oder Anfang Mai bis etwa Ende August oder - seltener - Anfang September (also im Spätfrühling und Sommer) die Gelegenheit barfuß zu gehen. Obwohl ich auch in warmem Sommerregen zuweilen barfuß laufe, bevorzuge ich doch eher trockenes Wetter zum dauernden Barfußgehen. In regennassem Pflaster sehe ich - für mich persönlich - eher etwas bei gegebenen Witterungsverhältnissen Unvermeidliches, denn einen besonderen Genuss.
In diesem Sinne auf einen möglichst frühen Beginn der nächstjährigen Barfuß - Saison hoffend,
Ulrich

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Ulrichs Barfüße zeigen : "Die Uni ist nicht weit !"
(Forumbeitrag im Sommer 1998)

Nachdem ich als Diplomand ganztägig in der Uni tätig war, sah ich im Sommer immer wieder einmal auch Studenten (hauptsächlich natürlich Studentinnen), die barfuß unterhalb des Fensters meines Arbeitszimmers vorbeiliefen. (In Frankfurt gehen zwar, wie von anderer Seite - Oliver - bereits bemerkt wurde, nur sehr wenige Studenten (m/w) barfuß, aber 2-3 Mit - Barfüßern begegnet man an einem Sommertag innerhalb des Semesters doch.) Auch im Institut, wo ich meine Diplomarbeit schrieb, gab es eine Doktorandin und einen Mitdiplomanden - beide haben das Institut inzwischen verlassen -, die wenigstens im Zimmer und auf dem Gang öfters barfuß war. Ich schloss mich ihnen natürlich in dieser Angewohnheit an, fand aber gleich, dass ich, wenn ich schon den ganzen Tag im Institut barfuß lief, auch auf dem Nachhauseweg - zumindest soweit der im Sommer heiße Asphalt der Buergersteige dies zulässt - lieber ohne Schuhe gehe.
Inzwischen ist es für mich zu einer festen Gewohnheit geworden, im Sommer nicht nur in der Freizeit - da sowieso und fast immer - sondern auch im Institut und auf einem Grossteil des Nachhausewegs barfuß zu gehen. Lediglich am Frankfurter Hauptbahnhof ziehe ich es vor, Schuhe zu tragen (d.h., in Anbetracht der Blutflecken von Fixern und eines scharfen Uringeruch im Bereich der Treppenaufgänge, ziehen ich den Gedanken vor, von dem DORTIGEN Boden durch ein Paar Schuhsohlen getrennt zu sein).
Da ich im Taunus wohne, wo es, selbst im Sommer, frühmorgens meist noch etwas frisch ist - nicht nur im vielbesungenen, benachbarten Westerwald pfeift der Wind so kalt... - muss ich auch auf dem Hinweg zur Uni meist noch Schuhe tragen. Wenn möglich gehe ich aber wenigstens das letzte Stück zwischen Straßenbahnhaltestelle und Uni barfuß. Zum Abschluss noch ein Bonmots, das ich vor zwei Jahren aus dem Gespräch zweier Schlipsträger am Frankfurter Messegelände - zwischen Uni und besagter Straßenbahnhaltestelle - aufgeschnappt habe, nachdem diese meine bloßen Fuße entdeckten: "Man sieht, die Universität ist nicht weit!" Bis zum nächsten Mal und (im Sommer)
"... immer KEINE Handbreit Schuhsohlen unter den Füssen!"
Ulrich

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