Barfußurlaub in deutschen Landen
(Forumbeiträge seit 1998)

Pfingsten waren wir von unserem Schwager nach Brandenburg eingeladen worden. Das Wetter zeigte sich, von einzelnen Schauern am Sonntag, von seiner besten Seite. Wir quartierten uns in einer Gastwirtschaft in einem kleinen Vorort von Frankfurt / Oder ein, direkt an einem kleinen See. Bei der Anmeldung fiel mir ein Schild mit folgender Aufschrift auf: „Die Toiletten bitte nicht barfuß betreten." Die junge Frau an der Anmeldung hatte meinen überraschten Gesichtsausdruck bemerkt und meinte: „Sonst dürfen Sie es überall wenn Sie möchten." Wie ich nachher erfuhr, war es früher einmal ein FDGB-Heim.
Ab Sonntag unternahmen wir dann einige Erkundungstouren entlang der Oder. Weite Gebiete sind unter Naturschutz gestellt. Die Wege sind alle naturbelassen und sandig. Sie laden sofort zum Barfußlaufen ein. Dies wird auch praktiziert, wie die Abdrücke im Sand bewiesen. Uns begegneten auf allen Touren mehrere Barfüßige, meist jedoch Mädchen und Frauen. Im Verhältnis zu hier waren es unheimlich viele. Viele davon auch in den Dörfern. Es war scheinbar eine Selbstverständlichkeit (ist es im Prinzip ja auch). Das schließe ich daraus, weil sie gar keine dabei hatten.
Fazit: Trotz der zeitlich eingeschränkten Erkundungsmöglichkeiten möchte ich schon jetzt behaupten, dass Brandenburg für mich mit zu den Barfußparadiesen gehört.
Klaus_sg

Ich bin aus dem Urlaub zurück - 11 Tage durchgehend barfuß. Ich war mit meiner Familie im Fichtelgebirge, wo wir nur gutes Wetter hatten und uns gut erholen konnten.
Es gab überhaupt keine Probleme wegen der nackten Füße, weder aufgrund der Belastung durch steinige Wege noch durch abfällige Bemerkungen Anderer. Es schien, als nähmen die meisten Leute das Barfußlaufen so hin, auch wenn viele ungläubig geguckt haben, besonders auf den Bergen (sind ja eher Hügel dort). Eine ältere Frau, die mir auf einer Felsentreppe von oben entgegenkam, hörte ich zu ihrer Begleitung sagen, dass das jetzt wohl in wäre, ohne Schuhe zu gehen. Sie selbst hatte mit ihren glatten Straßenschuhen sichtlich Probleme. Ich sagte ihr: "Barfuß ist das Einfachste!" und sie gab mir recht, bemerkte aber, für sie wäre das nichts mehr. Leider konnten wir wegen der Engstelle das Gespräch nicht fortsetzen.
Interessant war das Verhalten meiner Tochter zu beobachten, die, von meiner Frau zum Tragen von Schuhen angehalten, sich nur an schwierigen oder matschigen Passagen die Sandalen auszog. Sie ist mit ihren fünf Jahren zwischen beiden Standpunkten hin- und hergerissen, handelt mal so, mal so - hat aber immer eine Begründung für ihre jeweilige Entscheidung. Mein Sohn ist anderthalb und löst das Problem auf seine Art: wenn er raus möchte, hält er uns seine Schuhe hin, damit wir sie ihm anziehen. Kaum draußen, macht er es ebenso, damit wir sie ihm wieder ausziehen. Für ihn sind Schuhe nur ein Zeichen des Aufbruchs, sonst unnötig.
Einen Tag ist auf eine Biene getreten, die Reaktion meiner Frau war filmreif, (Sch...barfuß!).
Jetzt im beginnenden Herbst werden die Reaktionen der Umwelt wieder heftiger, weil es doch viel zu kalt ist. Für mich bleibt es aber dabei, dass ich Schuhe nur anziehe, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Und noch sind die Temperaturen durchaus erträglich.
Angenehmen Tag! Alex(XS)

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