[Bericht zur Barfußwanderung der "Jugend" des SAV] [Ein Fernsehbeitrag zum Barfußwandern]

Bericht zur Barfußwanderung der "Jugend" des SAV
(Schwäbische Albverein)
(Forumbericht im Herbst 1999)

barefoot rambling (1) zum Aktionstag "MOBIL OHNE AUTO" (MOA) Lust, eine neue Dimension der sinnlichen
Wahrnehmung beim Wandern kennenzulernen? Dann zieh' einfach Deine Schuhe aus und geh' mit uns mit! Es ist ein
unwahrscheinlich tolles Gefühl, die Erde, Gras, Steinchen, den Bach, Moos, Asphalt und Schlamm im Wechsel unter
den baren Fußsohlen zu spüren. Befestigte Wege lassen sich nicht ganz vermeiden, jedoch ist die Strecke
insgesamt menschlich gewählt und nicht zu lang. Ort/Treffpunkt: Geislingen an der Steige Termin: 20.06.1999
Kosten: eigene Anreise, Selbstverpflegung Leitung und Info: Rainer W. Ungermann Anmeldung: nicht erforderlich Veranstalter: Schwäbische Albvereinsjugend

Ich bitte um Verzeihung für Verspätung, ich hatte es schlicht und ergreifend vergessen. Und jetzt erst komme ich  dazu.
Am 20.06.1999 um 13 Uhr 30 trafen sich etwa 25 Leute zwischen 8 und 88 Jahren (Deshalb Jugend in Gänsefüßchen) am Bahnhof in Geislingen an der Steige. Die Mehrzahl der Leute kam per Bahn und alle - mich eingeschlossen - hatten auf der Anreise Schuhe an. Die Teilnehmer kamen z. T. bis aus Spaichingen, also 200 km weit angereist.
Der Organisator Rainer Ungermann ist im SAV für ungewöhnliche Aktionen bekannt, z. B. finden unter seiner Obhut Überquerungen der Schwäbischen Alb innerhalb eines Tages (im Oktober, nicht am 21. Juni), nächtliche Winterwanderungen, Eisbaden u.v.a.m.. statt.
Die mutixten (z.B. alle Kinder) zogen gleich am Stadtrand ihre Treter aus. Die lieben Kleinen waren auch die ersten, die sie vorerst wieder anhatten. Es ging nämlich die alte Weiler Steige hinauf, und die war einige Tage zuvor mit faustgroßem Schotter neu gedeckt worden. Nur die Straßenwalze ist noch nicht gefahren. Kein Wunder, denn der feinere Schotter war ja noch nicht drauf. :-(
Nach etwa 1,5 km war feierliche Eröffnung der Wanderung. Wer die Schwäbische Alb nicht kennt, sollte wissen, dass es sich hierbei nicht um ein Mittelgebirge wie Odenwald, Bergisches Land oder Schwarzwald mit mehr oder weniger großen aber i.d.R. nicht sehr steilen Hügeln handelt, sondern um ein Stufengebirge mit einem 250 - 450 Meter hohen, sehr steilen (35 - 50 Grad) Rand (das ist etwa mit der Neigung der Schutthänge im Allgäu vergleichbar) und einer nahezu topfebenen Hochebene. Der Albtrauf, die "Kante" zwischen Hochfläche und Rand (Traufhang) bietet viele wunderschöne Aussichtspunkte mit faszinierenden Tiefblicken und auch immer ordentlich Wind (im Sommer :-), im Winter aber :-((( ).
Einige Wanderwege verlaufen parallel der Höhenlinien am Traufhang. Diese sind oftmals sehr schmal und verlangen dem Ungewohnten ein gewisses (wenn auch nicht übermäßiges) Maß an Trittsicherheit ab. Lediglich die Bewaldung verhindert auf diesen Wegen einen furchteinflößenden Blick nach unten. Dass diese Sicherheit täuschen kann, wird einem spätestens dann klar, wenn man seinen Rucksack unachtsam abstellt :-(.
Einige Tage zuvor hatte es ziemlich heftig (das ist dort häufig) und lange (das ist dort eher selten) geregnet, und der schmale Weg, der Auftakt unserer schönen Tour war, war ziemlich glatt. So konnten wir es den 5 älteren Teilnehmerinnen nicht übel nehmen, dass sie die Wanderung mit Schuhen fortsetzten. Zumal sie sich die letzten Jahre offensichtlich nur oben oder unten, nicht aber dazwischen bewegten. Eine musste noch ziemlich bestimmt dazu aufgefordert werden, den Gummistöpsel vom Wanderstock zu ziehen und den letzteren entweder auf die Talseite zu nehmen (bei den vielen Serpentinen im 10 - Meter Abstand ein umständliches Verfahren) oder von seinem Einsatz abzusehen.
Nach einer halben Stunde ging es dann durch den kleinen Stadtteil Weiler ob Helfenstein auf die Hochfläche. Rainer suchte die Strecke recht barfußfreundlich aus, es gab überwiegend Wiesenwege, fast kein Asphalt, einige (jedoch angenehm begehbare) Forststraßen, jede Menge warme Pfützen, die die lieben Kleinen zu allerlei Unfug anregten (z. B. mit beiden Füßen reinhüpfen, dass jeder im Umkreis von 10 Metern von oben bis unten mit Schlamm bedeckt war). Das Gras stand z.T. so hoch, dass sich die Kinder darin aufrecht stehend verstecken konnten und die vorbeigehenden Wanderer mit spitzigen Halmen kitzelten. Der Bursche, der es übertrieb (er steckte mir einen Halm ins Ohr), wurde zuerst mal in der nächste Pfütze gebadet, was ihm allerdings wohl eher noch Spaß machte. Nachdem der rotzfreche (sonst aber unheimlich liebenswerte) Bengel keine Ruhe geben wollte und anfing, mir Beine zu stellen, bekam er einen Schubs in ein Feld mit (für ihn) mannshohen Brennnesseln. Er hat es mir zwar nicht so sehr übelgenommen, aber er spielte danach wenigstens keine Streiche mehr. Außerdem konnten wir ihn überzeugen, dass das gesund ist.
Bei angenehm lauwarmen Wetter ging es dann noch auf den Ödenturm. Anstelle einer öden und zugigen Aussichtsplattform gibt es dort ein sehr schön eingerichtetes Turmzimmer. Die "Türmerin" staunte nicht schlecht, als sie 20 nacktfüßige Leute die Treppe hochkommen sah, ging aber nicht näher darauf ein. Danach ging es den gleichen schmalen Weg am Traufhang entlang, den wir am Anfang schon gekommen sind, zurück zum Schuhplatz.
Dort gab es noch eine böse Überraschung: Rainer Ungermann hatte nämlich (als Einziger) seine (nicht gerade billigen) Schuhe an der dortigen Aussichtskanzel stehen lassen. Und jetzt waren sie weg. Den Schotterweg runterlaufen ging ohne Schuhe nicht. Deshalb war dann noch ein längerer Umweg zum Bahnhof nötig.
Trotz seiner bis halb an die Knie verschlammten Beine gab es dann auch keine Beschwerde vom Fahrer des Busses, der ihn zurück nach Beimerstetten brachte. Gegen 18 Uhr waren wir wieder alle am Heimweg.
Leider konnte die Wanderung wegen extremen Schotters nicht auf die andere Seite der Stadt Geislingen gelegt werden, diese Seite bietet nämlich ständig Aussicht auf die Geislinger Steige, Europas erste Gebirgsbahn, die auf einer Strecke von knapp 6 km 123 Meter überwindet. Es ist faszinierend, zu beobachten, wie sich die Züge endlosen Schlangen gleich am Hang entlangwinden. Die Geislinger Steige galt als Referenzobjekt für den späteren Bau der Schwarzwald- und Brennerbahn, die Krönung des Lebenswerks Robert Gerwigs. Bei interessanten botanischen und geologischen Vorträgen einiger Teilnehmer einerseits und dem Genuss der schönen Natur und der Aussichten andererseits vergaß man, dass man zu einer besonderen Wanderung aufgebrochen ist.
Eigentlich könnte man so was öfters mal machen. So und nun diskutiert mal schön. Gruß Rainer

Wie viele Rucksäcke habt Ihr denn ins Tal gekegelt? Oder war der traurige Smiley mehr auf die Vorstellung davon sausender Ausrüstung bezogen? mfG Rol

[Rucksäcke ins Tal gekegelt? Oder der traurige Smiley mehr auf Vorstellung bezogen?]
Speziell bei dieser Wanderung keine. Aber beim Klettern habe ich schon zweimal einen Rucksack davon kullern sehen. Und einmal lehnte ich mich unter den linken Wittlinger Felsen mal unachtsam an einen "klugen" Stein. Ich blieb oben, der Stein verformte die Leitplanke der 100 Meter darunter verlaufenden Straße. Rainer

[Wie haben denn die Jugendlichen, Erwachsenen und "Senioren" die Veranstaltung erlebt und kommentiert ?] Eigentlich gar nicht. Nach 10 Minuten war es so als würden die das immer machen.
[Waren auch einige auch - vorher - schon oder jedenfalls ab - jetzt - öfter Barfußwanderer darunter und was haben sie ggflls. berichten können ?]
Mir waren keine bekannt. Gespräche zu Thema "Barfuß" gab es keine. Gruß Rainer

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im Hobby? Barfuß! Forum
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Ein Fernsehbeitrag zum Barfußwandern
(Forumbericht im Frühling 2000)

Hallo zusammen, neulich wurde ich mal wieder von einer TV - Journalistin angefragt, wie denn die Jugend so zum Wandern steht. Unter anderem kamen wir dann mal auf Barfußwandern, was sie gleich sehr interessierte. Letztendlich kam es dann dazu, dass ein Aktiver der Schwäbischen Albvereinsjugend, der bereits im letzten Jahr zwei Barfußwanderungen angeboten hatte, eine eigens zusammengestellte Gruppe für Barfuß - Wanderaufnahmen präsentieren konnte. ...
Heute um 18.50 gab's für die Baden - Württemberger einen 5-minütigen Kontakt mit dem Barfußwandern. In der SWR - Sendung "Treffpunkt" war als Thema Wandern angesagt. Als exotische bzw. jugendlichere Wanderform wurde dabei das Barfußwandern vorgestellt. Im Bild gezeigt wurde Rainer Ungermann vom Schwäbischen Albverein, der bereits im letzten Jahr zwei Barfußwanderungen auf der Schwäbischen Alb angeboten hatte (ich warb dafür letztes Frühjahr hier im Forum). Rainer hatte eine 10-köpfige Gruppe zusammengestellt im Alter von ca. 9 - 40 Jahren, überwiegend Frauen.
Der TV-Beitrag zeigte dann wie die Gruppe über verschiedene Untergründe (Wiese, Waldboden, Schlammweg, Forststraße) entlangwandert, natürlich überwiegend aus der Bodenperspektive mit viel Fußblick. Die Teilnehmer/innen berichteten dann kurz wie ihnen das Barfußlaufen so gefällt, es gab dabei nur positive Statements. Nur der Boden war noch etwas kühl gewesen, ansonsten genossen sie es, wie Kinder durch den Schlamm zu gehen (bzw. was sie als Kinder nicht durften) und den Boden unter den Füßen zu spüren.
Der Barfußspaziergang war dann noch mit recht flotter Musik unterlegt (I'm walking...), so dass insgesamt eine recht schöne Stimmung vermittelt wurde. Zum Schluss gab es dann das obligate Fußbad im kalten Bach. Auch der Moderator der Sendung lief im Bild barfuß mit.
Alles in allem, fand ich es eine schöne Werbung fürs Barfußlaufen.
Aus Rainers Sicht sah die ganze Aktion so aus (aus einer eMail von ihm an mich, etwas gekürzt): Hallo Kai, Du hattest mir neulich den Anruf einer Frau Grünewald vom SWR beschert, die eine Fernsehsendung über's Wandern vorbereitet. Ich will Dir kurz über den Fortgang dieser Geschichte berichten:
Insgesamt drei Telefonate, in denen Sie mir berichtet, dass sie in der Sendung am 20.4.00 u. a. auf Wanderformen aufmerksam machen möchte, die von den Klassikern (Kniebundhose, rote Strümpfe, über 50-jährige) etwas abweichen. Wir hatten uns ausführlich über Theorie und Praxis, Erfahrungen und Reaktionen Unbeteiligter sowie allgemein den Nackten Fuß im Alltag und als Event unterhalten. Ihre Vorstellung, Barfußlaufen habe etwas mit Ideologie oder Religion zu tun, musste ich gründlich enttäuschen. Einen Termin für die nächste Aktion, an der sie dann teilnehmen wollte, konnte ich ihr nicht nennen, erklärte mich jedoch bereit eine spezielle Wanderung für die Sendung (kameragerecht) zu organisieren. Meinen Bedenken zur Witterung und den damit verbunden Schwierigkeiten, genügend Barfüßer zu motivieren, begegnete sie recht gelassen: Sie habe einen guten Draht zum Wetteramt und würde immer bestens über das Wetter informiert werden.
Sie erläuterte mir den geplanten Ablauf der Dreharbeiten und worauf es ihr besonders ankomme: Möglichst viel Licht, möglichst grüne Kulisse (haha!), die Mitwanderer sollten möglichst glaubwürdig den Spaß am Barfußlaufen transportieren. Christof, der durch die Sendung führt, komme nur kurz, um beim Start der Wanderung - möglichst auf einer Wiese - und evtl. nochmals im Wald vor laufender Kamera zu moderieren. Unter diesen Aspekten sowie mit Blick auf die Barfußtauglichkeit der Wege hatte ich mich in der vergangenen Woche mit dem Areal vertraut gemacht.
Am Samstag um 13:00 Uhr waren wir verabredet, glücklicherweise nicht in der freien Natur, sondern zur Vorbesprechung in einer Kneipe. Zu zehnt - zwei Männer, drei Frauen, zwei Mädchen und drei weibliche Jugendliche, die meisten männlichen Barfußianer waren wohl lieber in München, um die 0:4-Niederlage des SSV Ulm gegen den FC Bayern hautnah miterleben zu können - warteten wir also auf die Fernsehleute, die uns mehrfach telefonisch auf "in 10 Minuten, einer viertel Stunde" vertrösteten.
Bei wunderbarem Wanderwetter waren die wanderlustigen Fußnudisten zum Teil erheblich genervt. Kurz vor drei traf das Team dann ein, musste aber zuerst essen und trinken. Halb vier ging's dann endlich los. Der Moderator war entweder tierisch müde oder nicht besonders vorbereitet, alles ging irgendwie recht zäh vonstatten. Die Stimmung wurde erst besser, als wir so richtig losmarschieren konnten. Das Kamerateam machte sich in der Zwischenzeit mit den Autos auf den Weg zu unserem Zielpunkt, wo zum Abschluss noch einige Aufnahmen gemacht wurden.
Die Sonne war schon fast verschwunden aus dem Taubental, dennoch war das abschließende Füßewaschen im eiskalten Bach eine Riesengaudi, vor allem als Inge bis über die Knie im treibsandartigen Bachuntergrund einsank und sich nach ihrer "Rettung" auch noch unfreiwillig und in voller Montur ins Wasser setzte.
Resümee: Für die meisten war der Tag mit dem SWR eine witzige Erfahrung. Alle waren ganz begeistert von der sinnlichen Erfahrung mit nackten Füßen in der Wiese, im Wald, im Matsch und im Bach. Sobald es etwas wärmer ist, wollen wir uns wieder aufmachen und unseren Füßen freien Lauf lassen: im wahrsten Sinne des Wortes!
Gruß Rainer

Wenn ihr unten auf den Link klickt, kommt ihr auf eine Seite, auf der ich einige mit der Digitalkamera geschossene Photos gesetzt habe. Die Qualität ist leider mäßig (Bild vom TV), aber für einen ersten Eindruck sollte es reichen. Schönen Abend noch Kai
Barfußwandern im Fernsehen
Barfußwandern bei der Wanderjugend - Artikel in WALK & more

Hallo Kai, das ist ja hervorragend! Etwas Besseres kann den sog. "Echten Barfüßern" ja gar nicht passieren! Meinen herzlichen Glückwunsch, dass Ihr so etwas zustande bekommen habt!
Viele Grüße, MarkusII

Toller Beitrag, tolle Bilder. Ein paar Fragen: Wie kalt war es denn an diesem Tag? Sind die Eltern (Mütter) der beiden Kinder auch mitgelaufen? Gab es da Probleme mit der Erlaubnis? Wie lange dauerte denn die Wanderung? Gab es auch Folgen wie z. B. Erkältungen bei den Teilnehmern oder andere Blessuren an den Füßen (das Gelände sah teilweise doch recht gefährlich aus). Lothar

Hallo Lothar, leider kann ich dir Deine Fragen nicht beantworten. Bzgl. der Erlaubnis für die Kinder nehme ich doch stark an, dass sie diese hatten. Alles andere kann ich mir nicht vorstellen.
Ein anwesender Mann sagte auch, dass er seinen Kindern dieses sinnliche Erlebnis gönnen möchte - daraus schließe ich einmal, dass es seine Kinder gewesen sein könnten. Ich selber war ja nicht dabei und habe als Schilderung nur das, was Rainer geschrieben hatte.
Anhand der Klamotten sieht man, dass es wohl schon etwas frisch war. Einige Teilnehmer sagten ja auch, dass der Boden noch etwas kalt wäre. Die Gefährlichkeit des Untergrunds kann ich nicht erkennen. Waldboden ist, auch wenn es hügelig ist, nicht gerade riskant. Wiese und Schlamm eh nicht. Grüße Kai

Hallo zusammen, vor einigen Wochen hatte ich von einer Barfußwanderung berichtet, die extra für eine SWR-3- Sendung organisiert wurde. Mittlerweile habe ich noch einen O-Ton-Bericht von drei Teilnehmerinnen bekommen, den ich euch nicht vorenthalten möchte.
Ich werde ihn auch in der Zeitschrift WALK & more der Deutschen Wanderjugend veröffentlichen:

Am 9. April 2000 waren wir Rainers Ruf gefolgt und hatten uns zu einer Barfußwanderung von Wustenriet ins Taubental eingefunden. Grund waren Filmaufnahmen für die Sendung "Treffpunkt" in Südwest 3.
Alle außer dem Filmteam waren da. Zwei Stunden Warten vertrieben wir uns mit Sonnen, Essen, Billardspielen ... Als das Filmteam endlich angekommen und auch gesättigt war, ging es los. Am Waldrand bei einem Bänkchen zogen wir unsere Schuhe aus und verstauten sie in unseren Rucksäcken.
Zuerst durften wir über eine weiche, angenehme Wiese laufen. Dann ging es aber schon in den Wald hinein. Iiiiiii—der Waldboden fühlte sich ganz anders an. Steine, Zapfen, Wurzeln, Nadeln, Dornen und andere Dinge piesackten unsere Fußsohlen. Das Filmteam hatte Spaß daran, uns den Berg hinauf und hinunter zu schicken. 
Auf einem Wanderweg liefen wir unserem Ziel entgegen. Den Blick meist konzentriert zu Boden gesenkt. Unsere Füße spürten kalten und feuchten Waldboden, warme weiche Blätter und dort, wo die Sonne hinschien, wohlige Wärme. Doch dann plötzlich verwandelte sich der Weg in eine lange, tiefe, dunkle, matschige Schlammpfütze. Da sollen wir durch? Aber ja doch! Das erste Mal machte es uns auch Spaß!
Dann stieß das Filmteam wieder zu uns und wir wurden, zwecks Filmaufnahmen, durch den Schlamm zurückgeschickt. Und wieder durch... und noch einmal zurück ... und wieder durch ... stimmungsmäßiger Tiefpunkt!
Krönender Abschluss war das Füßewaschen in einem eiskalten Bach, in dem eine Teilnehmerin noch ein unfreiwilliges Sitzbad nahm.
Und so schön Barfußlaufen im April auch ist, war es ein sehr wohliges Gefühl, als unsere Füße wieder in unseren warmen Schuhen steckten. (Stefanie, Ulrike und Johanna)

Soweit die O-Töne nach der April-Wanderung. Barfüßige Grüße Kai

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