Was gehört in's "Notfallset" für Barfußwanderer?
(Forumbeiträge im Frühling 2005)

Hallo erst mal! Ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und finde es schön zu sehen, dass es doch noch mehr gleichgesinnte gibt als ich angenommen hatte.
Ich hatte mir gestern bei einer meiner täglichen Barfußwanderungen so 5-6 km von zu Hause durch einen Tritt gegen einen im Gras verborgenen Stein die Kuppe des großen Onkels aufgeschlagen. Nichts ernstes aber es hat nett geblutet.
Natürlich hatte ich weder Pflaster noch sonst was mit. So habe ich eine Weile gewartet, bis das Blut einigermaßen getrocknet war und bin heimgelaufen. Dabei viel mir ein, dass die Verletzung ja auch an der Sohle hätte passieren können und dann hätte ich ein Problem gehabt. Wie macht Ihr das? Nehmt ihr ein "Notfall-Set" mit, wenn ihr längere Strecken wandert?
Don Primo

Im Geldbeutel habe ich immer ein paar ca. 3-4 cm breite Streifen Hansaplast. Meistens brauche ich diese allerdings für die Blasen beschuhter Mitwanderer ...
Pinzette, Nadel und Desinfektionsmittel habe ich dabei, wenn ich auf Reisen bin und ggf. mal einen Dorn oder Glassplitter entfernen muss. Aber das ist vergleichsweise selten gegenüber eingewachsenen oder blauen Zehennägeln und Blasen, die ich mir in Schuhen oft genug geholt habe!
Barfüßige Grüße, Lorenz 

Beim barfüßigen Wandern habe ich im Rucksack stets eine kleine Kunststoffbox dabei mit folgendem Inhalt:
elastische Mullbinden
kleine Rolle Hansaplast
2 verpackte Desinfektionstücher
ein paar zugeschnittene Pflaster
ein paar sterile Kompressen
Pinzette
kleine Schere
Zeckenzange
Habe extra nachgesehen, was wirklich drin ist, denn tatsächlich gebraucht habe ich davon noch nichts, mit Ausnahme der Zeckenzange. Das ganze wiegt inklusive der Box gerade mal 180 Gramm und ist 20 x 10 x 4 cm groß, passt also immer noch irgendwie ins Gepäck.
Meine "Minimalausrüstung" beim Nicht-Wandern ist ein klitzekleines Schweizer Taschenmesser, das ich immer am Schlüsselbund habe. Es verfügt über eine kleine Pinzette und einen "Zahn"stocher, womit man im Notfall gut kleine Holz- oder Glassplitter entfernen kann.
Aber wie gesagt: es ist ganz ganz selten, dass man sich ernsthaft verletzt, zumindest ist das meine Erfahrung.
Viel Spaß weiterhin beim Barfüßlern und auch sonst!
Viele Grüße, Ralf (RSK)

Ich bin viel in Wald und Feld unterwegs.
Für große/lange Ausflüge habe ich immer so ein paar Dinge dabei.
Pinzette, Stecknadel, ein paar Pflaster, Jod, Lupe.
Das aller benötigt nicht viel Platz und wiegt nicht viel.
Tipp:
1. Für die Lupe habe ich einen alten Fotoapparat geplündert und die Linse ausgebaut. Kostet nix, verkratzt nicht, da aus Glas und ist mit ca. 1 cm Durchmesser nicht so groß wie käufliche Lupen.
2. Für Jod habe ich eine keine Ampulle und keine große Flache dabei (Kodan Forte farblos 6ml ca. 1.80 EUR).
3. Das Pflaster sollte gut kleben, sonst geht es beim Laufen gleich wieder ab. Sprühpflaster ist auch eine Lösung, aber ich persönlich mag es nicht und es ist gegenüber ein paar streifen Pflaster schwerer und benötigt auch mehr Platz.
Gebraucht habe ich bis jetzt nur einmal die Pinzette wegen einer Distel.
Wichtig: Mal den Tetanusschutz an Hand des Impfpasses vom Arzt kontrollieren lassen!
Viele Grüße, Ralf (RHU)

Wenn ich mit dem Rucksack unterwegs bin, dann habe ich automatisch ein Päckchen mit Pflaster, Schere und Pinzette dabei. Dieses Päckchen nehme ich eigentlich nie aus dem Rucksack.
Komischerweise benötigte ich die Utensilien häufiger, als ich noch mit Schuhen unterwegs war. Früher trat ich häufiger in Glas, etwa beim Aufenthalt im Freibad. Vermutlich achte ich als heute besser auf Scherben usw. (oder ich kann mehr ab). Die Schere benutzte ich früher häufiger, wenn ich beim beschuhten Wandern (speziell bergab) mit den Nägeln gegen das Leder stieß, manches Mal blieb der Nagel lange Zeit blau. Und Pflaster benötigte ich häufig, wenn ich mir Blasen in den Fuß gelaufen hatte oder wenn der Riemen der Sandalen die Haut wundgescheuert hatte. In letzteren Fällen musste ich auch schon Toilettenpapier zwischen Schuh und Fuß legen, um die Schmerzen ertragen zu können (Socken wären in diesem Fall verkehrt gewesen). Beim barfüßigen Wandern musste ich erst einmal auf Pflaster zurückgreifen - weil ich mit der HAND in einen Stacheldraht gegriffen hatte.
Du siehst: Es spricht nichts dagegen, Pflaster, Schere und Pinzette bei Wanderungen mitzunehmen, unabhängig davon, ob Du barfuß oder beschuht unterwegs bist.
Oder gehörst Du zu denjenigen Barfüßern, die sich nicht mehr barfuß fühlen, wenn sie ein Pflaster am Fuß haben? Oder sich als "unechte Barfüßer" fühlen, wenn sie Pflaster mitnehmen? Wenn ja, dann kann ich Dir auch nicht weiterhelfen.
Mit freundlichen Grüßen, Michael aus Zofingen

Ich bin kein Dogmatiker. Hatte zuvor nur nie groß darüber nachgedacht, weil ich mich bisher auch noch nie verletzt hatte ;o) Hab' mir jetzt auch ein Päckchen zusammengestellt, das ich mitnehmen werde (Aus Schaden wird man klug oder so) 
Don Primo

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